Le Croisic – Porte du Croisic
Liegeplätze und Infrastruktur im Port du Croisic
Der Sportboothafen von Le Croisic liegt im tideabhängigen Bassin Hervé Rielle, der sogenannten Chambre des Vases. Der aktuelle Betreiber nennt 378 Plätze an Stegen, davon 57 für Gäste, sowie 130 Bojenplätze mit vier Besucherbojen. Kommunale Angaben weichen hiervon ab; maßgeblich sind deshalb die aktuelle Platzbestätigung und der vom Hafen veröffentlichte Zugangskalender.
Wasser und Strom mit 220 Volt stehen an fast allen Stegen zur Verfügung; ausgenommen sind laut Betreiber die Saisonstege und der Steg „8 mai“. Leistung und Stecker sind für den konkreten Platz zu bestätigen. Wetter- und Gezeiteninformationen zeigt die Capitainerie an, ein Revierdienst hilft abhängig von den Tidezeiten.
Die Sanitär-Infrastruktur in der Capitainerie umfasst Toiletten, Duschen mit Markenbetrieb und ein Spülbecken. Der Zugang erfolgt mit einem Digitalcode und ist Hafengästen vorbehalten. Angaben zu Wäscherei und Schwarzwasserpumpe veröffentlicht der aktuelle Betreiber nicht; diese Leistungen dürfen daher nicht vorausgesetzt werden. Altöl kann an einer vorgesehenen Sammelstelle abgegeben werden.
Eine Tankstelle am Wasser gibt es im Sportboothafen nicht. Die Kommune verweist auf Diesel und Benzin an einer Straßentankstelle am Ortsausgang. Kanisterbetankung im Hafen darf daraus nicht abgeleitet werden; Kraftstoffversorgung und zulässige Handhabung sind vorab mit der Capitainerie zu klären.
Der Gesamtport besitzt einen Lift bis 180 Tonnen, einen Kran bis acht Tonnen, Slipanlagen, ein Trockenfallgitter und zahlreiche maritime Fachbetriebe. Die Verfügbarkeit für ein konkretes Sportboot, Zufahrt, Tidefenster, Gewicht und Anschlagplan benötigen eine technische Freigabe. Die Zufahrt über das markierte Fahrwasser ist tideabhängig; pauschale Angaben wie „zwei Stunden vor und nach Niedrigwasser“ ersetzen nicht den tagesaktuellen Hafenplan.
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Le Croisic: Salzhandel, Ballastinseln und ein Hafen hinter dem Traict
Salz machte den Hafen vom 14. bis 17. Jahrhundert reich
Le Croisic liegt am seeseitigen Ende der Salzgärten von Guérande. Kleine Lastkähne brachten das Salz durch die Prielen zum Hafen, wo es in größere Handelsschiffe umgeladen wurde. Zwischen dem 15. und der Mitte des 17. Jahrhunderts erreichte dieser Handel seinen Höhepunkt.
Die Schiffe lieferten Waren aus Nordeuropa und nahmen Salz für die Rückfahrt auf. Kabeljaufang und Fischhandel ergänzten das Geschäft. Die Häuser von Reedern und Kaufleuten entlang der Granitkais zeigen, dass die heute kleine Stadt damals zu den bedeutenden befestigten Plätzen der Bretagne gehörte.
Der Ballast der Handelsschiffe formte neue Inseln
Vor dem Beladen mussten Schiffe ihren mitgebrachten Ballast löschen. Aus Steinen und Erdmaterial entstanden ab dem 16. Jahrhundert künstliche Inseln, die sogenannten Jonchères. Mit Mauern eingefasst, schützten sie später die einzelnen Hafenbecken und dienten als Lagerflächen.
Auch Mont-Lénigo und Mont-Esprit bestehen zu großen Teilen aus solchem Ballast. Letzterer wurde 1814 bis 1816 aufgeschüttet, um der nach einem harten Winter notleidenden Bevölkerung Arbeit zu geben. So wurde ein Nebenprodukt des Salzhandels dauerhaft Teil der Stadttopografie.
Zwei große Bauwerke schützen Hafen und Salzgärten
Die Digue de Pen-Bron entstand von 1714 bis 1724 auf Wunsch der Salzbauern. Finanziert wurde sie durch eine Abgabe auf die einzelnen Salzbecken. Auf der gegenüberliegenden Seite verlängerte die 858 Meter lange Jetée du Tréhic zwischen 1824 und 1844 den Schutz der Hafeneinfahrt; ihr Granit stammt aus Batz-sur-Mer.
Als der Salzhandel an Gewicht verlor, wuchs im 19. Jahrhundert die Sardinenfischerei. 1878 entstand auf der Jonchère de la Motte eine gedeckte Fischhalle, die bis zum Neubau der Auktion 1982 das Zentrum des Fischhandels war. Heute dient das gerettete Gebäude kulturellen Veranstaltungen. Der Hafen blieb damit über mehrere wirtschaftliche Umbrüche hinweg am selben Ort aktiv: erst als Ausfuhrplatz für Salz, dann als Fischereihafen und schließlich zugleich als Sportboot- und Muschelzuchtstandort.