Mataro – Port Mataro
Liegeplätze und Technik im Port de Mataró
Der Port de Mataró ist ein großer kommunaler beziehungsweise konsortialer Sporthafen an der Maresme-Küste. Der Betreiber nennt 1.080 Liegeplätze für Boote von sieben bis 30 Metern. Die breite Einfahrt und großzügigen Stege erleichtern die Orientierung, ersetzen aber keine Platzzusage. Abmessungen, Tiefgang und Gastplatz werden mit der Hafenverwaltung bestätigt.
Wasser und Strom stehen über einzeln fernüberwachte Anschlüsse an jedem Liegeplatz bereit. Leistung und Verbrauch richten sich nach Platz und Tarif. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten und Duschen; WLAN, Wetterinformationen und weitere Nutzerdienste gehören zum Angebot. 650 Parkplätze, barrierefreie Stellplätze und Ladepunkte sind vorhanden, unterliegen jedoch Gebühren und Verfügbarkeit.
Eine Tankstelle befindet sich im Hafen. Kraftstoffsorten, Öffnungszeiten und Zahlungsmöglichkeiten sind aktuell zu erfragen. Der Betreiber weist eine geregelte Abfallwirtschaft aus, nennt auf der kurzen Serviceseite aber keine Details zur festen Pumpe für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser. Diese Entsorgung und Altölannahme müssen daher bestätigt werden.
Werft, Travelift, Mastkran, Rampe und nautische Werkstatt gehören zur technischen Ausstattung. Die aktuelle öffentliche Übersicht nennt keine eindeutige Traglast des Travelifts. Heben, Reparatur und Landlager benötigen deshalb Termin sowie bestätigte Maße und Gewicht. Sicherheitsdienst und technische Überwachung arbeiten rund um die Uhr; sie ersetzen keine individuelle Versicherung des Boots.
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Mataró: das römische Iluro, Amerikafahrer und Spaniens erste Eisenbahn
Iluro entstand um 80 vor Christus auf einem Küstenhügel
Die Römer gründeten Iluro auf einer kleinen Erhebung der Küstenebene. Straßen, Häuser, Kanalisation und öffentliche Bauten liegen unter der heutigen Altstadt. Die gut erhaltene Villa Torre Llauder am Stadtrand besitzt Mosaike und Räume eines wohlhabenden landwirtschaftlichen Betriebs.
Wein aus dem Maresme wurde in Amphoren exportiert. Damit war die Küste Teil eines dichten Produktions- und Handelsnetzes, obwohl sich die antike Hafenanlage archäologisch nicht als großes festes Becken erhalten hat.
Schiffe landeten Waren am Strand, obwohl Mataró keinen Hafen besaß
In der Neuzeit wurden Güter direkt vor der Küste umgeschlagen. Händler nutzten Mataró auch, um Abgaben des Hafens Barcelona zu vermeiden. Zahlreiche Bewohner fuhren nach Kuba und in andere Teile Amerikas; erfolgreiche Rückkehrer investierten in Häuser und Betriebe.
Die maritime Orientierung blieb daher stark, obwohl Pläne für einen Schutzhafen über Jahrhunderte nicht verwirklicht wurden. Erst der moderne Port de Mataró schuf ein dauerhaftes Becken.
Die Bahn Barcelona–Mataró leitete 1848 das Industriezeitalter ein
Der aus Mataró stammende Unternehmer Miquel Biada förderte die erste öffentliche Eisenbahnlinie auf der Iberischen Halbinsel. Sie wurde am 28. Oktober 1848 eröffnet und verband die Stadt mit Barcelona. Die Strecke verlief entlang des Strands, wo sie Verkehr beschleunigte und zugleich den Zugang zum Meer zerschnitt.
Textil-, Strumpf- und Maschinenindustrie nutzten die neue Verbindung. Fabrikschornsteine und modernistische Bauten prägten Mataró. Der heutige Hafen liegt seeseitig der Bahn und gehört zu einer jüngeren Umgestaltung derselben industriell und verkehrlich stark beanspruchten Küstenzone.