Alanya – Alanya Marina

Liegeplätze, Werft und Infrastruktur der Alanya Marina

Die Alanya Marina liegt westlich des Stadtzentrums im Ortsteil Akhan und wurde 2011 offiziell eröffnet. Die Betreiberseiten nennen je nach Unterseite 275, 287 oder 300 Wasserplätze; für die Planung ist daher ausschließlich die bestätigte Reservierung maßgeblich. Als maximale Schiffslänge werden 30 Meter angegeben.

Wasser und Strom stehen an allen Stegen und Kais zur Verfügung; die elektrische Versorgung liefert 220 oder 380 Volt. Das Wasser ist ausdrücklich nicht als Trinkwasser ausgewiesen. Die Sanitär-Infrastruktur umfasst jeweils 40 Duschen und Toiletten mit ständigem Warmwasser. WLAN, Wäscherei, Schließfächer, Sicherheitsdienst, 140 Parkplätze, Markt, Restaurant und Freizeitanlagen ergänzen das Angebot.

Die Tankstelle liegt in der Marina und veröffentlicht saisonale Öffnungszeiten: im Sommer 8 bis 20 Uhr, im Winter 9 bis 17 Uhr. Diese Zeiten können sich ändern; Kraftstoffart, aktueller Preis und die Eignung des Zapfplatzes sind vor der Anfahrt zu bestätigen.

Das 20.000 Quadratmeter große Werftgelände nimmt ungefähr 160 bis 200 Boote auf. Ein 100-Tonnen-Travellift arbeitet in einem 23 Meter langen und 7,80 Meter breiten Becken, ein Bootsmover trägt 25 Tonnen. Werkstätten decken Motoren, Elektrik und Elektronik, Lack, Polyester, Holz und Drehteile ab. Tatsächliche Hebbarkeit hängt neben Gewicht auch von Rumpfform und Abmessungen ab.

Die Marina bietet rund um die Uhr Mooring- und Lotsenbootshilfe und ist auf UKW 16/73 erreichbar. Sie liegt deutlich außerhalb des historischen Hafens unterhalb der Burg; Angaben zu Kızıl Kule oder der seldschukischen Werft beschreiben Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum, nicht die Zufahrt zur modernen Marina.

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Anreise und Einkaufen

Alanyas seldschukische Hafenstadt: Roter Turm, Burg und Werft

Alaeddin Keykubad machte Alaiye zum Mittelmeerstützpunkt

Der seldschukische Sultan Alaeddin Keykubad I. eroberte die befestigte Stadt 1221 und benannte sie nach sich in Alaiye um. Die steile Halbinsel bot einen geschützten Hafen und eine beherrschende Position über der Küste. Keykubad nutzte den Ort als Winterresidenz und ließ die bestehenden Befestigungen zu einem politischen und militärischen Zentrum ausbauen.

Die kilometerlangen Mauern umfassen ältere hellenistische, römische und byzantinische Spuren, erhielten ihre heutige Gestalt aber vor allem in seldschukischer Zeit. Zisternen im Burgbereich zeigen, wie die hoch gelegene Anlage unabhängig mit Wasser versorgt wurde.

Der Rote Turm schützte Hafen und Arsenal

1226 entstand am Fuß der Halbinsel der achteckige Kızıl Kule. Der aus Aleppo stammende Baumeister Ebu Ali Reha el-Kettani verwendete Stein und charakteristischen roten Backstein. Der Turm kontrollierte den Hafeneingang und deckte den Zugang zur benachbarten Werft.

Seine militärische Aufgabe ist im Stadtbild noch klar lesbar: Vom Wasser führt die Befestigung hinauf zur Burg, während der Turm die niedrige, verwundbare Hafenzone abschirmt. Heute beherbergt sein Erdgeschoss eine ethnografische Ausstellung.

Fünf Hallen bewahren 800 Jahre Schiffbaugeschichte

Die 1228 vollendete Tersane besitzt fünf gewölbte Hallen. Ihre Seefassade ist 56,5 Meter lang; die einzelnen überdachten Bauplätze reichen bis zu 43 Meter in den Fels. Öffnungen sorgten für Licht und Luft, und unmittelbar daneben sicherte ein Arsenal den Komplex.

Mit Werften in Sinop am Schwarzen Meer und Alanya am Mittelmeer verband Keykubad seinen Anspruch als „Sultan der zwei Meere“. Die Alanya-Werft blieb bis ins 20. Jahrhundert in Gebrauch und ist heute ein Schifffahrtsmuseum. Modelle, Werkzeuge, Anker und ein unvollendetes osmanisches Çekevele-Boot machen sichtbar, dass der historische Hafen nicht bloß Handelsplatz, sondern ein Ort tatsächlichen Schiffbaus war.

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