Crozon – Marina de Morgat
Liegeplätze und Infrastruktur im Port de Morgat
Der Port de Morgat liegt an der Südseite der Halbinsel Crozon in der Baie de Douarnenez. Die Gemeinde nennt 780 ganzjährig nutzbare Plätze, darunter 50 Gastplätze, sowie 23 zusätzliche Sommerliegeplätze an Bojen. Die tatsächliche Verfügbarkeit, Platzmaße und Zuweisung sind vor dem Einlaufen mit der Capitainerie abzustimmen.
Wasser und Strom mit 220 Volt stehen an allen Stegen zur Verfügung. Eine einheitliche maximale Stromstärke nennt die aktuelle Betreiberseite nicht; Stecker, Leistung und Abrechnung sind deshalb für den konkreten Platz zu bestätigen. Eine Wäscherei befindet sich im Hafen, Geschäfte und Gastronomie liegen im Ort.
Die Sanitär-Infrastruktur umfasst Toiletten und Duschen für Hafengäste. Aktuelle Zahl, Zugangsregel und barrierefreie Ausstattung werden auf der Betreiberübersicht nicht näher ausgewiesen und müssen bei der Anmeldung erfragt werden. Getrennte Abfallsammlung und Maßnahmen für umweltgerechtes Arbeiten gehören zum zertifizierten „Ports Propres“-Betrieb.
Die Tankstelle befindet sich auf einem eigenen Steg. Diesel und bleifreies Benzin SP98 sind rund um die Uhr per Bankkarte erhältlich. Am selben Steg können Grau- und Schwarzwasser abgepumpt werden; kostenlose Marken gibt die Capitainerie aus. Wassertiefe und maximal zulässige Bootsmaße am Versorgungssteg sind vor der Zufahrt zu prüfen.
Für technische Arbeiten stehen Slipanlage, Arbeitsflächen, Winterlager an Land und ein Kran bis 8,5 Tonnen bereit. Gewicht, Breite, Anschlagpunkte und Termin benötigen vor jedem Hub die Freigabe des Hafenbetriebs. Die Gemeinde veröffentlicht auf der Übersichtsseite keinen aktuellen UKW-Arbeitskanal; die Kontaktaufnahme sollte deshalb zunächst per Telefon erfolgen.
Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!
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Morgat: Fischereihafen zwischen Sardinenfabriken und 400 Meeresgrotten
Sardine, Makrele und Thunfisch prägten den alten Hafen
Morgat war zunächst ein kleiner Fischereiplatz am geschützten Ende der Baie de Douarnenez. Sardinen bestimmten die frühen Fangreisen und die Verarbeitung an Land. Als die Bestände und Märkte wechselten, stellten sich die Fischer auf Makrele und später Thunfisch um.
Die Hafenbecken wurden mehrfach erweitert und wandelten sich schließlich zum Sportboothafen. Der heutige Grundriss überlagert deshalb die frühere Arbeitsküste, doch die Lage des alten Ortskerns, die Kaimauern und einzelne maritime Gebäude erinnern weiterhin an die Zeit der Fischerei.
Die Brandung formte mehr als 400 Meeresgrotten
Die Küste der Halbinsel Crozon besitzt nach Angaben des Geoparks Armorique die größte Konzentration von Meeresgrotten in Frankreich. Mehr als 400 Hohlräume entstanden, weil Wellen bestehende Klüfte und Schwächezonen im Gestein erweiterten. Besonders dicht liegen sie in den Klippen südlich des Hafens.
Viele Felswände bestehen aus widerstandsfähigem armorikanischem Sandstein. Eisenhaltige Mineralien, Algenbeläge und unterschiedlich verwitterte Schichten erzeugen die roten, violetten und grünen Farbtöne, für die die Grotten von Morgat bekannt sind. Bögen und Tunnel zeigen verschiedene Stadien derselben fortschreitenden Erosion.
Die Halbinsel bewahrt rund 600 Millionen Jahre Erdgeschichte
Östlich der großen Bucht treten bei Le Porzic Gesteine des Briovériums zutage. Sie enthalten die ältesten bekannten Fossilien der Bretagne: mikroskopische Spuren einzelliger Algen. Nur wenige Kilometer weiter liegen deutlich jüngere Schichten, ehemalige Lavaströme und fossile Strände.
Diese außergewöhnliche Folge machte die Halbinsel zu einem geologischen Naturreservat und zu einem Kerngebiet des UNESCO Global Geopark Armorique. Ein Informationspunkt am Hafen erläutert die sichtbaren Formationen. Morgat verbindet damit zwei Geschichten, die unmittelbar am Wasser lesbar bleiben: den wirtschaftlichen Wandel vom Fischfang zur Freizeitschifffahrt und eine Küste, deren Schichten weit älter sind als jede menschliche Nutzung.