Brest – Marina du Moulin Blanc

Liegeplätze und Infrastruktur in der Marina du Moulin Blanc

Die Marina du Moulin Blanc liegt am östlichen Ende der Reede von Brest und ist die größere der beiden städtischen Sportbootanlagen. Der kommunale Betriebsbericht nennt 1.460 Plätze, davon 120 für Gäste. Die Besucherplätze liegen unter anderem am ersten Steg auf der Backbordseite des Nordbeckens und an den Wellenbrechern. Platzmaß und Zuweisung bestätigt das Hafenbüro.

Wasser und Strom stehen an den Stegen zur Verfügung. Die Vertragsbedingungen sehen Verbrauchsgrenzen und bei längerem Wohnen an Bord einen Zähler vor; Spannung, Stromstärke und Stecker sind für den konkreten Platz zu klären. Kostenloses WLAN, Wetterinformationen, Leihfahrräder, Transportwagen und ein Gefrierschrank ergänzen den Service.

Die Sanitär-Infrastruktur umfasst zwei Sanitärblöcke für Gastlieger und eine Wäscherei. Die technische Zone besitzt eine umweltgerecht entwässerte Arbeitsfläche und eine Abfallsammelstelle. Restaurants, Segelmacher, Werften, Motorenbetriebe und Ausrüster liegen unmittelbar am Hafen.

Eine Tankstelle befindet sich im Hafen und ist in der offiziellen Infrastrukturkarte ausgewiesen. Der Betreiber veröffentlicht auf der Übersichtsseite jedoch keine Kraftstoffsorten, Öffnungszeiten, Wassertiefe oder maximalen Bootsmaße. Diese Angaben und die Zahlungsmöglichkeit sind vor der Zufahrt bei der Capitainerie zu prüfen.

Große Kran- und Arbeitsflächen, Slipanlage, Trockenstellplätze und Winterlager stehen zur Verfügung. Ein externer Marinaführer nennt einen Travellift bis 40 Tonnen, die offiziellen Seiten sichern diese Traglast aber nicht pauschal zu. Gewicht, Breite, Tiefgang und Anschlagpunkte benötigen daher eine technische Freigabe. Schwarzwasserentsorgung ist nach den allgemeinen Hafenbedingungen vorgesehen; die Anmeldung erfolgt auf UKW-Kanal 9.

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Anreise und Einkaufen

Moulin Blanc und Océanopolis: vom Sportboothafen zum Schaufenster der Meeresforschung

Der Sportboothafen entstand 1967 am östlichen Rand Brests

Moulin Blanc entwickelte sich außerhalb des historischen Militärhafens an einer flachen Uferzone der Reede. Mit der Eröffnung des Sportboothafens 1967 erhielt Brest erstmals eine große, eigens für Freizeitschifffahrt ausgelegte Anlage. Sie wuchs später auf mehr als tausend Liegeplätze und wurde von Werften, Schulen und Fachbetrieben umgeben.

Anders als die Marina du Château liegt Moulin Blanc nicht direkt unter der Innenstadt. Der Standort bot dafür Platz für technische Flächen, große Becken und öffentliche Einrichtungen. Strand, Wassersportzentrum und Hafen bilden heute einen zusammenhängenden maritimen Stadtteil.

In den 1980er Jahren entstand die Idee eines öffentlichen Meereszentrums

Frankreich baute damals ein Netz von Zentren für wissenschaftliche, technische und industrielle Kultur auf. Brest erhielt den Zuschlag für ein Haus, das sich vollständig dem Meer widmen sollte. Universitäten und Meeresforscher wollten ihre Arbeit aus den Laboren in eine öffentlich verständliche Form übersetzen.

Am 22. Juni 1987 wurde der Grundstein gelegt, 1988 begannen die Bauarbeiten an der zunächst „Maison de la Mer“ genannten Anlage. Der Standort am Moulin Blanc verband wissenschaftliche Vermittlung unmittelbar mit einem aktiven Sport- und Arbeitshafen.

Océanopolis öffnete am 21. Juni 1990

Schon im ersten Jahr kamen fast 700.000 Besucher. 1992 erhielt das Haus wegen seiner Bildungsarbeit den Status eines vom französischen Bildungswesen kontrollierten Museums. Im Jahr 2000 kamen ein Polar- und ein Tropenpavillon hinzu; der ursprüngliche gemäßigte Bereich wurde 2017 zum Bretagne-Pavillon umgebaut.

Heute umfasst Océanopolis 77 Aquarien und rund 9.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Die Darstellung von Lebensräumen entsteht in enger Zusammenarbeit mit der starken meereswissenschaftlichen Gemeinschaft Brests. Mit Océanolab können Besucher sogar laufende ökologische Forschung beobachten. Moulin Blanc ist dadurch mehr als eine große Marina: Auf engem Raum treffen praktische Bootstechnik, Ausbildung und die öffentliche Auseinandersetzung mit Ozeanen und Biodiversität zusammen.

Restaurants und Hotels in der Nähe