Mykonos – Marina Tourlos

Liegeplätze und Versorgung im Neuen Hafen von Tourlos

Der Yachtbereich von Tourlos liegt im Neuen Hafen von Mykonos neben stark frequentierten Fähr- und Kreuzfahrtanlagen. Der kommunale Hafenfonds nimmt dort ausschließlich Sportboote unter 25 Metern Länge an; eine Online-Anfrage innerhalb von 30 Tagen vor Ankunft ist vorgeschrieben, garantiert aber noch keinen Platz. Ein- und Auslaufen ist während veröffentlichter Fährverkehrsfenster untersagt und muss mit der Marinaaufsicht koordiniert werden.

Wasser und Strom werden über kostenpflichtige Säulen bereitgestellt. Versorgung, Busverbindung und kleinere Geschäfte liegen im Hafenumfeld; das Angebot ist jedoch nicht mit einer abgeschlossenen Ferienmarina gleichzusetzen. Ein Sanitärblock mit garantiert zugänglichen Toiletten und Duschen wird in der aktuellen amtlichen Yachtübersicht nicht als Standardleistung genannt.

Betankung benötigt nach den veröffentlichten Regeln eine telefonische Genehmigung. Ob Kraftstoff über eine feste Tankstelle oder einen zugelassenen Lieferdienst kommt, ist für den zugewiesenen Bereich zu klären. Hausmüll gehört in ausgewiesene Behälter. Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser benötigen eine bestätigte Fachannahme.

Travelift, Kran, Helling, Werft und Landlager sind nicht als reguläre Leistungen des Yachtbeckens veröffentlicht. Technische Hilfe und größere Hebearbeiten müssen extern organisiert werden. Park- und Manöverflächen dienen vorrangig dem Passagierhafen; Ankunft ist laut Hafenfonds nur zwischen Mittag und Sonnenuntergang zulässig.

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Tourlos und Mykonos: vom ländlichen Küstenrand zum großen Verkehrshafen

Der Neue Hafen verlagerte Verkehr aus der Chora

Tourlos liegt etwa zwei Kilometer nördlich der historischen Stadt. Der Ausbau nahm Fähren, Kreuzfahrtschiffe und einen Teil des Yachtverkehrs auf, für die das alte Hafenbecken zu klein geworden war. Damit veränderte sich eine zuvor locker bebaute Küste zu einem der geschäftigsten Verkehrspunkte der Kykladen.

Die getrennten Regeln für Alten und Neuen Hafen spiegeln diese Entwicklung: Tourlos nimmt kleinere Segel- und Motoryachten neben dem Fährbetrieb auf, während bestimmte große Motoryachten im Alten Hafen zugelassen werden. Beide Bereiche sind funktional verschieden und keine gemeinsame Marina.

Die Chora bewahrt eine kleinteilige Hafenstadt

Mykonos-Stadt entwickelte sich mit engen, unregelmäßigen Gassen, weiß gekalkten Häusern und kleinen Kirchen. Der Grundriss bot Schutz vor Wind und erschwerte zugleich Eindringlingen die Orientierung. Am Wasser stehen die als Klein-Venedig bekannten Häuser mit hölzernen Balkonen.

Oberhalb markieren die Windmühlen eine frühere Wirtschaftsform, in der Getreide für Insel und Schiffe gemahlen wurde. Das heute stark inszenierte Bild beruht damit auf Gebäuden, die ursprünglich praktische Funktionen hatten.

Delos prägte die Region weit vor dem modernen Tourismus

Die kleine Nachbarinsel Delos war in der Antike ein Heiligtum des Apollon und Artemis und später ein bedeutender Handelsplatz. Tempel, Wohnhäuser, Mosaiken und Hafenanlagen bilden heute eine großflächige archäologische Stätte und UNESCO-Welterbe.

Mykonos diente lange als Zugang und Versorgungsort für Delos. Die Ruineninsel ist unbewohnt und streng geschützt; Besuchszeiten und Bootsverbindungen werden staatlich geregelt. Ihre Geschichte erklärt dennoch einen wesentlichen Teil der kulturellen Bedeutung des heutigen Hafenraums.

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