Turgutreis – D-Marin
Liegeplätze und Infrastruktur der D-Marin Turgutreis
Die D-Marin Turgutreis liegt an der Westküste der Bodrum-Halbinsel. Sie besitzt 532 Wasserliegeplätze und kann nach der aktuellen Übersicht Yachten unterschiedlicher Größen aufnehmen; sieben Positionen wurden für Schiffe bis etwa 70 Meter ausgebaut. Für jede Reservierung prüft die Marina Länge, Breite, Tiefgang und benötigte Versorgung individuell.
Wasser und Strom stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Angeboten werden 220 oder 380 Volt bei 50 Hertz und Anschlüsse von 16 bis mindestens 125 Ampere; für einzelne Bereiche nennt die technische Übersicht auch 400 Ampere. Die Sanitär-Infrastruktur umfasst Toiletten, Duschen, Wäscherei und einen separaten Spülbereich. WLAN, Abfallentsorgung, Sicherheitsdienst und Parkplätze gehören ebenfalls zum Betrieb.
Die Tankstelle liegt innerhalb der Marina und versorgt Yachten mit Kraftstoff. Sorte, Preis, Öffnungszeit und die für große Schiffe geeignete Anlegeseite sind vorab abzustimmen. Einrichtungen zur Aufnahme von Abwasser, Bilgenwasser und Altöl ergänzen den Umweltservice.
Das 10.000 Quadratmeter große Werftgelände bietet 150 Landplätze, einen 100-Tonnen-Travellift, einen 40-Tonnen-Trailer und eine Slipanlage. Hallen stehen für Winterarbeiten zur Verfügung. Fachbetriebe übernehmen Motor-, Elektro-, Holz-, Metall-, Lack- und Faserverbundarbeiten; alle Hebevorgänge erfordern dennoch eine technische Freigabe anhand der genauen Bootsmaße.
Marina Village, Supermarkt, Chandlery, Gastronomie, Yachtclub, Freiluftkino, Parkhäuser und Heliport liegen auf dem Gelände. Beim Einlaufen wird die Marina auf UKW-Kanal 72 gerufen. Die Anlage ist zugleich offizieller Bereich mit Zoll- und Fährfunktionen; Dokumente, Transitlog und Versicherung müssen entsprechend bereitliegen.
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Turgutreis: Termera, Strobilos und ein osmanischer Admiralsname
Termera gehörte zur lelegisch-karischen Siedlungslandschaft
Im Hinterland von Turgutreis lag die antike Stadt Termera. Frühe Forscher lokalisierten Nekropole, Stadttor und Mauerzüge auf den Hängen bei Asarlık nordwestlich des heutigen Ortes. Spätere Rettungsgrabungen untersuchten sowohl Gräber als auch den befestigten Siedlungsbereich.
Termera war keine isolierte Küstenstation. Sie gehörte zu den lelegischen Orten der Halbinsel und wurde später in die politische Landschaft von Halikarnassos einbezogen. Keramik, Grabformen und Befestigungen dokumentieren eine lange Nutzung, auch wenn große Teile heute unter moderner Bebauung oder in schwer zugänglichem Gelände liegen.
Aspat bewachte die Passage an der Südküste
Wenige Kilometer südlich erhebt sich der markante Aspat-Hügel. Dort lag Strobilos, eine befestigte Siedlung, die besonders in byzantinischer Zeit Bedeutung hatte. Forschende diskutieren zugleich, ob Teile des älteren Termera in diesem Bereich zu suchen sind.
Die Burg kontrollierte Buchten und Seeverbindungen an der schmalen Passage zwischen Bodrum-Halbinsel und Kos. Reste verschiedener Epochen zeigen, dass der strategische Platz von der Antike über römische und byzantinische Zeit bis in die osmanische Periode immer wieder genutzt wurde.
Der moderne Ortsname erinnert an Turgut Reis
Die Siedlung hieß lange Karatoprak. Ihren heutigen Namen erhielt sie zu Ehren des osmanischen Admirals Turgut Reis, der um 1485 in dieser Gegend geboren wurde. Er stieg im 16. Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Flottenführer des Osmanischen Reiches auf und wirkte im gesamten Mittelmeer.
Die Namensgebung verbindet den modernen Ferien- und Hafenort bewusst mit regionaler Seefahrtsgeschichte. Gleichzeitig reicht das kulturelle Gedächtnis weiter zurück: Termera, Aspat und traditionelle Bodrumer Lieder belegen, dass die westliche Halbinsel über Jahrtausende einen eigenen Siedlungs- und Kulturraum bildete. Die große Marina ist dessen jüngste maritime Schicht.