Gran Canaria – Muelle Deportivo de Las Palmas

Liegeplätze und Versorgung in der Marina Las Palmas

Die Marina Las Palmas, traditionell Muelle Deportivo genannt, liegt südlich des großen Puerto de La Luz und ist ein wichtiger Atlantik-Stopp. Die öffentlich erreichbaren Betreiberunterlagen nennen nicht auf einer aktuellen Übersichtsseite eindeutig alle Gast- und Dauerplätze. Besonders vor transatlantischen Regatten ist die Nachfrage hoch. Platz, Länge, Tiefgang und Ankunftsverfahren sind verbindlich zu reservieren.

Wasser und Strom stehen an den Stegen bereit; Anschlussleistung, Absicherung und Verbrauch richten sich nach Bootsgröße und Platz. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten und Duschen, deren Zugang die Marina bei der Anmeldung erklärt. Wäscherei, Gastronomie, nautische Betriebe und Stadtversorgung liegen im direkten Umfeld. Sicherheits- und Zugangskarten unterliegen der Hafenordnung.

Eine Tankstelle beziehungsweise Servicestation befindet sich im Marinabereich. Kraftstoffsorten, Bedienzeiten und Zufahrt sind aktuell zu bestätigen. Abwasser, Bilgenwasser, Altöl und technische Abfälle werden nach den Regeln des großen Handelshafens und der Marina angenommen; eine spontane Nutzung ohne Anmeldung darf nicht vorausgesetzt werden.

Werft- und Reparaturbetriebe sind im Hafen zahlreich vorhanden. Die Marinaordnung verweist auf einen technischen Bereich, veröffentlicht aber keine einzelne, allgemein gültige Travelift-Traglast für alle Anbieter. Heben, Reparatur und Landlager werden separat beauftragt. Durch Fracht-, Kreuzfahrt-, Regatta- und Stadtverkehr gelten klare Zufahrts- und Sicherheitsgrenzen zwischen Marina und übrigen Hafenflächen.

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Las Palmas: Eroberungsstadt, Atlantikstation und britisch geprägter Puerto de La Luz

Vegueta entstand 1478 aus einem kastilischen Militärlager

Am 24. Juni 1478 errichteten kastilische Truppen am Barranco Guiniguada den Real de las Tres Palmas. Daraus wuchs Vegueta, der älteste Stadtteil. Kathedrale, Rathaus und bischöfliche Gebäude gruppierten sich um die Plaza de Santa Ana und wurden zum Modell kolonialer Stadtordnung.

Die Eroberung zerstörte die politische Selbstständigkeit der indigenen Inselgesellschaft. Das Museo Canario bewahrt umfangreiche archäologische und anthropologische Sammlungen, deren Präsentation heute zugleich Fragen nach Kolonisierung und Sammlungsgeschichte aufwirft.

Kolumbus machte die Insel zur Reparatur- und Versorgungsstation

1492 hielt die Flotte von Christoph Kolumbus auf Gran Canaria, unter anderem zur Reparatur der Pinta. Auf drei seiner vier Atlantikreisen besuchte er die Insel. Die Casa de Colón in Vegueta verbindet ehemalige Gouverneursgebäude mit einem Museum über Navigation und Beziehungen zu Amerika.

Die günstige Lage zog auch Angreifer an. Francis Drake und John Hawkins scheiterten 1595, doch Pieter van der Does nahm die Stadt 1599 ein, plünderte sie und setzte Teile in Brand. Befestigungen wie Castillo de la Luz und Castillo de Mata erinnern an diese Bedrohung.

Der Puerto de La Luz veränderte die Stadt ab 1883

Die britische Firma Swanston begann 1883 mit dem modernen Hafenbau an der geschützten Bucht von La Isleta. Kohlebunker, Reparaturen und Versorgung machten Las Palmas zu einer Schlüsselstation zwischen Europa, Afrika und Amerika. Britische Händler und Familien prägten Unternehmen, Kirche, Krankenhaus, Hotels und Sportvereine.

Der neue Hafen verlagerte den wirtschaftlichen Schwerpunkt weit nach Norden. Handelshafen, Las Canteras, Isleta und spätere Marina wuchsen zu einer zweiten urbanen Mitte. Die heutige Stadt besitzt deshalb zwei deutlich verschiedene historische Pole: das kastilische Vegueta und den kosmopolitischen Hafen des Industriezeitalters.

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