Blanes – Puerto de Blanes
Liegeplätze und Versorgung im Port Esportiu de Blanes
Der Club Vela Blanes betreibt den Sportboothafen am Fuß des Felsens Sa Palomera. Er nennt 309 Liegeplätze für Boote von 7,5 bis 24 Metern und Tiefgänge zwischen 1,80 und sieben Metern. Fischereihafen und Arbeitskais schließen unmittelbar an. Gastboote melden sich auf UKW-Kanal 9 und lassen sich in das richtige Becken einweisen.
Trinkwasser und Strom stehen an den Liegeplätzen bereit; Anschlussleistung und Absicherung hängen vom Platz ab. WLAN, Wäscherei sowie Umkleiden mit Duschen und Toiletten gehören zum veröffentlichten Angebot. Der Sanitär-Bereich und andere Clubeinrichtungen können zugangsbeschränkt sein. Restaurant, Fitness- und Spa-Angebot sind vorhanden, aber nicht automatisch Bestandteil einer Gastliegegebühr.
Die Tankstelle verkauft ausdrücklich Benzin und Diesel. Aktuelle Öffnungszeiten, Zahlungsmöglichkeiten und Zufahrt müssen vorab bestätigt werden. Eine feste, jederzeit verfügbare Absaugstation für Schwarz- oder Grauwasser nennt die offizielle Serviceseite nicht eindeutig. Entsorgung von Abwasser, Altöl und technischen Abfällen ist deshalb mit dem Hafenpersonal abzustimmen.
Sliprampen sind vor allem für Jollen ausgewiesen. Die aktuelle öffentliche Serviceübersicht nennt keine belastbare Traglast eines Travelifts oder großen Krans. Heben, Landlager und Reparaturen müssen daher direkt mit Hafen und örtlichen Betrieben vereinbart werden. Der Club bietet 24-Stunden-Hafenpersonal sowie Parkplätze; deren Nutzung durch Gäste richtet sich nach Verfügbarkeit und Zugangssystem.
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Blanes: Fischerei, botanische Gärten und das südliche Tor der Costa Brava
Sa Palomera markiert den traditionellen Beginn der Costa Brava
Der Felsen Sa Palomera teilt die lange Stadtbucht von den kleineren Buchten im Norden. Eine schmale Landverbindung führt auf den Aussichtspunkt. Seit sich die Bezeichnung Costa Brava im frühen 20. Jahrhundert durchsetzte, gilt dieser Fels häufig als ihr südliches Tor.
Über dem Ort stehen die Reste der Burg Sant Joan. Die Grafen von Cabrera kontrollierten von dort Küste und Mündung der Tordera. Der erhaltene Rundturm bot Sicht auf Seewege und Warnfeuer entlang der Küste. Unterhalb wuchs Blanes als Fischer-, Handels- und später Industrieort.
Der Hafen blieb Arbeitsort der Fischerei
Der geschützte Hafen wurde im 20. Jahrhundert ausgebaut und nimmt neben dem 1943 gegründeten Segelclub weiterhin eine Fischereiflotte auf. In der Llotja wird Fang versteigert. Netze, Kühlräume und Werftarbeit gehören deshalb genauso zum Hafenbild wie Sportboote.
Diese Verbindung erklärt auch die lokale Bedeutung der Fischküche und der Patronatsfeste. Blanes ist nicht nur Ferienort am Strand; der Hafen bewahrt eine wirtschaftliche Funktion, die sich über Generationen von Familien und Betrieben fortsetzt.
Marimurtra und Pinya de Rosa machten die Steilküste zum botanischen Labor
Der deutschstämmige Unternehmer Carl Faust begann 1924 oberhalb der Klippen den Jardí Botànic Marimurtra anzulegen. Terrassen, Treppen und Pavillons verbinden mediterrane Vegetation mit Pflanzen aus anderen Klimazonen. Der Garten wurde zugleich Forschungs- und Begegnungsort für Botaniker.
Wenig weiter nördlich konzentriert Pinya de Rosa eine große Sammlung von Kakteen und Sukkulenten. Beide Gärten nutzen Mikroklima, Granitboden und Hanglage auf unterschiedliche Weise. Sie machen die Küste bei Blanes zu einer kultivierten Landschaft, in der wissenschaftliches Sammeln, Architektur und natürliche Topografie eng verbunden sind.