Syros – Marina Finikas (Phoinikas)

Liegeplätze und Versorgung im Hafen von Finikas

Finikas ist ein kommunaler Sportboot- und Fischerhafen an der Südwestküste von Syros. Der Hafenfonds nennt jeweils rund 110 Meter Kai im inneren Becken und an der Außenseite der Mole, durchschnittlich etwa 4 Meter Tiefe und abhängig von der Fahrzeuggröße bis zu 40 Plätze. Der Hafen ist außer gegen südwestliche Winde gut geschützt; die konkrete Zuweisung bleibt erforderlich.

Wasser und Strom, Empfangsdienst, kostenloses WLAN, Toiletten, Duschen, Beleuchtung und Feuerlöscher gehören zur veröffentlichten Ausstattung. Das Sanitärangebot ist damit vorhanden, Betriebszeiten und Zugang sind dennoch vor Ort zu prüfen. Lebensmittel und Gastronomie liegen im Ort und im benachbarten Poseidonia.

Finikas wird als Betankungsstandort für kleine Sportboote genannt; ob Kraftstoff an einer festen Tankstelle oder durch Lieferung bereitgestellt wird, ist aktuell zu klären. Hausmüll gehört in die vorgesehenen Behälter. Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser dürfen nur an bestätigte Fachannahmen abgegeben werden.

Eine Rampe zum Heben und Zuwasserlassen wird ausgewiesen, aber keine allgemein gültige Traglast für Travelift oder Kran. Helling, Werftarbeiten und gesichertes Landlager müssen technisch und terminlich vereinbart werden. Parkflächen sind begrenzt und werden mit Strand- und Ortsverkehr geteilt.

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Anreise und Einkaufen

Finikas und Poseidonia: Naturhafen, Sommerresidenzen und westliche Kulturlandschaft von Syros

Die Bucht ist einer der wenigen natürlichen Schutzhäfen der Insel

Finikas öffnet sich an der Südwestküste und bietet vor den vorherrschenden Nordwinden Schutz. Fischerei, lokale Verbindungen und später Sportboote nutzten diese Topographie. Der moderne Hafen ordnet einen Teil des Ufers, während Strand und Siedlung unmittelbar anschließen.

Der Name wird gelegentlich mit Phöniziern verbunden, doch eine direkte Gründung durch phönizische Seefahrer ist nicht sicher belegt. Ortsname, antike Kontakte und moderne Namensdeutung müssen daher auseinandergehalten werden.

Poseidonia wurde zum Sommerort wohlhabender Familien

Im benachbarten Poseidonia, früher auch Dellagratsia genannt, errichteten Kaufleute und Reeder des 19. Jahrhunderts großzügige Landhäuser. Gärten, Türme, Loggien und neoklassizistische Fassaden übertrugen den städtischen Wohlstand von Ermoupolis in eine ländliche Sommerlandschaft.

Die Villen sind überwiegend private Gebäude und keine frei zugänglichen Museumsräume. Zusammen mit katholischen und orthodoxen Kirchen zeigen sie die konfessionell und gesellschaftlich vielfältige Geschichte von Syros.

Chalandriani erschloss die frühe Kykladenkultur

Im Norden der Insel untersuchte Christos Tsountas Ende des 19. Jahrhunderts das frühbronzezeitliche Gräberfeld von Chalandriani und die befestigte Siedlung Kastri. Metallarbeiten, Keramik und Grabbeigaben gaben einer ganzen archäologischen Phase den Namen Syros-Kultur.

Die Fundorte liegen weit von Finikas entfernt, gehören aber zur selben Inselgeschichte. Sie zeigen, dass maritime Verbindungen und spezialisierte Handwerke auf Syros Jahrtausende vor der Entstehung von Ermoupolis bestanden.

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