Arzon – Port du Crouesty

Liegeplätze und Infrastruktur im Port du Crouesty

Der Port du Crouesty liegt an der Südseite der Halbinsel Rhuys zwischen der Bucht von Quiberon und dem Eingang zum Golf von Morbihan. Die Betreibergesellschaft veröffentlicht auf ihrer aktuellen Übersichtsseite keine belastbare Gesamttabelle nach Platzlänge und Tiefgang. Verbindlich sind daher die Reservierungsbestätigung, das zugeteilte Becken und die Maße des konkreten Liegeplatzes.

Wasser und Strom stehen an den Stegen zur Verfügung. Spannung, maximale Stromstärke und Verbrauchsabrechnung hängen von Platz und Vertragsform ab und sind vor Anschluss bei der Capitainerie zu klären. Kostenloses WLAN, Wetterdaten, Nachtwache, Geschäfte, Lebensmittelversorgung, Restaurants und mehrere nautische Fachbetriebe ergänzen den Hafen.

Die Sanitär-Infrastruktur umfasst sechs Anlagen, darunter einen Block auf der technischen Plattform Le Rédo. Grau- und Schwarzwasser können über die vorgesehenen Pumpen entsorgt werden; für den Pumpservice ist eine Abstimmung mit der Capitainerie erforderlich. Fünf Sammelstellen für Alltagsabfälle, zwei für technische Abfälle sowie eine Altölannahme sind ausgewiesen.

Die rund um die Uhr per Bankkarte nutzbare Tankstelle verkauft Diesel und bleifreies Benzin 98. Lage, maximal zulässige Bootsmaße, Wassertiefe und eine mögliche zeitweise Sperrung müssen vor dem Anlegen geprüft werden. Die Tankstelle liegt gegenüber dem Arbeits- und Kranbereich.

Rampe, saubere Arbeitsfläche, Trockenlager, Kran- und Liftbetrieb sowie Mastarbeiten stehen im technischen Bereich zur Verfügung. Die aktuellen Tarife nennen die Geräte, veröffentlichen aber keine pauschale maximale Lifttraglast; ein externer Marinaführer nennt 45 Tonnen. Maßgeblich ist ausschließlich die technische Freigabe des Hafenbetriebs für Gewicht, Breite und Anschlagplan. Im Hafen wird UKW-Kanal 9 genutzt.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Arzon – Port du Crouesty
Ansicht von Arzon – Port du Crouesty. Foto: Fab5669 / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 3.0.

Petit Mont: 6.000 Jahre Geschichte neben dem Port du Crouesty

Im Neolithikum lag die Küste deutlich weiter entfernt

Heute blickt der Cairn von Petit Mont unmittelbar über die Bucht von Quiberon. Als die ersten Bauphasen entstanden, lag vor dem Hügel jedoch eine breite Küstenebene. Der Meeresspiegel war niedriger, und der auffällige Geländepunkt dominierte Land statt Hafenwasser.

Zwischen etwa 4580 und 4440 vor Christus entstand zunächst ein flacher Grabhügel. Danach errichteten die Menschen einen ungefähr sechs Meter hohen Bau aus trocken gesetzten Steinen. Die Steinmasse des gesamten Komplexes umfasst noch heute mehr als 10.000 Kubikmeter.

Mehrere Generationen erweiterten das Monument

Zwischen ungefähr 3990 und 3300 vor Christus kam ein weiterer Cairn mit einem Ganggrab und einer Grabkammer hinzu. Archäologen fanden dort polierte Steinbeile, Keramik und eingeritzte Zeichen auf den Steinplatten. Später wurde der Komplex um zwei weitere Dolmen ergänzt.

Petit Mont ist deshalb kein einzelnes, in einem Arbeitsgang errichtetes Grab. Mauern, Kammern und wiederverwendete Steine dokumentieren eine lange Folge von Veränderungen. Der Ort blieb auch nach dem Neolithikum bedeutsam; Funde belegen Nutzungen während der Eisenzeit und in der gallorömischen Epoche.

Ein deutscher Bunker zerstörte 1943 eine Grabkammer

Während des Zweiten Weltkriegs bauten deutsche Truppen einen Beobachtungsbunker in den prähistorischen Steinhügel. Dabei wurde einer der Dolmen vollständig zerstört. Der Betonbau blieb im rekonstruierten Cairn erhalten und stellt die militärische Küstenbeobachtung unmittelbar neben die jungsteinzeitliche Monumentalarchitektur.

Seit Juli 2025 gehört Petit Mont als Bestandteil der Megalithlandschaft von Carnac und den Ufern des Morbihan zum UNESCO-Welterbe. Der moderne Port du Crouesty entstand erst in den 1970er Jahren in seiner heutigen Form. Zwischen Marina und Landspitze liegen damit nur wenige Gehminuten, historisch aber mehrere Jahrtausende menschlicher Nutzung derselben strategischen Küstenlage.

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