St. Malo – Port des Bas-Sablons
Liegeplätze und Infrastruktur im Port des Sablons
Der Port des Sablons liegt im tideabhängigen Vorhafen von Saint-Malo unterhalb der Cité d’Alet. Der aktuelle Betreiber nennt rund 1.200 Plätze, darunter 50 Gastplätze für Boote unter 14 Metern Länge. Ein bei zwei Metern über Kartennull liegender Schwellenbereich begrenzt den Zugang; eine Anzeige an der Einfahrt meldet die tatsächlich verfügbare Wassertiefe.
Wasser und Strom mit 16 Ampere stehen an jedem Steg zur Verfügung. Die genaue Spannung, Steckerbelegung und Verbrauchsregelung sind für den zugeteilten Platz zu bestätigen. Kostenloses WLAN ergänzt den Service. Außerhalb der Bürozeiten dürfen ankommende Gäste zunächst die ausgewiesenen Bereiche der Stege A und B nutzen und müssen sich anschließend anmelden.
Die Sanitär-Infrastruktur verteilt sich auf mehrere moderne Blöcke nahe den Stegen B bis F. Toiletten und Duschen sowie eine Wäscherei sind vorhanden; Zugang und Betriebsstatus einzelner Einheiten können wegen der laufenden Neuordnung der Steganlagen variieren. Schwarzwasser und Bilgenwasser lassen sich an mehreren Punkten beziehungsweise an der Servicestation absaugen. Haushalts- und technische Abfälle werden getrennt gesammelt.
Die Tankstelle am Servicesteg ist rund um die Uhr per Bankkarte nutzbar und besitzt drei Zapfpunkte für bleifreies Benzin SP95 sowie zwei für Diesel. Am Steg sind mindestens zwei Meter Wassertiefe bei Niedrigwasser nicht garantiert. Vor dem Anlegen müssen daher Anzeige, Tide, Bootsmaße und betriebliche Hinweise geprüft werden.
Zur technischen Infrastruktur gehören zwei kostenlose Slipanlagen, eine Arbeitsfläche, ein 12-Tonnen-Travelift und ein Kran bis 2,5 Tonnen. Eine überflutbare Arbeitsfläche ergänzt das Angebot. Jede Kranung benötigt eine technische Freigabe; für größere Einheiten kommen nur gesonderte Betriebe im Industriehafen infrage. Die Hafenanmeldung erfolgt auf UKW-Kanal 9.
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Bas-Sablons: der Hafen unterhalb der ältesten Stadt von Saint-Malo
Alet war schon vor der römischen Eroberung eine befestigte Siedlung
Der Felssporn unmittelbar über der Marina trägt die Cité d’Alet. Archäologische Funde und antike Texte belegen dort eine Siedlung seit dem 1. Jahrhundert vor Christus. In gallorömischer Zeit wurde der Platz befestigt und kontrollierte die Mündung der Rance sowie die Wege durch die Bucht.
Seit 1970 untersuchen Archäologen des regionalen Zentrums von Alet systematisch Land- und Unterwasserbefunde. Freigelegt wurden Teile der römischen Mauer, eine Wasserstelle an der Anse Solidor und mehrere Kirchenbauten. Die heutigen Grünflächen über den Stegen liegen damit auf dem eigentlichen antiken Ursprung der malouinischen Stadt.
Drei Kirchen folgten am selben Ort aufeinander
Im Bereich der ehemaligen Kathedrale fanden sich die Spuren eines großen Baukomplexes aus dem 4. Jahrhundert, einer merowingischen Kirche aus dem 5. bis 7. Jahrhundert und einer vorromanischen Kathedrale des 9. Jahrhunderts. Alet war Bischofssitz, lange bevor sich die ummauerte Stadt auf der nördlich gelegenen Felseninsel entwickelte.
1145 wurde der Bischofssitz auf den Felsen von Saint-Malo verlegt. Um 1255 ließ man die Mauern von Alet und Teile der Kathedrale zerstören, damit der alte Platz nicht erneut als gegnerische Festung dienen konnte. Die freigelegte Apsis bleibt als seltenes Zeugnis der frühchristlichen Architektur der Bretagne sichtbar.
Auf antiken Mauern entstanden Fort und deutsche Bunker
Im 18. Jahrhundert wurde der strategische Vorsprung erneut befestigt. Während der deutschen Besatzung ab 1940 verwandelte ihn die Wehrmacht in den Stützpunkt „Zitadelle“ mit Geschützständen, Leitstelle, Unterkünften und Luftschutzanlagen. Die Stellung kontrollierte Hafen und Reede und war einer der stärksten Punkte der sogenannten Festung Saint-Malo.
Im August 1944 wurde um Alet heftig gekämpft. Die Bunker blieben nach der Kapitulation erhalten und beherbergen seit 1994 das städtische Mémorial 39/45. Der Rundweg verbindet heute gallorömische Mauerreste, mittelalterliche Kirchenfundamente, das Fort des 18. Jahrhunderts und Betonstellungen des 20. Jahrhunderts. Vom Hafen aus erscheint die Cité daher nicht nur als grüner Hügel, sondern als seltene, über zwei Jahrtausende immer wieder genutzte Verteidigungsposition.