Thessaloniki – Yachthafen Kalamaria

Liegeplätze und Service im Yachthafen Kalamaria

Der Yachthafen Kalamaria ist dieselbe Anlage, die offiziell als Thessaloniki oder Aretsou Marina geführt wird. Er liegt rund sieben Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und bietet 242 Plätze für Yachten von fünf bis 30 Metern. Diese Daten ersetzen keine Reservierung; Platz, Breite und aktueller Tiefgang sind direkt beim Marinabüro zu bestätigen.

Jeder reguläre Liegeplatz verfügt laut Betreiber über Wasser und Strom mit 220 beziehungsweise 380 Volt sowie Telefonanschluss. Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen und eine Wäscherei sind vorhanden. Anschlussbedingungen, Verbrauchskosten und Zugangsregeln richten sich nach der jeweiligen Vereinbarung; Kalamaria bietet darüber hinaus eine vollständige städtische Versorgung.

Die Marina besitzt eine Tankstelle. Öffnungszeiten, Kraftstoffsorten und das Verfahren bei größeren Mengen müssen vor Ankunft erfragt werden. Brandschutzleitungen gehören zur Anlage. Hausmüll, Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser dürfen nur an den vom Personal benannten Stellen entsorgt werden.

Für kleinere Wartungsarbeiten gibt es einen gesonderten Bereich, außerdem eine Rampe. Ein Travelift oder Kran mit offiziell angegebener Tragkraft ist nicht Teil der veröffentlichten Standardliste und muss bei Bedarf separat bestätigt werden. Rund-um-die-Uhr-Bewachung, Parkplätze, Restaurants, Bars und Cafés befinden sich auf dem Gelände oder direkt daneben.

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Anreise und Einkaufen

Kalamaria und Aretsou: eine Flüchtlingsstadt an Thessalonikis neuer Küste

Kalamaria wurde durch die Fluchtbewegungen nach 1922 geprägt

Das heutige Kalamaria wuchs vor allem nach dem Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei. Zehntausende griechisch-orthodoxe Flüchtlinge aus Kleinasien und vom Schwarzen Meer kamen in provisorische Lager und neue Siedlungen östlich von Thessaloniki.

Ortsnamen, Vereine, Kirchen und Familiengeschichten bewahren bis heute pontische und kleinasiatische Traditionen. Aus einem Randgebiet entstand eine eigenständige große Stadt innerhalb des Ballungsraums.

Aretsou verband die neue Gemeinde mit dem Meer

Die Küstenzone Aretsou wurde zu einem Freizeit-, Fischerei- und Verkehrsraum der wachsenden Bevölkerung. Strandbäder und Ausflugslokale machten sie im 20. Jahrhundert zu einem bekannten Ziel der Thessalonicher; später entstand hier der heutige Yachthafen.

Die Marina ist deshalb räumlich und historisch vom westlich gelegenen Handelsport zu unterscheiden. Sie gehört zur südöstlichen Stadterweiterung und zur Alltagsgeschichte Kalamarias.

Die Metropole bleibt im Blick

Entlang der Uferpromenade öffnet sich der Blick über den Thermaischen Golf zum Zentrum und bei klarer Luft bis zum Olymp. Der Weiße Turm markiert den Übergang zur historischen Innenstadt, deren einstige Seemauer 1867 abgebrochen wurde.

Kalamaria ergänzt die großen römischen, byzantinischen und osmanischen Monumente Thessalonikis um eine jüngere Geschichte von Vertreibung, Neuansiedlung und Stadtwachstum. Der Hafen liegt damit nicht außerhalb, sondern in einer eigenen historischen Schicht der Metropole.

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