Pasito Blanco – Muelle Deportivo Posito Blanco
Liegeplätze und Werftservice in Pasito Blanco
Pasito Blanco ist eine private Marina westlich von Maspalomas. Der Betreiber nennt 388 Wasserliegeplätze für Boote von sechs bis 45 Metern sowie 80 Trockenplätze. Andere aktuelle Tourismusangaben setzen die reguläre Maximallänge bei 40 Metern an. Für große Einheiten gelten daher ausschließlich bestätigte Platzmaße, Tiefgang und eine schriftliche Reservierung. Die Marina arbeitet auf UKW-Kanal 12.
Trinkwasser, Strom und Internet stehen an den Liegeplätzen bereit. Anschlussleistung und Verbrauch richten sich nach Platz und Bootsgröße. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten und Duschen; Wäscherei, Schließfächer und weitere Nutzerdienste sind vorhanden. Der Yachtclub und seine Einrichtungen besitzen eigene Zugangsregeln. 24-Stunden-Sicherheitsdienst gehört zum Angebot.
Eine Tankstelle befindet sich im Hafen und verkauft Kraftstoff; aktuelle Sorten und Öffnungszeiten sind vorab zu prüfen. Altöl wird an ausgewiesenen Punkten angenommen. Eine feste Pumpe für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser wird auf der aktuellen Betreiberübersicht nicht eindeutig beschrieben. Diese Entsorgung und technische Abfälle müssen deshalb angemeldet werden.
Die Werft verfügt nach aktuellen regionalen Angaben über einen Travelift bis 70 Tonnen; ältere offizielle Beschreibungen nennen nur 30 Tonnen. Maßgeblich ist die aktuelle Bestätigung der Werft. Kran, Trockenmarina, Werkstätten und Taucherleistungen ergänzen das Angebot. Jeder Hub benötigt Termin, Maße, Gewicht und geprüfte Hebepunkte. Die Zufahrt zur privaten Siedlung ist kontrolliert.
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Maspalomas und Pasito Blanco: Dünen, Leuchtturm und geplante Tourismusküste
Die Dünen sind Teil eines beweglichen Küstensystems
Östlich von Pasito Blanco erstrecken sich Dünen, Lagune und Palmenhain von Maspalomas. Wind transportiert Sand vom Strand ins Landesinnere und wieder zur Küste. Bebauung, Besucherwege und veränderte Windströmungen beeinflussen diesen Kreislauf.
Die Charca de Maspalomas ist ein kleines Feuchtgebiet an der Mündung des Barranco de Fataga. Sie dient Zugvögeln als Rastplatz und verändert sich durch Meerwasser, Regen und Sedimente. Dünen, Lagune und Palmenhain bilden deshalb keine statische Wüstenkulisse, sondern ein empfindliches gemeinsames System.
Der Leuchtturm markiert den Ausbau der Inselverbindungen im 19. Jahrhundert
Der Faro de Maspalomas wurde nach langen Bauarbeiten 1890 in Betrieb genommen. Sein hoher Turm wies Schiffen den Weg um die Südspitze Gran Canarias, als regelmäßige Dampfschifffahrt und der neue Puerto de La Luz den Atlantikverkehr intensivierten.
Damals stand der Leuchtturm weitgehend allein zwischen Dünen und Küste. Heute ist er von Meloneras und Ferienanlagen umgeben. Gerade dieser Kontrast macht die Geschwindigkeit des landschaftlichen Wandels sichtbar.
Die südliche Tourismusküste wurde ab den 1960er Jahren geplant
Ein internationaler Ideenwettbewerb und große Grundstücksentwicklungen leiteten den Ausbau von Maspalomas Costa Canaria ein. Straßen, Hotels, Bungalows und künstlich gestaltete Strände entstanden in einer zuvor dünn besiedelten Trockenlandschaft.
Pasito Blanco wurde als abgeschlossene Wohn- und Hafenanlage westlich des Hauptresorts entwickelt. Die Marina ist damit kein historischer Fischerhafen, sondern Bestandteil derselben planmäßigen Freizeitlandschaft. Ihre Ruhe und kontrollierte Zufahrt sind Ergebnis dieser Entstehung, nicht eines alten Dorfgrundrisses.