Ile-aux-Moines – Port Île-aux-Moines
Liegeplätze und Infrastruktur im Hafen der Île-aux-Moines
Der Hafen der Île-aux-Moines liegt am Lério an der schmalen Ostseite der Insel und teilt sich das Revier mit dem Fährverkehr nach Port-Blanc. Der Betreiber weist Plätze an Stegen und Bojen aus, veröffentlicht auf der aktuellen Übersichtsseite aber keine verlässliche Gesamtkapazität nach Gast- und Dauerplätzen. Die konkrete Zuweisung, zulässigen Maße und die Strömungssituation sind daher mit dem Revierdienst abzustimmen.
Wasser und Strom mit 220 Volt stehen an den ausgerüsteten Stegen zur Verfügung. Leistung, Stecker und Verbrauchsregelung hängen vom Platz ab und sind vor Anschluss zu bestätigen. Kostenloses WLAN, eine ganzjährig eingesetzte Hafenbarkasse, Wäscherei, Geschäfte, kleiner Lebensmittelmarkt, Cafés und Restaurants ergänzen den Inselhafen.
Duschen und Toiletten befinden sich in der Capitainerie; die Sanitär-Infrastruktur wird durch Waschmaschine und Trockner ergänzt. Zugang und Öffnungszeiten richten sich nach der Saison. Getrennte Abfallsammlung sowie eine Schwarzwasserpumpe sind ausgewiesen. Die Nutzung der Pumpe muss vorab mit dem Hafenbetrieb koordiniert werden.
Eine Tankstelle wird vom aktuellen Betreiber für den Inselhafen nicht ausgewiesen. Externe Verzeichnisse widersprechen sich hierzu, weshalb Kraftstoff nicht als verfügbar angenommen werden darf. Diesel oder Benzin sollten vor der Einfahrt in den Golf gebunkert werden; eine aktuell nutzbare Alternative ist bei der Capitainerie zu erfragen.
Die technische Fläche Porh er Bleye kann rund 120 Boote aufnehmen. Zugelassen sind nach Betreiberangaben Boote bis 13 Meter Länge, sieben Meter Breite, zwei Meter Tiefgang und 15 Tonnen Gewicht. Der Liftbetrieb ist tideabhängig, die Slipanlage ungefähr drei Stunden vor und nach Hochwasser erreichbar. Jeder Hub benötigt eine technische Freigabe. Der Hafen arbeitet auf UKW-Kanal 9.
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Île-aux-Moines: Megalithen und der Name einer Klosterinsel
Steinsetzungen belegen eine Besiedlung lange vor der Schriftgeschichte
Auf der langgestreckten Insel blieben mehrere Monumente aus der Jungsteinzeit erhalten. Im Süden liegt der Dolmen von Penhap, im Inneren der Insel das Steingehege von Kergonan. Solche Anlagen gehören zu der außergewöhnlich dichten Megalithlandschaft rund um den Golf von Morbihan.
Die Bauwerke waren keine zufälligen Ansammlungen großer Steine. Ganggräber dienten über längere Zeit als gemeinschaftliche Bestattungsorte, während kreisförmige oder offene Steinsetzungen Räume markierten. Ihre genaue Bedeutung lässt sich heute nicht vollständig rekonstruieren, doch ihre Ausrichtung und Lage zeigen eine bewusst gestaltete Kulturlandschaft.
Im Jahr 854 gelangte die Insel an die Abtei von Redon
Der bretonische Herrscher Erispoë schenkte die Insel den Mönchen der Abtei Saint-Sauveur in Redon. Aus dem mittelalterlichen Namen „Enes Manac’h“, der Insel der Mönche, entwickelte sich die französische Bezeichnung Île-aux-Moines. Der bretonische Name Izenah blieb parallel erhalten.
Die Mönche bewirtschafteten die Insel nicht als abgeschlossene Klostergemeinschaft, sondern als Besitz der weit entfernten Abtei. Mit wachsender Bevölkerung entstand 1453 eine eigene Pfarrei. Während der Französischen Revolution wurde das Eiland 1792 eine selbstständige Gemeinde.
Der Golf machte Inselbewohner zu Lotsen und Seeleuten
Die starken Strömungen, Inseln und engen Durchfahrten des Golfs verlangten genaue Ortskenntnis. Ein königlicher Erlass von 1829 regelte, dass Lotsen der Île-aux-Moines und der benachbarten Île d’Arz abwechselnd auslaufende Schiffe begleiten sollten. Das war eine formelle Anerkennung des über Generationen gesammelten Revierwissens.
Fähranleger, Hafenbarkassen und Sportbootliegeplätze haben die frühere Arbeitswelt verändert, doch die Abhängigkeit vom Wasser bleibt sichtbar. Die Insel besitzt keine Straßenverbindung zum Festland, und der kurze Übergang nach Port-Blanc ist weiterhin der alltägliche Versorgungsweg. Zwischen dem betriebsamen Lério und den Megalithen im Inselinneren liegen daher nicht nur wenige Kilometer, sondern mehrere deutlich lesbare Schichten Inselgeschichte.