Arguineguin – Puerto de Arguineguin

Liegeplätze und Werftservice im Puerto de Arguineguín

Puerto de Arguineguín ist ein aktiver Fischerei- und Sportboothafen an der Südküste Gran Canarias. Puertos Canarios nennt 154 Liegeplätze; zusätzlich nutzen Fischer, Ausflugsboote und Arbeitsfahrzeuge die Anlage. Der mittlere Tiefgang der Zufahrt wird mit sieben Metern angegeben, am Liegeplatz kann er abweichen. Gastplätze müssen direkt bestätigt werden.

Trinkwasser und Strom gehören zum offiziellen Hafenangebot. Anschlussleistung, Verbrauch und Stecker richten sich nach dem zugewiesenen Platz. Der Sanitär-Bereich wird in der Kurzliste nicht detailliert beschrieben; Toiletten, Duschen, Zugang und Öffnungszeiten müssen deshalb beim Hafenbüro erfragt werden. Café, Werkstätten und Parkflächen befinden sich im Hafengelände.

Eine Tankstelle wird in der aktuellen offiziellen Serviceliste überraschenderweise nicht ausgewiesen. Kraftstoffsorten und der zuständige Versorgungsort müssen daher vorab geklärt werden. Abfallsammlung ist bestätigt; eine feste Pumpe für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser dagegen nicht. Entsorgung und Altölannahme dürfen nur nach ausdrücklicher Bestätigung geplant werden.

Die 7.108 Quadratmeter große Werftzone besitzt einen Travelift bis 100 Tonnen und örtliche Werkstätten. Heben, Reinigung, Reparatur und Landlager sind terminpflichtig; Maße, Gewicht und Hebepunkte müssen geprüft werden. 24-Stunden-Sicherheitsdienst und 138 Parkplätze sind ausgewiesen. Arbeitsabläufe der Fischerei haben Vorrang und erfordern freie Verkehrswege.

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Arguineguín: Fischereihafen zwischen Schluchtenlandschaft und Tourismusausbau

Der Name reicht in die vorspanische Inselgeschichte zurück

Arguineguín ist ein Toponym aus der Zeit vor der kastilischen Eroberung. In den Schluchten und Küstenbereichen des Südwestens liegen Höhlen, Speicher und Siedlungsspuren der indigenen Bevölkerung. Sie nutzte unterschiedliche Höhenstufen für Viehhaltung, Anbau und Sammeln.

Die trockene Küste war nicht bedeutungslos, obwohl Wasser knapp war. Fisch, Salz und Meeresressourcen ergänzten die Produkte des Hinterlands. Wege durch den Barranco de Arguineguín verbanden Küste und Bergdörfer.

Fischerei blieb der wirtschaftliche Kern des Hafenorts

Vor dem großen Tourismusausbau lebte Arguineguín von Küstenfischerei, Landwirtschaft und Verarbeitung. Die Fischervereinigung organisiert bis heute einen Teil des Hafenbetriebs. Kleine Arbeitsboote, Netze und Werkstätten unterscheiden den Ort von reinen Ferienmarinas weiter westlich.

Tomaten- und Bananenanbau im Süden benötigten Bewässerung, Verpackung und Transport. Hafen und Straße schufen Absatzwege, während Entsalzung und moderne Wassertechnik später das starke Siedlungswachstum überhaupt ermöglichten.

Der Tourismus veränderte die Küste seit den 1960er Jahren

Mogán und der Süden Gran Canarias wurden mit neuen Straßen, Stränden und Hotelanlagen erschlossen. Patalavaca, Anfi und weitere Ferienkomplexe wuchsen unmittelbar neben dem älteren Fischerdorf. Internationale Bewohner und Besucher prägten Handel und Gastronomie.

Arguineguín blieb dabei dichter und alltäglicher als viele geplante Resorts. Der Hafen vereint Fischerei, Ausflugsverkehr, Werft und Sportboote. Gerade dieses Nebeneinander erzählt die jüngere Inselgeschichte genauer als eine rein touristische Kulisse.

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