Finike – Setur Marina
Liegeplätze und Infrastruktur der Setur Finike Marina
Die Setur Finike Marina liegt unmittelbar am Ortszentrum und wird seit 1997 betrieben. Aktuell nennt Setur 284 Wasserliegeplätze, 100 Landplätze, maximal 35 Meter Schiffslänge und 4,5 Meter Wassertiefe. Die Zufahrt ist mit roten und grünen Feuern markiert; das Hafenbüro ist auf UKW-Kanal 73 unter „Setur Marina“ erreichbar.
Wasser und Strom stehen ohne Unterbrechung an den Liegeplätzen zur Verfügung. Zur Sanitär-Infrastruktur gehören moderne Toiletten und Duschen, außerdem sind barrierefreie Einrichtungen und Wäscherei dokumentiert. WLAN, Parkplatz, 24-Stunden-Mooringhilfe und Sicherheitsdienst, Feuerlöschsystem sowie Annahmestellen für Schwarz-, Grau- und Bilgenwasser, Altöl, Batterien und Wertstoffe ergänzen den Betrieb.
Eine Tankstelle befindet sich in der Marina. Diesel oder Benzin, Öffnungszeit, aktueller Preis und die verfügbare Wassertiefe am Zapfplatz sollten vor der Anfahrt bestätigt werden. Finike ist Grenzübergangshafen; Zoll- und Einreiseformalitäten sind mit Agentur beziehungsweise Hafenbüro abzustimmen.
Ein 80-Tonnen-Travellift ist in amtlichen Marinaangaben dokumentiert. Der aktuelle Betreiber nennt professionelle Ein- und Auswasserung, Unterbodenwäsche und Wartungsleistungen durch Fachbetriebe, veröffentlicht auf der Übersichtsseite jedoch keine vollständigen Maßgrenzen. Gewicht, Breite, Anschlagpunkte und Landlagertermin müssen deshalb technisch bestätigt werden.
Die Marina liegt nur rund 500 Meter vom Zentrum entfernt. Markt, Restaurants, technische Firmen und weitere Versorgung befinden sich im Hafen oder in kurzer Laufentfernung. Der geschützte Langzeitbetrieb und das milde Winterklima machen Finike auch zu einem etablierten Winterliegeplatz.
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Phoinikos und Limyra: ein lykischer Hafen für das fruchtbare Hinterland
Phoinikos entstand an der Mündung des Arykandos
Das antike Phoinikos lag im Bereich des heutigen İskele-Viertels an der Mündung des Arykandos, heute Aykırıçay. Die lokale Überlieferung setzt seine Gründung in das 5. Jahrhundert vor Christus und verbindet den Namen mit phönizischen Händlern. Archäologisch sicher ist vor allem seine Funktion als Küstenhafen der lykischen Ebene.
Der langsam fließende Unterlauf bot einen natürlichen Ladeplatz. Über ihn gelangten landwirtschaftliche Erzeugnisse aus dem Hinterland an die Küste und importierte Waren landeinwärts. Der heutige Ortsname Finike bewahrt die antike Bezeichnung in veränderter Form.
Limyra war politisches Zentrum, Finike sein Zugang zum Meer
Wenige Kilometer landeinwärts lag Limyra, zeitweise Residenz des lykischen Herrschers Perikle und eines der bedeutenden Zentren der Region. Die Stadt besaß Monumentalgräber, Theater, Akropolis und ausgedehnte Siedlungsbereiche, lag aber nicht unmittelbar an einer für größere Schiffe geeigneten offenen Küste.
Phoinikos übernahm deshalb die Hafenfunktion. Diese Arbeitsteilung zwischen politischem Zentrum und Küstenumschlag verband die fruchtbare Schwemmebene mit den Handelswegen des östlichen Mittelmeers.
Wasser und Landwirtschaft prägen Finike bis heute
Flüsse aus dem lykischen Bergland lagerten Sedimente ab und schufen die breite, bewässerbare Ebene. In der Antike wurden unterschiedliche Agrarprodukte ausgeführt; heute ist Finike besonders für Zitrusfrüchte bekannt. Die Finike-Orange besitzt eine geschützte geografische Herkunftsbezeichnung und ist zum Symbol des Bezirks geworden.
Damit besteht hinter stark veränderten Produkten eine bemerkenswerte Kontinuität: Der Hafenort lebt seit mehr als zwei Jahrtausenden von der Verbindung zwischen landwirtschaftlichem Hinterland und Meer. Die moderne Marina liegt zwar nicht exakt im antiken Flussbett, setzt aber Finikes Rolle als geschützter Küstenstützpunkt fort.