Kemer – Kemer Marina

Liegeplätze und Infrastruktur der G-Marina Kemer

Die frühere Kemer Türkiz Marina heißt seit dem Betreiberwechsel 2016 G-Marina Kemer. Die aktuelle Betreiberseite nennt 270 Wasser- und 100 Landplätze, während ihre englische Fassung und ältere Fachangaben 230 beziehungsweise 140 ausweisen. Wegen dieser widersprüchlichen Kapazitäten gilt nur eine aktuelle schriftliche Platzzusage. Das Hafenbüro arbeitet auf UKW-Kanal 73.

Wasser und Strom werden ohne Unterbrechung geliefert; verfügbar sind 220 und 380 Volt mit 16, 32, 63 oder 125 Ampere. Die Sanitär-Infrastruktur umfasst Toiletten, Duschen, Geschirrspülbereich, Selbstbedienungswäscherei und barrierefreie Einrichtungen. Sicherheits- und Marinedienst, Feuerlöscheinrichtungen, Markt, Restaurants und weitere Läden ergänzen den Betrieb.

Eine Tankstelle befindet sich in der Marina. Diesel oder Benzin, Preis, Öffnungszeit und der geeignete Zapfplatz sind vor dem Manöver zu bestätigen. Als Grenzübergangshafen verfügt Kemer über zuständige Behördenstellen; internationale An- und Abmeldungen müssen dennoch vorab koordiniert werden.

Der Betreiber nennt aktuell ein Fahrzeug zum Auswassern bis 55 Tonnen, andere offizielle und englischsprachige Angaben führen 60 Tonnen. Für den Hebevorgang darf daher nur die vom technischen Büro bestätigte Grenze verwendet werden. Werkstätten übernehmen Motor-, Metall-, Elektro-, Holz-, Lack-, Polyester-, Polster- und Segelarbeiten; Landlager und Reparatur sind nach Termin möglich.

Die Marina liegt zwischen dem Zentrum und der Ayışığı-Bucht. Sie wurde 1986 vollständig in Betrieb genommen und eignet sich auch für längere Winteraufenthalte. Rezeption und UKW-Kommunikation sind laut Betreiber zwischen 9 und 17 Uhr besetzt; Sicherheits- und Hafenbetrieb können davon abweichend rund um die Uhr arbeiten.

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Phaselis: drei Häfen zwischen lykischen Bergen und Mittelmeer

Drei natürliche Buchten machten Phaselis zum Handelsplatz

Phaselis liegt rund 16 Kilometer südlich von Kemer auf einer bewaldeten Halbinsel. Antike Überlieferung setzt die Gründung durch Siedler aus Rhodos in das 7. Jahrhundert vor Christus. Entscheidend für den Standort waren drei getrennte Hafenbuchten: Nordhafen, geschützter Kriegshafen und Südhafen.

Diese ungewöhnliche Anordnung erlaubte es, je nach Wind und Aufgabe unterschiedliche Ufer zu nutzen. Phaselis verband damit maritime Routen mit Wegen über das lykische Bergland und entwickelte sich zu einem wichtigen Hafen an der Ostküste Lykiens.

Eine breite Straße verband Nord und Süd

Durch das Stadtzentrum führt eine etwa 20 bis 24 Meter breite gepflasterte Hauptstraße. Agoren, Bäder, Geschäfte und Theater liegen an ihren Seiten; am südlichen Ende erinnert ein Tor an Kaiser Hadrian. Die sichtbaren Bauten stammen überwiegend aus römischer Zeit, auch wenn die Stadt wesentlich älter ist.

Wasser kam zunächst aus Brunnen und Zisternen. Unter römischer Herrschaft leitete ein Aquädukt Quellwasser aus dem Norden heran und verteilte es über Leitungen und Kanäle. Die erhaltenen Bögen gehören zu den auffälligsten Resten zwischen Wald und Hafen.

Piratenherrschaft endete mit einer langen römischen Blüte

Im 1. Jahrhundert vor Christus geriet Phaselis wie das benachbarte Olympos unter den Einfluss kilikischer Piraten. Römische Feldzüge beendeten diese Phase; 43 vor Christus begann eine über Jahrhunderte reichende Periode wirtschaftlicher Erholung und Bautätigkeit.

Später verloren die Häfen durch Angriffe und veränderte Handelswege an Bedeutung. Heute liegen Ruinen, Pinienwald und Badebuchten unmittelbar nebeneinander. Die moderne G-Marina befindet sich nicht in einem dieser antiken Becken, doch Phaselis erklärt, weshalb die schmale Küste von Kemer lange vor dem heutigen Tourismus eine ausgeprägte maritime Funktion besaß.

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