Thassos – Port Limenaria
Liegeplätze und Versorgung in der Marina Limenaria
Die Marina liegt an der Südwestküste von Thassos vor dem Ort Limenaria. Sekundäre nautische Quellen nennen eine 2019 eröffnete Anlage mit rund 280 Plätzen; eine aktuelle offizielle Tabelle zu verfügbaren Gastplätzen, Bootslängen und Tiefgängen ist jedoch nicht zugänglich. Diese Werte sowie die Zuweisung müssen direkt beim Hafenbetrieb bestätigt werden.
Wasser und Strom werden an Teilen der Anlage angeboten. Funktionsfähigkeit, Anschlussleistung, Freischaltung und Gebühren sind platzabhängig und vor Ankunft zu erfragen. Ein separater Sanitärbereich mit verlässlich zugänglichen Toiletten und Duschen ist nicht in einer aktuellen offiziellen Leistungsliste bestätigt. Geschäfte und Gastronomie des Ortes liegen unmittelbar hinter der Uferzone.
Eine feste Tankstelle für Yachten in der Marina ist nicht eindeutig nachgewiesen. Kraftstoff muss gegebenenfalls an Land oder über einen zugelassenen Lieferanten beschafft werden; Übergabepunkt und Brandschutzregeln sind abzustimmen. Hausmüll gehört in ausgewiesene Behälter, Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser nur zu bestätigten Fachannahmen.
Travelift, Kran, Helling, Werftbetrieb und gesichertes Landlager sind nicht als garantierte Standardleistungen veröffentlicht. Die historischen Bergbauanlagen am östlichen Ortsrand sind keine nutzbare Hafeninfrastruktur. Reparaturen, Hebearbeiten, Winterlager und Parkplätze benötigen jeweils eine gesonderte Bestätigung durch einen aktuellen Dienstleister.
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Limenaria: eine Stadt, die aus dem Bergbau entstand
Erzfunde verwandelten eine unbedeutende Küstenstelle
Limenaria entwickelte sich erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts in größerem Maßstab. Der deutsche Unternehmer Friedrich Speidel begann 1905 nahe der Küste Silberblei- und Zinkerze abzubauen. Hafen, Aufbereitung und Arbeiterhäuser machten aus der kleinen Skala einen Industriestandort.
Arbeitskräfte kamen zunächst aus dem Bergdorf Kastro und später aus weiteren Orten der Insel. Nach 1922 ließen sich außerdem Flüchtlinge aus Kleinasien in Limenaria nieder und erweiterten die junge Küstengemeinde.
Das Palataki war Zentrale und sichtbares Machtsymbol
Auf dem Kap östlich des Ortes steht das sogenannte Palataki. Das repräsentative Gebäude diente der Bergbaugesellschaft als Verwaltungssitz und überblickte Hafen und Verarbeitungsanlagen. Unterhalb liegen die Metalia-Bucht und Reste der industriellen Infrastruktur.
Die Architektur und die streng angeordneten Arbeiterhäuser unterschieden sich deutlich von den älteren Dörfern auf Thassos. Sie dokumentieren, wie ein ausländisch geführtes Unternehmen Raum, Arbeit und Siedlung organisierte.
Kriege und Wirtschaftskrisen unterbrachen den Abbau
Der Erste Weltkrieg beendete 1914 die erste intensive Phase. Ein erneuter Betrieb in den 1920er Jahren brach in der Weltwirtschaftskrise ab. Von 1957 bis 1963 wurden wieder Erze gewonnen und über Limenaria verschifft, bevor der industrielle Abbau erneut endete.
In dieser Zeit wuchs Limenaria zeitweise zum bevölkerungsreichsten Ort der Insel. Tourismus, Fischerei und Dienstleistungen ersetzten später den Bergbau, doch Palataki, Stollen und Küstenanlagen bleiben der Schlüssel zum Verständnis der ungewöhnlich jungen Stadtgeschichte.