Rohan

Liegeplätze und Infrastruktur im Port de Rohan

Der Port de Rohan ist ein Binnenhafen am kanalisierten Oust und Teil des Canal de Nantes à Brest. Die Region Bretagne nennt 40 Liegeplätze, darunter vier Besucherplätze. Bootsmaße, Tiefgang und Durchfahrtshöhen werden durch Kanal, Schleusen und Brücken begrenzt; die aktuelle Freigabe des Revierdienstes ist vor jeder Anreise verbindlich zu prüfen.

Wasser und Strom stehen über badgegesteuerte Säulen an den Stegen bereit. Am Ponton A nennt die aktuelle Hafenordnung 220 Volt mit 16 Ampere. Nutzungsdauer, Stecker und Abrechnung richten sich nach Badge und Liegevertrag. Die Schleusen- und Kanalinformationen der Region sind für den Reisezeitraum gesondert abzurufen.

Eine Station zum Absaugen von Abwasser steht allen Dauer- und Gastliegern zur Verfügung. Eine verlässliche, ausdrücklich dem Hafen zugeordnete Sanitär-Infrastruktur mit Duschen und Toiletten weist die aktuelle Hafenübersicht nicht aus. Solche Anlagen dürfen deshalb nicht vorausgesetzt werden; Zugang und nächstgelegene öffentliche Einrichtungen sind vorab beim Hafenbetrieb zu erfragen.

Eine Tankstelle am Wasser wird für den Port de Rohan nicht ausgewiesen. Kraftstoff muss außerhalb des Hafens beschafft werden, wobei Transport und Betankung nur nach den geltenden Hafen- und Brandschutzregeln erfolgen dürfen. Eine Versorgung am Liegeplatz ist nicht als verfügbar anzunehmen.

Eine genehmigungspflichtige Arbeitsfläche für Wartungsarbeiten ist vorhanden. Nutzung und Termin müssen schriftlich mit der Hafenverwaltung abgestimmt werden. Kran, Lift, Slipanlage oder eine allgemeine Traglast veröffentlicht die Region für den Hafen nicht; ein Auskranen darf daher nicht vorausgesetzt werden. Jede technische Maßnahme benötigt eine individuelle Freigabe.

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Anreise und Einkaufen

Rohan: Stammsitz einer Dynastie und Umschlagplatz am Kanal

Eine Burg auf dem Felsen gab der Familie ihren Namen

Alain de Porhoët errichtete um 1120 auf einem Felssporn über dem Oust eine Festung. Nach dem Ort Roch’an nannte er sich Alain I. de Rohan. Aus dieser Herrschaft ging eine der einflussreichsten Adelsfamilien der Bretagne hervor, deren Besitz sich später weit über den kleinen Ursprungsort hinaus erstreckte.

Von der mittelalterlichen Burg sind heute nur wenige Spuren erhalten. Rohan blieb dennoch der namensgebende Stammsitz, auch nachdem die Familie ihre politischen und repräsentativen Zentren nach Josselin, Pontivy und an andere Orte verlegte. Der Grundriss des Ortes mit Burgbereich, Markt und Flussübergang folgt noch immer dieser Entstehung als Burgsiedlung.

Die Kornhalle erzählt vom regionalen Handel

Zwischen 1682 und 1700 entstand eine große offene Halle für Getreide, Butter, Mehl, Eier und Vieh. Ihre Eichenkonstruktion überspannt acht Joche und bildete lange den Mittelpunkt des örtlichen Warenverkehrs. Nach späteren Veränderungen wurde das Bauwerk mit Hilfe eines Bürgervereins restauriert und 2007 wieder im Ortskern aufgestellt.

Die Halle erfüllt damit erneut eine ähnliche Funktion wie früher: Unter ihrem Dach findet ein regelmäßiger Markt mit regionalen Produkten statt. Sie ist kein dekorativer Nachbau, sondern ein gerettetes Wirtschaftsgebäude, an dem sich die Bedeutung Rohans für das landwirtschaftliche Umland ablesen lässt.

Der Kanal machte aus dem Landort einen Binnenhafen

Der Bau des Canal de Nantes à Brest begann unter Napoleon vor dem Hintergrund der britischen Blockade der französischen Seehäfen. Das Projekt verband vier Flussgebiete, acht Flüsse und drei Scheitelhaltungen. 236 Schleusen überwanden auf rund 360 Kilometern die Höhenunterschiede; 1842 war der Kanal vollständig schiffbar.

Rohan entwickelte sich dadurch zu einem lebhaften Umschlagplatz. Lebensmittel, Kartoffeln, Schiefer, Kalk, Kohle, Eisen und Gusseisen passierten die Kais. Quai Notre-Dame, der Getreidespeicher am Pont d’Oust sowie Lagerhäuser in Saint-Samson erinnern an diesen Verkehr. Die kommerzielle Schifffahrt verschwand im 20. Jahrhundert weitgehend, doch Schleusen, Treidelweg und Hafen blieben bestehen. Der heutige Sportbootbetrieb nutzt daher keine künstliche Freizeitanlage, sondern eine Wasserstraße, die den Ort wirtschaftlich grundlegend verändert hatte.

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