El Port de la Selva – Puerto de la Selva
Liegeplätze und Versorgung im Port de la Selva
Der Port de la Selva liegt tief in einer Bucht an der Nordseite des Cap de Creus. Fischerei, Ausflugsverkehr und Freizeitboote nutzen getrennte Bereiche des kommunalen beziehungsweise katalanischen Hafens. Eine aktuelle, verlässliche Gesamt- und Gastplatzanzahl wird in den öffentlich erreichbaren Betreiberinformationen nicht klar ausgewiesen. Platz, Länge und Tiefgang sind deshalb direkt bei der Hafenverwaltung zu bestätigen.
Wasser und Strom sind an den Sportbootstegen üblich, doch Anschlusswerte und Ausstattung jedes Platzes werden nicht vollständig in einer aktuellen öffentlichen Serviceliste beschrieben. Gleiches gilt für den Sanitär-Bereich mit Duschen und Toiletten. Zugang, Öffnungszeiten und mögliche Schlüsselregelung erteilt das Hafenbüro. Der Ortskern mit Lebensmitteln und Gastronomie beginnt direkt am Hafen.
Eine Tankstelle beziehungsweise Kraftstoffversorgung ist im Hafenbereich dokumentiert; aktuelle Sorten, Betriebszeiten und Zufahrt müssen vor der Ankunft geprüft werden. Eine jederzeit verfügbare feste Pumpe für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser ist in den aktuellen öffentlichen Angaben nicht eindeutig bestätigt. Entsorgung und Annahme von Altöl oder technischen Abfällen müssen daher mit dem Personal abgestimmt werden.
Für kleinere Arbeiten gibt es eine technische Hafenfläche und örtliche nautische Betriebe. Eine belastbare aktuelle Traglast von Travelift oder Kran ist öffentlich nicht klar ausgewiesen. Heben, Landlager und Reparaturen sind deshalb nur nach individueller Termin- und Maßbestätigung einzuplanen. Parkraum im kompakten Ort ist begrenzt und wird im Sommer auch von Strand- und Wanderbesuchern genutzt.
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El Port de la Selva: Fischerdorf unter dem Kloster Sant Pere de Rodes
Der Hafen gehörte lange zur Gemeinde Selva de Mar
Eine Urkunde von 974 nennt an dieser Küste einen Hafen, der dem Kloster Sant Pere de Rodes zugeordnet war. Dauerhafte Bebauung am Wasser blieb wegen Überfällen und der exponierten Lage lange begrenzt. Fischerfamilien lebten teilweise im geschützteren Selva de Mar und nutzten Hütten sowie Anlegeplätze an der Bucht.
Mit wachsender Fischerei entstand im 18. Jahrhundert ein eigenständiger Küstenort. El Port de la Selva trennte sich 1787 kommunal von Selva de Mar. Weiß gekalkte Häuser und enge Gassen folgten der Hangkante, während der Hafen erst im 20. Jahrhundert durch größere Molen verlässlicher geschützt wurde.
Sant Pere de Rodes beherrscht den Hang über der Bucht
Das Benediktinerkloster Sant Pere de Rodes liegt hoch im Gebirge Verdera. Seine monumentale Kirche des 10. und 11. Jahrhunderts verbindet mächtige Pfeiler, Tonnengewölbe und einen ungewöhnlich hohen Innenraum. Pilger, Grundbesitz und Schifffahrtsrechte machten die Abtei zu einem bedeutenden Machtzentrum.
Oberhalb stehen die Reste der Burg Sant Salvador de Verdera, unterhalb die Ruinen des mittelalterlichen Dorfs Santa Creu. Diese drei Ebenen – Burg, Kloster und Siedlung – zeigen eine vollständige feudale Landschaft. Der Blick reicht von dort über Hafen, Bucht und die zerklüfteten Höhen des Cap de Creus.
Fischerei und Tramuntana formten eine karge Kulturlandschaft
Oliven und Wein wuchsen auf Trockenmauernterrassen, die den steinigen Hang nutzbar machten. Reblaus und Landflucht ließen viele Flächen brachfallen. Der starke Nordwind Tramuntana, Salz und geringe Bodentiefe begrenzen den Bewuchs und prägen die sichtbaren Formen des Naturparks.
Im Ort blieb die Fischerei lange wichtig, besonders Sardinenfang und Küstenfischerei. Das Hafenleben veränderte sich mit Tourismus und Freizeitbooten, doch Auktion, Netze und Arbeitsboote erinnern an diese Grundlage. Der Schriftsteller Josep Maria de Sagarra und andere Künstler beschrieben im 20. Jahrhundert gerade die Verbindung aus rauer Landschaft und kleinem Hafenort.