Naxos – Naxos Marina
Liegeplätze und Grundversorgung im Hafen von Naxos
Der touristische Sportbootbereich liegt innerhalb des kommunalen Hafens von Naxos-Stadt neben dem Fähr- und Ausflugsverkehr. Er ist keine abgeschlossene Vollservice-Marina. Der aktuelle Tarif unterscheidet Größenklassen und verlangt für Fahrzeuge über 25 Meter besondere Erklärungen zur eigenen Ankerausrüstung. Platz, Länge, Breite und Tiefgang müssen in jedem Fall durch Hafenfonds oder Hafenmeister bestätigt werden.
Wasser und Strom werden verbrauchsabhängig und zusätzlich zum Liegegeld berechnet. Die Stadt bietet unmittelbar hinter dem Hafen umfangreiche Versorgung. Ein eigener Sanitärbereich mit garantiert zugänglichen Toiletten und Duschen ist in den veröffentlichten Tarifunterlagen nicht eindeutig als Inklusivleistung genannt und muss aktuell erfragt werden.
Eine örtliche Tankstelle bietet direkte Versorgung von Booten im Hafenbereich an; Übergabeort und Zeit sind wegen des dichten Verkehrs zu vereinbaren. Für Hausmüll stehen Behälter bereit. Der kommunale Abfallplan regelt auch Abwasserannahme per Fahrzeug; Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser dürfen nur über bestätigte Fachannahmen entsorgt werden.
Travelift, Kran, Helling, Werft und gesichertes Landlager sind nicht als allgemeine Standardleistung des touristischen Liegebereichs veröffentlicht. Kleinere technische Hilfe lässt sich in der Stadt organisieren, größere Hebe- und Rumpfarbeiten benötigen einen geeigneten Werftstandort. Park- und Zufahrtsflächen werden durch Fähren, Busse und Lieferverkehr stark genutzt.
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Naxos-Stadt: Portara, mykenische Grotta und venezianisches Kastro
Die Portara gehört zu einem unvollendeten Apollontempel
Auf der kleinen Insel Palatia steht das monumentale Marmortor eines Tempelprojekts aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Der Bau wird mit dem Tyrannen Lygdamis verbunden, blieb jedoch unvollendet. Das erhaltene Tor besteht aus gewaltigen Marmorblöcken und wurde zum Wahrzeichen von Naxos.
Ein Damm verbindet Palatia mit der Stadt. Das Monument ist kein frei stehender Triumphbogen, sondern der sichtbarste Rest einer geplanten Tempelanlage, deren Grundriss im Gelände teilweise nachvollziehbar bleibt.
Unter der nördlichen Stadt liegt das mykenische Grotta
Ausgrabungen im Viertel Grotta brachten Siedlungs- und Bestattungsspuren der Bronzezeit ans Licht. Teile der antiken Küstenzone liegen heute unter dem Meer, weil sich Küstenlinie und relativer Meeresspiegel seitdem verändert haben.
Die Funde belegen, dass Naxos schon vor der klassischen Zeit ein regionales Zentrum war. Archäologische Präsentationen und das Museum ordnen Keramik, Skulpturen und Grabbeigaben in die lange Inselgeschichte ein.
Das Kastro bewahrt die mittelalterliche Herrschaftsschicht
Nach der Eroberung der Kykladen im frühen 13. Jahrhundert wurde Naxos Zentrum eines lateinischen Herzogtums. Innerhalb des befestigten Kastro entstanden katholische Kirchen, Adelshäuser und Verwaltungssitze. Unterhalb entwickelten sich die Viertel Bourgos und Agora.
Orthodoxe und katholische Gemeinden bestanden über Jahrhunderte nebeneinander. Venezianische, osmanische und griechische Phasen überlagern sich im Stadtbild; das Kastro ist deshalb kein unveränderter Bau aus einem einzigen Jahrhundert.