Seriphos – Livadi - Leivadion

Liegeplätze und Grundversorgung im Hafen von Livadi

Livadi ist der Fähr- und Sportboothafen von Serifos in einer tiefen Bucht an der Südostküste. Yachten nutzen ausgewiesene Plätze an der neueren Mole, während Fähren, Fischer- und Ausflugsboote eigene Manöverräume benötigen. Eine verbindliche Zahl reservierbarer Plätze und allgemeine Grenzwerte werden nicht veröffentlicht. Der konkrete Liegeplatz und Tiefgang müssen mit der Hafenbehörde abgestimmt werden.

Wasser und Strom stehen am Sportbootkai gegen Gebühr zur Verfügung. Das Sanitärangebot ist nicht als eigener Hafenblock mit garantiert zugänglichen Toiletten und Duschen dokumentiert. Lebensmittelgeschäfte, Gastronomie, Geldautomat, Fahrzeugvermietung und Busanschluss befinden sich im Ort.

Kraftstoff kann nach Rücksprache geliefert werden; eine feste Tankstelle unmittelbar an jedem Yachtplatz besteht nicht. Übergabeort und Zeit müssen von Hafenbehörde und Anbieter bestätigt werden. Hausmüll gehört in die vorgesehenen Behälter. Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser dürfen nur über ausdrücklich bestätigte Fachannahmen entsorgt werden.

Travelift, Kran, Helling, Werft und gesichertes Landlager sind nicht als Standardleistung des kommunalen Hafens ausgewiesen. Kleine Reparaturhilfe kann vermittelt werden, größere Hebe- und Rumpfarbeiten benötigen einen technisch geeigneten Standort. Parkflächen sind im Sommer knapp und dürfen Fähr- und Busverkehr nicht behindern.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Seriphos – Livadi - Leivadion
Ansicht von Seriphos – Livadi - Leivadion. Foto: Wikinaut / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 3.0.

Serifos: Bergbauinsel, Arbeiterstreik und befestigte Chora

Erzabbau veränderte den Süden der Insel

Kupfer- und Eisenerze wurden auf Serifos schon in frühen Epochen genutzt. Der industrielle Abbau erreichte im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert einen großen Umfang. Bei Koutalas und Megalo Livadi blieben Stollen, Schienen, Wagen, Ladebrücken und Betriebsgebäude zurück.

Die Anlagen sind heute teilweise Ruinen in einer offenen Landschaft, kein vollständig gesichertes Museumsgelände. Einsturzgefahr und ungesicherte Stollen verlangen Abstand; der Rost und die aufgegebenen Bauten dokumentieren reale Arbeitsorte.

Der Streik von 1916 endete gewaltsam

Unter schlechten Arbeits- und Sicherheitsbedingungen organisierten Bergleute unter Führung des Anarchosyndikalisten Konstantinos Speras einen Streik. Am 21. August 1916 eröffnete die Gendarmerie bei Megalo Livadi das Feuer und tötete vier Arbeiter. In den folgenden Auseinandersetzungen starben auch Angehörige der Gendarmerie.

Ein Denkmal nahe dem früheren Verwaltungsgebäude erinnert an die Opfer. Der Konflikt gehört zur griechischen Arbeitergeschichte und darf nicht als romantische Bergbauanekdote verkürzt werden. Die Minen schlossen endgültig 1963.

Die Chora nutzte den Fels als Befestigung

Oberhalb von Livadi steigt die Chora steil zu den Resten eines venezianischen Kastells an. Dichte Häuser, Treppen und schmale Durchgänge boten Schutz vor Piratenüberfällen. Kirchen besetzen heute Teile der früheren Befestigung.

Die weiß gekalkte Siedlung ist weiterhin bewohnt und kein abgeschlossenes Denkmal. Livadi entwickelte sich dagegen am Wasser als Verkehrs- und Versorgungsort. Beide Siedlungen zeigen unterschiedliche Antworten auf Sicherheit, Handel und moderne Mobilität.

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