Kykladen · 14 Tage · Rundtörn
Early BoardingGroße Kykladenrunde ab Lavrion
Dieser Törn setzt am Übergabetag gebuchtes und bestätigtes Early Boarding voraus; ohne frühe Übernahme bleibt die erste Nacht in Lavrion.
Zwei Wochen verbinden die westlichen und zentralen Kykladen: kleine Häfen, vulkanische Küsten, lange offene Passagen und Städte, deren Geschichte weit über das bekannte Inselbild hinausreicht.
Tag 1 · Samstag
Lavrion → Kea · Vourkari
Mit bestätigtem Early Boarding beginnt die Runde mit 16,3 Meilen über den Kea-Kanal. Ohne frühe Übergabe bleibt die Yacht in Lavrion.
Mit bestätigtem Early Boarding aus Attika hinaus
Die gut 16 Meilen von Lavrion nach Vourkari sind nur mit gebuchter und von der Basis bestätigter früher Übergabe ein stimmiger Auftakt. Einweisung, Einkauf, Verstauen und Sicherheitsrunde müssen abgeschlossen sein, bevor die Yacht den Hafen verlässt. Wird es später, bleibt das Boot in Lavrion und startet am nächsten Morgen ohne verkürzte Übergabe.
Nach der Hafenausfahrt liegt Makronisos östlich der Route. Zwischen Insel und Attikaküste verkehren Fähren, Fischer und Yachten; zugleich kann der Nordwind in der Passage deutlich kräftiger stehen als am Steg. Sobald Keas Westküste erreicht ist, bereitet die Crew Fender und Leinen für die Ankunft vor.
Vourkari liegt tief in der Bucht Agios Nikolaos. Die Einfahrt öffnet sich erst nach und nach, dann erscheinen die niedrigen Uferhäuser, Tavernen und Masten des kleinen Hafenortes. Für eine erste Etappe ist das ein schöner Wechsel: vom Arbeits- und Charterhafen Lavrion direkt in einen kykladischen Inselabend.
Lavrion ist Hafenstadt und nicht nur Übergabekulisse
Lavrion war über Jahrtausende mit dem Bergbau der südlichen Attika verbunden. Silber aus den Minen von Laurion finanzierte im klassischen Athen unter anderem die Flotte; im 19. Jahrhundert prägten neue Industrieanlagen und Erzverarbeitung die Stadt erneut. Fördertürme, Schornsteine und das Technologische Kulturzentrum erinnern an diese ungewöhnliche Geschichte.
Heute teilen sich Fähren, Fischer, Handelsschiffe und Yachten den weiten Hafenbereich. Der konkrete Übergabeplatz kann weit von Büro, Supermarkt oder Tankstelle entfernt liegen. Proviant, Trinkwasser und die Wege an Land werden deshalb vor der Einweisung organisiert, nicht erst kurz vor dem Ablegen.
Wer am Vorabend anreist, findet rund um den Fischmarkt und die Platia einen lebendigen Ort, der wenig von einer künstlichen Marina-Siedlung hat. Damit schafft die Crew die beste Voraussetzung für einen pünktlichen Start.
Vourkari liegt ruhiger als der Fährhafen Korissia
Korissia ist Keas Fährhafen und entsprechend von An- und Ablegern geprägt. Vourkari liegt weiter nördlich in derselben großen Bucht und ist für Yachten meist der angenehmere Inselplatz. Welche Kaimauer oder Ankermöglichkeit passt, hängt dennoch von Wind, Belegung, Tiefe und der aktuellen örtlichen Regelung ab.
Beim Festmachen werden Ankerraum und mögliche Aufschüttungen vor der Uferlinie berücksichtigt. Wasser und Strom gelten nur nach Bestätigung am tatsächlichen Platz. Wer ankert, prüft den Untergrund und den Schwojkreis; die beliebte Bucht füllt sich an Sommerwochenenden schnell.
Die Versorgung ist unkompliziert: Lebensmittel, Cafés und Tavernen liegen nahe am Wasser. Für technische Arbeiten oder große Einkäufe bleibt Lavrion der bessere Ort. Vourkari soll der erste ruhige Abend sein, nicht die Fortsetzung des Übergabetages.
Ioulida und der steinerne Löwe von Kea
Keas Chora heißt Ioulida und liegt im Inselinneren. Weiße Häuser, Treppen und kleine Plätze ziehen sich an den Hängen entlang; Autos bleiben am Rand des historischen Kerns. Ein Taxi oder Bus macht aus dem Hafenabend einen kurzen Ausflug, sofern die Ankunft nicht zu spät ist.
Oberhalb des Ortes liegt der Löwe von Ioulis, eine archaische, direkt aus dem Fels gearbeitete Figur. Sein rätselhaftes Lächeln und die einfache Form unterscheiden ihn deutlich von einem klassischen Tempelfund. Der Weg dorthin ist kurz, aber uneben und im warmen Nachmittagslicht angenehmer als in der Mittagssonne.
Kea besitzt außerdem ein dichtes Netz alter Wege. Steinmauern, Eichen und terrassierte Hänge geben der Insel ein grüneres Gesicht als viele südlichere Kykladen. Für diesen Törn genügt ein Ausschnitt; für die antike Stadt Karthea braucht es einen eigenen Tag an Land.
Ein erster Abend zwischen Kaikis und kleinen Tischen
Vourkaris Uferpromenade ist kurz genug, dass die Crew nach dem Festmachen nicht lange planen muss. Cafés, Bars und Tavernen liegen dicht beieinander, dahinter beginnen ruhige Wohnwege. Ein Spaziergang zur kleinen Halbinsel Agia Irini öffnet den Blick über die Bucht und führt an einem bedeutenden bronzezeitlichen Siedlungsplatz vorbei.
Auf den Tisch passen gegrillter Fisch, Gemüse, lokale Käsegerichte und ein Salat mit Kapern. Kea ist auch für Schweinefleischgerichte und Honig bekannt. Nach einem langen Übergabetag ist eine kleine Auswahl zum Teilen meist angenehmer als ein Essen, das den nächsten Morgen verkürzt.
Vor der Nacht werden Leinen, Ankerwinkel und Windentwicklung geprüft. Mericha liegt am nächsten Tag gut 21 Meilen südlich – weit genug für richtiges Segeln, aber ohne den Zwang eines sehr frühen Aufbruchs.
Ohne frühe Übergabe bleibt die erste Nacht in Lavrion
Fällt Early Boarding aus oder zieht sich die Einweisung, wird Vourkari nicht im letzten Licht erzwungen. Die Crew bleibt an Bord in Lavrion, sortiert Proviant und Rollen und startet ausgeschlafen. Die Route lässt sich danach über Mericha fortsetzen oder Kea als Tagesstopp einbauen.
Die erste Nacht an der Basis verkürzt den Inselbogen, schafft aber einen sicheren Start am nächsten Morgen. Die Route wird anschließend neu geordnet; eine unvollständige Einweisung wird nicht durch eine späte Abfahrt ausgeglichen.
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