Milos – Marina Adamas
Liegeplätze und Grundversorgung im Hafen von Adamas
Adamas liegt im großen, vulkanisch geformten Naturhafen von Milos und ist zugleich Fähr-, Handels-, Fischer- und Sportboothafen. Der Yachtbereich ist ein kommunaler Liegeplatz, keine abgeschlossene Vollservice-Marina. Eine einheitliche Zahl reservierbarer Plätze und allgemeine Grenzwerte werden nicht veröffentlicht; Liegeposition, Länge und Tiefgang müssen mit Hafenfonds oder Hafenbehörde abgestimmt werden.
Für ankommende Boote nennt der Hafenfonds 29 Versorgungssäulen mit vorausbezahltem Wasser und Strom; weitere Säulen dienen Dauerliegern. Kostenloses WLAN und öffentliche Toiletten sind ausgewiesen. Ein Sanitärbereich mit garantierten Duschen für Gastlieger wird nicht genannt. Wäscherei, Geschäfte und Gastronomie befinden sich im Ort.
Kraftstoff kann im Hafenbereich über örtliche Anbieter bezogen werden, doch eine feste Tankstelle unmittelbar an jedem Yachtplatz ist nicht amtlich ausgewiesen. Übergabepunkt und Zeit müssen wegen Fähr- und Arbeitsverkehr vereinbart werden. Hausmüll gehört in die vorgesehenen Behälter; Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser ausschließlich an bestätigte Fachannahmen.
Eine Sliprampe und örtliche technische Hilfe sind vorhanden, belastbare Angaben zu Travelift, Krantraglast, Helling, Werft und gesichertem Landlager fehlen jedoch in der aktuellen Hafenübersicht. Größere Hebe- oder Rumpfarbeiten benötigen daher eine gesonderte technische Vereinbarung. Parkraum und Zufahrt sind bei Fährankünften stark beansprucht.
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Adamas und Milos: Vulkanlandschaft, Obsidian und eine lange Bergbautradition
Adamas entstand als neuer Hafenort im 19. Jahrhundert
Der heutige Ort wurde in den 1830er-Jahren von Flüchtlingen aus Sfakia auf Kreta mitgeprägt, die nach gescheiterten Aufständen ihre Heimat verließen. Die geschützte Bucht bot einen geeigneten Anlande- und Handelsplatz unterhalb der älteren Inselhauptstadt Plaka.
Während des Krimkriegs nutzten französische und britische Schiffe die Bucht; ein französischer Soldatenfriedhof erinnert an diese Episode. Der Hafen wurde später zum Verkehrszentrum der Insel und wuchs enger mit Bergbau und Tourismus zusammen.
Minerale bestimmen die Wirtschaft seit Jahrtausenden
Obsidian aus Milos wurde bereits in der Jungsteinzeit im Ägäisraum verbreitet. Das vulkanische Glas ließ sich zu scharfen Klingen schlagen. In moderner Zeit kamen industriell genutzte Rohstoffe wie Bentonit, Perlit, Kaolin und Baryt hinzu.
Das Bergbaumuseum in Adamas dokumentiert Gesteine, Abbaumethoden und die Arbeit der Menschen. Aktive Tagebaue sind keine bloßen historischen Kulissen, sondern weiterhin Teil der Inselwirtschaft; Halden und Abbauflächen prägen verschiedene Küstenabschnitte.
Katakomben und antikes Theater liegen bei Trypiti
Oberhalb der Küste bei Klima befinden sich frühchristliche Katakomben mit in den Tuff geschnittenen Gängen und Gräbern. In der Nähe liegt ein antikes Theater, dessen erhaltene Marmorteile auf die römische Ausbauphase zurückgehen.
Unweit davon wurde im 19. Jahrhundert die berühmte Aphrodite von Milos gefunden, die heute im Louvre steht. Fundort, Theater und Katakomben gehören zu unterschiedlichen Epochen und sollten nicht als eine einzige Anlage verstanden werden.