Sant Carles de la Rapita, Tarragona – Marina Sant Carles de la Rapita

Liegeplätze und Werftservice in der Sant Carles Marina

Die von MDL betriebene Sant Carles Marina liegt in der geschützten Bucht dels Alfacs am Südrand des Ebrodeltas. Der Betreiber nennt bis zu 1.150 Liegeplätze und nimmt Boote bis 33 Meter auf. Die Gesamtzahl umfasst Dauer- und Gastnutzung; der konkrete Platz richtet sich nach Länge, Breite und Tiefgang. Die Marina arbeitet auf UKW-Kanal 9.

Wasser und Strom stehen an den Liegeplätzen bereit. Anschlussart und Leistungsgrenze müssen für den zugewiesenen Platz bestätigt werden. Der Sanitär-Bereich umfasst Duschen und Toiletten; WLAN, Kundenlounge, Restaurant und Schwimmbad gehören ebenfalls zur Anlage. Nicht jede Clubeinrichtung ist automatisch in jeder Liegegebühr enthalten. Recyclingstellen und Ladepunkte sind ausgewiesen.

Die Tankstelle verkauft Benzin und Diesel. Öffnungszeiten und Kartenzahlung sind aktuell zu prüfen. Eine feste Pumpe für Schwarz- oder Grauwasser wird in der öffentlich sichtbaren Leistungsliste nicht eindeutig genannt. Entsorgung sowie Annahme von Bilgenwasser, Altöl und anderen technischen Reststoffen müssen daher vorab mit dem Marinabüro abgestimmt werden.

Der 10.000 Quadratmeter große Landbereich besitzt einen Travelift bis 75 Tonnen und einen Fünf-Tonnen-Kran. Veröffentlicht sind ungefähr 23 Meter maximale Bootslänge, 6,55 Meter Breite und 2,90 Meter Tiefgang bei Hochwasser für Hebevorgänge; trotzdem bleibt jedes Boot prüfpflichtig. Druckwäsche, Sliprampe, Lager und Reparaturleistungen sind terminpflichtig. Parken erfolgt auf den ausgewiesenen Flächen.

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Anreise und Einkaufen

La Ràpita: die unvollendete Hafenstadt Karls III. am Ebrodelta

Karl III. plante einen großen Handelshafen für den Amerika-Verkehr

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wollte König Karl III. die geschützte Bucht dels Alfacs zu einem bedeutenden Mittelmeerhafen ausbauen. Eine „Nova i Reial Població de Sant Carles“ sollte Verwaltung, Militär und Handel aufnehmen. Der Name Sant Carles erinnert direkt an dieses königliche Projekt.

Breite Straßenachsen, öffentliche Gebäude und ein Kanal zum Ebro waren geplant. Schiffe sollten damit die gefährlichen Mündungsarme umgehen und Güter zwischen Fluss und Meer bewegen. Finanzielle und politische Schwierigkeiten stoppten den Ausbau, bevor die idealtypische Stadt vollendet war.

Die Església Nova zeigt den Maßstab des abgebrochenen Plans

Der als Església Nova bezeichnete klassizistische Bau blieb unvollendet und wurde möglicherweise nicht ausschließlich als Kirche entworfen. Seine massiven Mauern und geometrische Anlage wirken für den damaligen kleinen Ort überdimensioniert. Zusammen mit Glòries und weiteren Resten macht er die Ambition des aufgeklärten Städtebaus sichtbar.

Der nie vollendete Schifffahrtskanal hinterließ ebenfalls Spuren im Stadtgrundriss. La Ràpita wuchs später um Fischerei, Salz- und Agrarhandel, statt zum geplanten imperialen Umschlagplatz zu werden.

Muschelkulturen und Reiswirtschaft prägen die Bucht dels Alfacs

Die lange Nehrung Trabucador und die Halbinsel Punta de la Banya schützen eine flache, nährstoffreiche Bucht. Auf Muschelbänken werden Miesmuscheln und Austern kultiviert. Fischerei und Aquakultur sind eng mit Wasserqualität, Temperatur und Süßwassereintrag des Ebro verbunden.

Nördlich breiten sich Reisfelder, Lagunen und Kanäle des Deltas aus. Das Land entstand aus Sedimenten des Flusses und wird durch Deiche und Bewässerung bewirtschaftet. Rückgang des Sedimentnachschubs, Sturmfluten und Meeresspiegelanstieg machen diese produktive Kulturlandschaft zugleich besonders verletzlich.

Restaurants und Hotels in der Nähe