Alicante – Marina Miramar Puerto Deportivo
Liegeplätze und Versorgung in der Marina Miramar Santa Pola
Die in älteren Daten als Alicante geführte Marina Miramar liegt tatsächlich im Hafen von Santa Pola, rund 18 Kilometer südlich der Stadt Alicante. Veröffentlichte Branchenunterlagen nennen 234 Liegeplätze. Die kompakte Anlage wird privat betrieben und teilt den großen Hafenraum mit Fischerei, Fähren und weiteren Sportboothäfen. Platz, Länge und Tiefgang sind direkt mit der Marina zu bestätigen.
Wasser und Strom gehören zum üblichen Stegservice, doch aktuelle Anschlusswerte und die Ausstattung jedes einzelnen Platzes werden auf der öffentlich erreichbaren Betreiberpräsenz nicht vollständig ausgewiesen. Gleiches gilt für den Sanitär-Bereich: Duschen und Toiletten sind vor der Buchung hinsichtlich Zugang und Öffnungszeiten zu bestätigen. Gastronomie und Versorgung befinden sich im Hafen und im anschließenden Zentrum Santa Polas.
Eine eigene öffentlich dokumentierte Tankstelle ist für genau diesen Teilhafen nicht verlässlich belegt. Im Gesamtkomplex Santa Pola gibt es Kraftstoffversorgung, deren Betreiber, Öffnungszeiten und Zufahrt vorab geklärt werden müssen. Auch eine feste Pumpe für Schwarz- oder Grauwasser darf ohne Bestätigung nicht vorausgesetzt werden. Hafenpersonal weist die zuständigen Annahmestellen für Abfall und Altöl zu.
Die Marina wirbt mit nautischem Service, veröffentlicht aber keine belastbaren aktuellen Angaben zu Travelift, Krantraglast oder eigener Werftfläche. Heben, Reparaturen und Landlager sind daher individuell zu vereinbaren. Parkmöglichkeiten liegen im Hafenumfeld; sie werden zugleich von Fährgästen, Fischereibetrieben und Besuchern genutzt. Die Einfahrt zum richtigen Becken muss zwischen den verschiedenen Hafenfunktionen eindeutig abgestimmt sein.
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Santa Pola: römischer Hafen, Küstenfestung und Salzlandschaft
Portus Ilicitanus verband die römische Stadt Ilici mit dem Meer
Santa Pola entwickelte sich an einem Hafenplatz, den die Römer als Portus Ilicitanus nutzten. Er diente der weiter im Landesinneren gelegenen Stadt Ilici, dem heutigen archäologischen Ort La Alcudia bei Elche. Ausgrabungen belegen Lager, Wohnbauten und Anlagen zur Verarbeitung von Fisch.
Die Casa Romana del Palmeral zeigt Mosaikböden und Räume eines wohlhabenden Hauses aus dem 4. Jahrhundert. In der Nähe bewahren die Überreste einer Fischsalzfabrik Spuren der Herstellung von Konserven und Saucen. Der antike Hafen war damit nicht nur Umschlagplatz, sondern auch Produktionsstandort.
Die Festung schützte Fischer und Küste vor Überfällen
Im 16. Jahrhundert ließ die Krone das Castillo-Fortaleza errichten. Der quadratische Bau mit Bastionen bot Soldaten und Bewohnern Schutz gegen nordafrikanische Korsaren. Um diese Anlage wuchs der neuzeitliche Ort, während Wachtürme entlang der Küste Warnsignale weitergaben.
Das Kastell steht heute mitten im Zentrum und beherbergt kulturelle Einrichtungen. Seine Lage wenige Schritte vom Hafen macht den historischen Zweck unmittelbar lesbar: Befestigung, Fischerei und Ankerplatz gehörten zu einem einzigen Sicherungssystem an einer damals dünn besiedelten Küste.
Salinen und Tabarca prägen die Bucht bis heute
Westlich des Orts bilden Verdunstungsbecken den Naturpark Salinas de Santa Pola. Industrielle Salzgewinnung und Feuchtgebiet existieren dort nebeneinander. Die unterschiedlichen Salzgehalte schaffen Lebensräume für Flamingos und andere Wasservögel; Pumpen und Dämme halten die künstlich mitgeformte Landschaft funktionsfähig.
Vor der Küste liegt Nueva Tabarca. Die spanische Krone ließ die kleine Insel im 18. Jahrhundert befestigen und mit Familien ligurischer Herkunft besiedeln, die zuvor auf der tunesischen Insel Tabarka gelebt hatten. Mauern, Tore und Kirche erinnern an diese planmäßige Kolonie, die später von Fischerei und dem umgebenden Meeresschutzgebiet geprägt wurde.