Valencia – Marina Real Club Nautico
Liegeplätze und Werftservice im Real Club Náutico de Valencia
Der Real Club Náutico de Valencia liegt südlich des Handelshafens an der neuen Mündung des Turia. Der Club nennt 1.206 Liegeplätze nach seiner Erweiterung von 1992; im zweiten Becken liegen rund 700 Boote. Gastplätze und maximale Abmessungen sind mit der Capitainerie zu bestätigen. Das Gelände ist weitläufig und vom nördlichen Stadtmarina-Bereich klar getrennt.
Wasser und Strom stehen an den Stegen bereit; Anschlussleistung, Verbrauchsabrechnung und Adapter sind platzabhängig. Der Sanitär-Bereich umfasst Umkleiden, Duschen und Toiletten in den Clubgebäuden. Restaurant, Schwimmbäder und Sportflächen besitzen eigene Zugangsregeln und sind nicht automatisch Teil jeder Gastliegegebühr. Bewachung und UKW-Kanäle 9 und 16 sind rund um die Uhr besetzt.
Eine Tankstelle gehört zum nautischen Bereich. Aktuelle Kraftstoffsorten, Bedienzeiten und Zahlungsmöglichkeiten sind vorab zu prüfen. Eine feste, jederzeit nutzbare Pumpe für Schwarz- oder Grauwasser wird in der aktuellen öffentlichen Anlagenbeschreibung nicht eindeutig genannt. Entsorgung, Altölannahme und technische Abfälle müssen deshalb mit der Hafenorganisation abgestimmt werden.
Die 30.000 Quadratmeter große Werftzone besitzt Travelifts bis 50 und 200 Tonnen sowie Kräne mit zwei, fünf und zehn Tonnen. Der Zehn-Tonnen-Kran ist auch für Masten bis 30 Meter vorgesehen. Fachbetriebe für Holz, Farbe, Mechanik, Elektrik und Elektronik arbeiten vor Ort. Jeder Hub erfordert Termin, bestätigte Maße und Gewicht. Rund 1.000 Parkplätze unterliegen Clubzugang und Verfügbarkeit.
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Valencia: Seidenbörse, umgeleiteter Fluss und Hafenstadt am Rand der Albufera
Die Lonja de la Seda erzählt vom mediterranen Handel des 15. Jahrhunderts
Valencia erlebte im späten Mittelalter eine wirtschaftliche Blüte. In der gotischen Lonja de la Seda schlossen Kaufleute Verträge über Seide und andere Waren. Die spiralförmigen Säulen des großen Saals tragen ein Gewölbe, das den Reichtum und das Selbstbewusstsein der Handelsstadt inszenierte.
Der Hafen lag damals weiter von den Mauern entfernt und war durch eine flache Küste nur begrenzt geschützt. Straßen, Grao-Siedlung und spätere Molen verbanden die Stadt zunehmend mit dem Seehandel. Seide, Keramik, Agrarprodukte und Kolonialwaren wechselten über diesen Korridor.
Die Flut von 1957 führte zur Verlegung des Turia
Am 14. Oktober 1957 überschwemmte der Turia große Teile Valencias und forderte zahlreiche Menschenleben. Der Plan Sur leitete den Fluss südlich der Stadt in ein neues Bett. Der alte Lauf wurde später zum Jardín del Turia, einem langen Park durch das Stadtgebiet.
Der Real Club Náutico zog nach fast 80 Jahren am alten Hafen an die neue Flussmündung. Seine heutige Lage ist damit direktes Ergebnis einer der größten städtebaulichen Reaktionen auf eine Naturkatastrophe in Spanien.
Die Albufera verbindet Reisbau, Fischerei und eine veränderte Lagune
Südlich des Clubs liegt die Albufera, eine flache Süßwasserlagune, die durch Dünen vom Meer getrennt ist. Bewässerungskanäle und Reisfelder formten ihre Umgebung. Traditionelle flachbodige Boote und Fischereirechte gehören zu einer Nutzungsgeschichte, die weit vor den modernen Hafenanlagen begann.
Wasserqualität und Pegel werden heute technisch reguliert. Urbanisierung, Landwirtschaft und Hafenentwicklung beeinflussen das Feuchtgebiet. Die unmittelbare Nachbarschaft von Großhafen, Yachtclub, neuer Turia-Mündung und Naturpark zeigt, wie viele unterschiedliche Wasserlandschaften an Valencias Südrand zusammentreffen.