Cambrils – Club Nautique Cambrils

Liegeplätze und Werftservice im Club Nàutic Cambrils

Der Club Nàutic Cambrils liegt innerhalb des aktiven Fischerei- und Stadthafens. Er nennt 441 Liegeplätze für Boote ab sechs Metern; die aktuelle katalanische Seite weist große Plätze bis 45 Meter aus, während andere Clubtexte niedrigere Grenzen nennen. Für große Einheiten gelten daher ausschließlich eine schriftliche Platzzusage und bestätigter Tiefgang. Hafenpersonal hört rund um die Uhr auf UKW-Kanal 9.

Wasser und Strom stehen an den Liegeplätzen bereit; Anschlussleistung und Adapter richten sich nach dem Platz. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten und Duschen. WLAN, Wäscherei, Restaurant und Parkplätze gehören ebenfalls zum Angebot. Zugang zu Clubhaus und weiteren Einrichtungen richtet sich nach Nutzerstatus und wird bei der Anmeldung erklärt.

Die Tankstelle ist rund um die Uhr verfügbar. Kraftstoffsorten, Kartenzahlung und mögliche Bedienzeiten sind aktuell zu prüfen. Eine feste Pumpe für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser wird in der öffentlichen Clubübersicht nicht eindeutig beschrieben. Entsorgung, Altöl und technische Abfälle sind deshalb mit Hafenpersonal beziehungsweise Werft zu koordinieren.

Die Werft verfügt über einen Travelift bis 150 Tonnen und kann umfangreiche Wartungsarbeiten innerhalb des Hafens ermöglichen. Maximale Breite, Tiefgang im Hebebecken und zulässige Länge müssen für jedes Boot bestätigt werden. Heben und Landlager sind terminpflichtig. Der Club betreibt 24-Stunden-Marinería; Parkplätze bleiben abhängig von Zugang und saisonaler Belegung.

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Anreise und Einkaufen

Cambrils: römische Villa, Fischereihafen und Erinnerung an den Sturm von 1911

La Llosa war eine römische Villa nahe der damaligen Küste

Die Villa romana de la Llosa wurde vom 1. Jahrhundert vor bis in die Spätantike genutzt. Wohnräume, Wirtschaftsbereiche, Keramik und Bestattungen zeigen einen landwirtschaftlichen Betrieb mit langer Entwicklung. Die Lage verband fruchtbares Hinterland mit der römischen Straße und Küstentransport.

Ein bronzener Lampenhalter in Form eines jungen Bacchus gehört zu den markanten Funden. Er verweist auf gehobene Ausstattung und auf den Weinbau, der in der Region wirtschaftlich wichtig war.

Der Küstenort und das ältere Vila de Cambrils wuchsen getrennt

Das mittelalterliche Zentrum lag etwas landeinwärts hinter Mauern und Toren. Fischer lebten am Strand in einem eigenen Viertel, wo Boote mangels Hafen direkt auf den Sand gezogen wurden. Die Torre del Port aus dem 17. Jahrhundert diente als Küstenwache und wurde zum Mittelpunkt der Marina-Siedlung.

Diese Trennung ist im Stadtbild noch erkennbar: Altstadt, Eixample und Hafenfront folgen verschiedenen Straßenmustern und Bauphasen. Erst das starke Wachstum des 20. Jahrhunderts verband sie räumlich.

Der Sturm von 1911 beschleunigte den Bau eines Schutzhafens

In der Nacht vom 31. Januar auf den 1. Februar 1911 traf ein schwerer Sturm die katalanische Küste. Fischerboote aus Cambrils und anderen Orten gingen verloren, zahlreiche Menschen starben. Das Unglück blieb als „Any de les Desgràcies“ im lokalen Gedächtnis.

Die Forderung nach sicheren Hafenanlagen erhielt dadurch neue Dringlichkeit. Molen und Becken entstanden schrittweise, und 1964 wurde der Club Nàutic gegründet. Fischauktion, Arbeitsboote und Marina teilen den heutigen Hafen; seine Schutzbauten sind Ergebnis einer Geschichte, in der offene Strandfischerei lebensgefährlich sein konnte.

Restaurants und Hotels in der Nähe