La Forêt – Port-La Forêt
Liegeplätze und Infrastruktur in Port-la-Forêt
Port-la-Forêt liegt geschützt im Fluss La Forêt am Nordrand der gleichnamigen Bucht. Der Betreiber nennt 1.130 Plätze an Stegen und nimmt saisonale Reservierungen an. Eine aktuelle externe Hafenübersicht weist etwa 100 Gastplätze aus; verbindlich sind jedoch nur die individuelle Bestätigung und der zugeteilte Platz. Im ausgebaggerten Fahrwasser wird stellenweise lediglich etwa 1,20 Meter Wassertiefe angegeben.
Wasser und Strom stehen an den Stegen zur Verfügung. Eine aktuelle Hafenübersicht nennt 220 Volt und fünf Ampere an den Stegen sowie 380 Volt und 35 Ampere am Kai. Die tatsächliche Leistung und Abrechnung müssen für den konkreten Anschluss bestätigt werden. Kostenloses WLAN, Wäscherei, Wetterinformationen, Transportwagen und Leihfahrräder ergänzen den Service.
Die Sanitär-Infrastruktur umfasst Toiletten, Duschen und Spülbereiche; barrierefreie Einrichtungen sind vorhanden. Getrennte Sammelstellen nehmen Hausmüll, Altöl und technische Abfälle auf. Pumpen für Abwasser und ölhaltige Flüssigkeiten sind ausgewiesen. Zahl, Lage und Zugang der einzelnen Anlagen sind der aktuellen Hafenkarte zu entnehmen.
Die Tankstelle befindet sich am Besuchersteg und ist rund um die Uhr per Bankkarte nutzbar. Angeboten werden Diesel und bleifreies Benzin SP95. Vor dem Anlegen sind Wassertiefe, zulässige Bootsmaße und mögliche Sperrungen durch Arbeits- oder Regattabetrieb zu prüfen.
Port-la-Forêt besitzt mehrere umweltgerecht entwässerte Arbeitsflächen sowie technische Betriebe für Bau, Reparatur, Motoren, Segel und Ausrüstung. Externe aktuelle Hafendaten nennen Lifte bis 25 und 75 Tonnen und eine maximale Breite von 6,90 Metern; jede Kranung benötigt dennoch die technische Freigabe des Betreibers. Mastarbeiten sind bis etwa 30 Meter Masthöhe möglich. Der Hafen arbeitet auf UKW-Kanal 9.
Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!
Anreise und Einkaufen
Flughäfen in der Nähe
Supermärkte in der Nähe
Port-la-Forêt: vom Austernrevier zum Zentrum der Hochseeregatta
1956 gab es in der Bucht vor allem Muschelzucht
Die geschützte Flussmündung war noch kein großer Sportboothafen, als Henri Desjoyeaux den Standort entdeckte. Der frühere Mitgründer und Leiter der Segelschule Les Glénans richtete zunächst einen Betrieb für Bewachung, Wartung und Reparatur von Freizeitbooten ein. Damit entstand ein erster technischer Kern.
In den 1960er Jahren förderte der französische Staat neue Sportboothäfen entlang der bretonischen Küste. Der Architekt und Stadtplaner Jean Le Couteur untersuchte dafür Standorte im südlichen Finistère. La Forêt-Fouesnant wurde Teil dieses umfassenden Küstenentwicklungsplans.
Der ursprünglich geplante Ferienkomplex wurde nie gebaut
1970 begannen die Baggerarbeiten für einen Hafen mit 700 Plätzen. Zum Gesamtprojekt sollten außerdem 900 Wohnungen, Geschäfte, Tennisplätze, Schwimmbad und Parkflächen gehören. Bewohner wehrten sich gegen die Bebauung; die rechtlichen Verfahren stoppten den Wohnungsbau, nicht aber den Hafen.
Port-la-Forêt wurde am 7. Juli 1972 offiziell eröffnet. Zunächst standen 150 Plätze an Schwimmstegen bereit, weitere 350 folgten in den nächsten Wochen. Im August fand mit dem „National Corsaire“ bereits die erste Regatta statt. 1974 hob das Verwaltungsgericht Rennes die planungsrechtliche Grundlage des Ferienkomplexes auf.
Heute trainieren hier Figaro- und IMOCA-Skipper
Der Pôle Finistère Course au Large macht den Hafen zu einem französischen Leistungszentrum für Einhand- und Hochseeregatten. Er begleitet Auswahl, Training und berufliche Entwicklung der Sportler. Angepasste Stege, Werften und spezialisierte Betriebe ermöglichen es, Serienboote ebenso wie 60-Fuß-IMOCA-Yachten vorzubereiten.
Zu den mit Port-la-Forêt verbundenen Seglern gehört Michel Desjoyeaux, der den Vendée Globe 2000/01 und 2008/09 gewann. Jean Le Cam und zahlreiche Teilnehmer der Solitaire du Figaro, Route du Rhum und Transat Jacques Vabre trainierten ebenfalls hier. Ein schwerer Außensteg nimmt heute auch große IMOCA- und ULTIM-Boote auf. So wurde aus dem umstrittenen Hafenprojekt der 1970er Jahre ein Arbeitsstandort, dessen Bedeutung weit über die Zahl seiner Liegeplätze hinausgeht.