Calafell – Marina Segur de Calafell

Liegeplätze und Werftservice im Port Segur-Calafell

Port Segur-Calafell liegt an der offenen Costa Daurada zwischen Barcelona und Tarragona. Der Betreiber nennt 525 Liegeplätze für Boote bis 24 Meter. Die Einfahrt ist mit sechs Metern, das Becken mit ungefähr drei Metern Tiefe angegeben; der konkrete Liegeplatz kann abweichen. Gastboote melden sich auf UKW-Kanal 9 und bestätigen Abmessungen sowie Tiefgang.

Wasser und Strom stehen an den Liegeplätzen bereit. Anschlussleistung, Absicherung und Verbrauchsabrechnung hängen vom Platz ab. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten; Duschen und deren Zugangsregelung sind bei der Anmeldung zu bestätigen. WLAN, Wäscherei, 24-Stunden-Hafenpersonal und exklusive Nutzerparkplätze gehören zum veröffentlichten Angebot.

Eine Tankstelle befindet sich im Hafen. Aktuelle Kraftstoffsorten, Öffnungszeiten und Zahlungsmöglichkeiten sind vorab zu prüfen. Ein Punto Limpio dient der Abfallsammlung; eine feste Pumpe für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser wird auf der öffentlichen Serviceseite nicht eindeutig genannt. Diese Entsorgung sowie Altölannahme müssen deshalb ausdrücklich abgestimmt werden.

Die Werftfläche umfasst 3.500 Quadratmeter, ergänzt um rund 700 Quadratmeter Werkstätten. Ein Travelift hebt bis 50 Tonnen, ein fester Kran bis fünf Tonnen. Jeder Hub benötigt Termin und bestätigte Maße, Gewicht sowie Anschlagpunkte. Reparaturen und Landlager erfolgen nach den Regeln der technischen Zone. Besucherparkplätze und die große öffentliche Hafenplaza sind vom Nutzerparkplatz getrennt.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Marina Segur de Calafell
Ansicht von Marina Segur de Calafell. Foto: Jorge Franganillo / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY 3.0.

Calafell: iberische Zitadelle, mittelalterliche Burg und ein junges Seebad

Die Ciutadella Ibèrica war ein befestigter Küstenort der Kessetaner

Auf einem niedrigen Hügel nahe dem Strand entstand im 6. Jahrhundert vor Christus eine iberische Siedlung. Mauern, Türme, Häuser und Speicher wurden mehrfach umgebaut. Die Lage erlaubte Kontrolle über Küstenweg, Felder und den Austausch mit mediterranen Händlern.

Der archäologische Park gehört zu den wenigen Orten, an denen Teile einer iberischen Siedlung experimentell rekonstruiert wurden. Gebäude in Originalmaßstab machen Raumaufteilung und Bautechnik verständlich, während die darunter erhaltenen Befunde klar als archäologische Substanz getrennt bleiben.

Das mittelalterliche Calafell lag geschützt um die Burg

Die Burg Santa Creu erhebt sich weiter landeinwärts. Sie entstand im Grenzraum der christlichen Grafschaften und wurde Zentrum einer befestigten Siedlung. Kirche, Gräber und Zisterne zeigen, dass der Burgberg nicht nur militärisch, sondern auch religiös und alltäglich genutzt wurde.

Die Bevölkerung lebte lange zwischen Hang, Feldern und saisonal genutzter Küste. Piratengefahr und Krankheiten machten den unmittelbaren Strand weniger attraktiv als den geschützten Ortskern.

Fischerviertel und Segur entstanden in unterschiedlichen Wachstumsphasen

La Platja de Calafell entwickelte sich im 19. Jahrhundert aus Fischerhäusern und Bootsschuppen. Die Casa Barral erinnert an den Verleger und Dichter Carlos Barral, dessen Arbeit den Ort im 20. Jahrhundert mit der spanischsprachigen Literaturszene verband.

Segur de Calafell wurde dagegen ab der Mitte des 20. Jahrhunderts großflächig als Wohn- und Feriengebiet geplant. Der Hafen kam später als Freizeit- und Versorgungszentrum hinzu. Die Gemeinde vereint damit eine vorgeschichtliche Festung, einen mittelalterlichen Burgort, ein Fischerviertel und eine moderne Küstensiedlung.

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