Arenys de Mar – Port d'Arenys

Liegeplätze und Werftservice im Port d’Arenys

Der Port d’Arenys ist Fischerei-, Freizeit- und Werfthafen zugleich. Der Club Nàutic d’Arenys de Mar betreibt 382 Liegeplätze für Boote von sechs bis 24 Metern; im übrigen Hafen liegen Fischereiflotte und weitere Betriebe. Die Zufahrt ist rund 150 Meter breit. Gastboote melden sich auf UKW-Kanal 9 und dürfen die Clubstege nicht mit den Arbeitskais der Fischerei verwechseln.

Wasser und Strom mit 220 Volt stehen an den Clubplätzen bereit; WLAN gehört ebenfalls zum Angebot. Anschlussleistung und Adapter sind platzabhängig. Der Sanitär-Bereich umfasst Umkleiden, Duschen und Schließfächer. Eine Wäscherei wird im Clubhaus genannt. Zutritt zu Clubbereichen, Schwimmbad und privaten Einrichtungen ist nicht automatisch in jeder Gastliegegebühr enthalten und muss bestätigt werden.

Die Tankstelle liegt im Hafen. Aktuelle Kraftstoffsorten, Öffnungszeiten und Zahlungsmöglichkeiten sind vor der Ankunft zu prüfen. Ob und wann eine feste Pumpe für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser nutzbar ist, wird in der öffentlich zugänglichen Serviceübersicht nicht eindeutig beschrieben. Hafenpersonal weist die korrekten Entsorgungsstellen und die Annahme technischer Abfälle zu.

Zwei Trockenbereiche, eine Sliprampe, ein Travelift und weitere Hebetechnik gehören zur Anlage. Die katalanische Hafeninformation nennt einen Travelift bis 150 Tonnen sowie einen Zehn-Tonnen-Kran; der Club selbst veröffentlicht auf seiner Übersichtsseite keine Traglast. Für jeden Hub gelten daher die aktuelle Bestätigung, Termin und Maßprüfung. Werkstätten, Schiffsausrüster, bewachte Parkplätze und ein 24-Stunden-Sicherheitsdienst befinden sich im Hafen.

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Anreise und Einkaufen

Arenys de Mar: Fischauktion, barocke Kunst und das literarische Sinera

Der Hafen machte aus einer Küstensiedlung einen eigenen Ort

Arenys de Mar gehörte ursprünglich zum höher gelegenen Arenys de Munt. Küstenhandel, Fischerei und Schiffbau ließen den Ort wachsen; 1599 wurde er kommunal selbstständig. Drei erhaltene Wehrtürme erinnern an die Überfälle, gegen die sich die Bewohner im 16. Jahrhundert schützen mussten.

Der heutige Hafen entstand erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Seine Molen schufen einen dauerhaften Schutzraum für Fischerei und Werften. Bis heute gehört die Fischauktion zu den prägenden Einrichtungen: Fang, Kühlhallen, Reparaturbetriebe und Freizeithafen liegen nicht nur nebeneinander, sondern teilen dieselbe maritime Infrastruktur.

Santa Maria bewahrt einen Hauptaltar des katalanischen Barocks

Die Pfarrkirche Santa Maria entstand zwischen dem späten 16. und frühen 18. Jahrhundert. Ihr großes Retabel schuf Pau Costa von 1706 bis 1711. Die reich vergoldeten Figuren und Architekturformen gelten als herausragendes Werk des katalanischen Barocks.

Im ehemaligen Hospital Sant Jaume befindet sich das Museu Marès de la Punta. Es bewahrt eine bedeutende Sammlung von Klöppel- und Nadelspitzen, ergänzt um Entwürfe und Arbeitsgeräte. Die Textilien stehen für ein Handwerk, das in vielen Küstenorten des Maresme Einkommen schuf und eng mit Handel und bürgerlicher Wohnkultur verbunden war.

Salvador Espriu verwandelte Arenys in das poetische Sinera

Der Schriftsteller Salvador Espriu machte aus dem rückwärts geschriebenen Ortsnamen Arenys sein literarisches „Sinera“. In Gedichten und Prosawerken wurde der Ort zum Bild für Erinnerung, Verlust und die katalanische Geschichte des 20. Jahrhunderts. Der hoch über dem Meer gelegene Friedhof ist ein zentraler Schauplatz dieser Texte.

Dort steht auch Esprius Grab zwischen Skulpturen und Grabmälern wohlhabender Familien. Der Blick über Hafen und Küste verbindet das reale Arenys mit dem erfundenen Sinera. Deshalb besitzt die Stadt neben Fischerei, barocker Kunst und Spitzenhandwerk auch eine ungewöhnlich klar verortete literarische Identität.

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