La Trinité-sur-Mer – Le Port de la Trinité-sur-Mer

Liegeplätze und Infrastruktur im Port de La Trinité-sur-Mer

Der Hafen von La Trinité-sur-Mer liegt geschützt in der Rivière de Crac’h. Der Betreiber nennt aktuell 1.116 Plätze an Stegen und 128 Bojenplätze. Dazu gehören Liegeplätze für große Hochseeregattaboote; Gäste müssen sich bei der Einfahrt über UKW anmelden. Die Zuweisung, zulässigen Maße und Wassertiefe sind allein aus der Bestätigung verbindlich.

Wasser und Strom stehen an den Stegen zur Verfügung. Eine Betreiberbroschüre nennt 220 Volt und zehn Ampere als Standard; leistungsstärkere Anschlüsse für große Boote sind platzabhängig und müssen ausdrücklich reserviert werden. WLAN, Wetteranzeigen, Leihfahrräder, kostenloser Bootstransfer und eine automatische Wäscherei ergänzen den Service.

Die Sanitär-Infrastruktur verteilt sich auf mehrere Anlagen bei Capitainerie, Darse Bich, Wäscherei und Darse Kerisper. Duschen, Toiletten, Spülbecken und Babybad sind je nach Gebäude vorhanden; der dauerhafte Zugang erfolgt mit Code, Karte oder Badge. Getrennte Abfallsammlung sowie eine kostenlose Schwarzwasserpumpe nach Terminvereinbarung sind ausgewiesen.

Die Tankstelle ist rund um die Uhr per Bankkarte zugänglich und bietet Diesel sowie bleifreies Benzin SP98. Sie liegt nahe der technischen Zone; Wassertiefe, maximal zulässige Bootsmaße und der aktuelle Zugang während Veranstaltungen oder Arbeiten sind vor der Zufahrt zu prüfen.

Für technische Arbeiten stehen Slipanlage, Kran, 50-Tonnen-Lift, hydraulischer Wagen, Masteinrichtung, Winterlager, Port à sec und eine 8.500 Quadratmeter große, entwässerte Arbeitsfläche zur Verfügung. Die ältere Betreiberübersicht nennt zusätzlich einen Mobilkran bis 30 Tonnen; maßgeblich bleibt die aktuelle technische Freigabe für jedes Boot. Die Hafenanmeldung erfolgt auf UKW-Kanal 9.

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La Trinité-sur-Mer: von der Austernwirtschaft zur Hochseeregatta

Die Rivière de Crac’h wurde im 19. Jahrhundert zum Austernrevier

Natürliche Austernbänke wurden an den Küsten des Morbihan schon lange befischt. Ab etwa 1850 entstanden in den geschützten Flüssen systematisch angelegte Zuchtflächen. Auch an der Trinité gründeten Familien, Witwen und pensionierte Seeleute gemeinschaftlich bewirtschaftete Parks.

Die flachen Arbeitsboote, Austernkähne und Uferbetriebe prägen die Rivière de Crac’h bis heute. Der Hafen blieb deshalb neben Fischerei und Sportbootbetrieb ein Arbeitsort der Muschelzucht. Die niedrige Geschwindigkeit im Fahrwasser schützt nicht nur Liegeplätze, sondern auch die empfindlichen Strukturen der Austernparks.

Ein Leuchtturm sicherte ab 1855 das gewundene Fahrwasser

Auf der gegenüberliegenden Seite bei Kernevest wurde 1855 ein Leuchtturm gebaut, um Schiffe durch den Kanal nach La Trinité zu führen. Zunächst zeigte er ein Festfeuer, später ein Drehfeuer. Vier Generationen einer Familie versahen den Dienst; Anna Le Bail war 40 Jahre lang die letzte Wärterin und blieb bis 1965.

Heute übernimmt ein Sektorenfeuer an der Pointe de Kernevest die Führung. Gegenüber dem Hafen ergänzt ein Richtfeuer bei Les Presses die Kennzeichnung. Die Anlagen machen sichtbar, dass selbst die geschützte Flussmündung ein genaues Folgen des markierten Fahrwassers verlangt.

Regattaboote machten den Hafen international bekannt

Mit dem Ausbau der Sportbootanlagen wurde La Trinité-sur-Mer zu einem Zentrum der französischen Hochseeregatta. Große Einrumpfboote und Mehrrümpfer liegen an besonders tragfähigen Stegen; Werften, Segelmacher und Ausrüster arbeiten unmittelbar am Hafen. Die technische Infrastruktur wird zugleich weiterhin von Fischern und Austernzüchtern genutzt.

Der Spi Ouest-France startet seit Jahrzehnten am Osterwochenende in der Bucht von Quiberon. Die Veranstaltung gilt als eine der größten europäischen Frühjahrsregatten für bewohnbare Segelboote und bringt Serienklassen, IRC- und Osiris-Yachten sowie Ein- und Mehrrümpfer zusammen. Mit ArMen Race, Mini en Mai und Tour de Belle-Île kamen weitere feste Termine hinzu. La Trinité ist dadurch kein reiner Ausstellungshafen berühmter Rennboote, sondern ein Ort, an dem traditionelle Küstenwirtschaft, professionelle Vorbereitung und Amateursport parallel stattfinden.

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