Praslin – Baie Sainte Anne, Dream Yacht Charter Marina
Liegeplätze und Infrastruktur am Dream-Yacht-Ponton
Die sogenannte Dream Yacht Charter Marina ist kein eigenständiger großer Yachthafen, sondern die Charterbasis mit Ponton in der Baie Sainte Anne an Praslins Südostküste. Die Bucht ist zugleich Praslins wichtigster Seezugang; Fähren, Versorgung, lokale Boote und Charterbetrieb liegen räumlich eng beieinander. Der Dream-Yacht-Ponton befindet sich nicht am inzwischen verlegten Fährterminal.
Die Basis ist 2026 weiterhin Ausgangs- und Rückgabeort von Dream-Yacht-Reisen. Gastplätze außerhalb der eigenen Charterflotte werden nur nach Verfügbarkeit vergeben. Aktuelle Revierinformationen empfehlen, mindestens 24 Stunden vorher anzufragen. Eine öffentlich garantierte Zahl freier Plätze sowie allgemeine Grenzwerte für Bootslänge, Breite und Tiefgang nennt der Betreiber nicht.
Der aktuelle Basisleitfaden weist Wasser und Strom, Toiletten, Duschen und eine Wäschereimöglichkeit aus. Diese Sanitär- und Versorgungsleistungen gehören zur Charterbasis; ihre Nutzung durch fremde Gastyachten muss mit der Liegeplatzzusage bestätigt werden. Stromsystem, Absicherung, Anschlüsse und etwaige Verbrauchskosten sind vor dem Festmachen zu klären.
Eine Tankstelle ist in der veröffentlichten Ausstattung der Basis nicht aufgeführt. Auch eine frei zugängliche Zapfsäule am Ponton ist nicht dokumentiert. Betankung darf daher nicht vorausgesetzt werden; Kraftstoffart, Bezugsort, Lieferverfahren und Zahlung sind über Basisleitung oder örtlichen Agenten zu organisieren.
Technische Unterstützung für die eigene Charterflotte ist vorhanden, doch ein eigener Travellift, Kran, Slip oder ein Landlager mit veröffentlichten Kapazitäten gehört nicht zum ausgewiesenen Angebot. Größere Reparaturen und Hubarbeiten müssen auf Praslin oder Mahé separat beauftragt werden. Supermarkt und weitere Versorgung liegen in Baie Sainte Anne; ein Provisionierungsservice kann über die Charterbasis bestellt werden.
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Baie Sainte Anne: Praslins Hafenort zwischen Palmenwald und Seefahrt
Vom Anse L’Amour zur Baie Sainte Anne
Der heutige Distrikt hieß ursprünglich Anse L’Amour. Seinen späteren Namen erhielt er 1851 durch den katholischen Priester Léon des Avanchers. Die langgestreckte Bucht wird im Norden von Au Morne und im Süden vom Vorgebirge Fond Ferdinand eingerahmt.
Baie Sainte Anne gilt als wirtschaftliches Zentrum Praslins. Hafen, Krankenhaus, Geschäfte und Verwaltung konzentrieren sich hier, während Fähren und Frachtschiffe die Verbindung nach Mahé und La Digue sichern. Die lokale Geschichte ist eng mit Bootsleuten und traditionellem Bootsbau verbunden; diese maritime Identität erscheint bis heute im offiziellen Emblem des Distrikts.
Ein Palmenwald von 19,5 Hektar
Die Straße von der Bucht zur Westseite Praslins führt durch die Vallée de Mai. Das nur 19,5 Hektar große Reservat bewahrt den größten zusammenhängenden natürlichen Bestand der Coco-de-Mer-Palme. Ihre Nuss enthält den schwersten Samen des Pflanzenreichs; weibliche Früchte benötigen fünf bis sechs Jahre bis zur Reife.
Der Wald wurde 1966 zum Naturreservat erklärt und 1983 als UNESCO-Weltnaturerbe eingetragen. Alle sechs endemischen Palmenarten der Seychellen wachsen dort gemeinsam. Abgestorbene Stämme der Coco de Mer bilden außerdem die wichtigsten Bruthöhlen des Seychellen-Vasapapageis, der nur auf Praslin brütet.
Curieuse und die Spuren der Lepra-Isolation
Nördlich von Praslin liegt Curieuse, die zweite Insel, auf der Coco de Mer natürlich vorkommt. Ihre rötlich verwitterten Böden gaben ihr zunächst den Namen Île Rouge. Seit dem 19. Jahrhundert wurden Menschen mit Lepra über lange Zeit auf der Insel isoliert; Ruinen der Siedlung stehen noch an der Anse José.
Das 1873 für den Arzt William MacGregor errichtete Doctor’s House erinnert an diese Epoche. Curieuse ist heute für Riesenschildkröten, Mangroven, endemische Pflanzen und die historischen Gebäude geschützt. Das umgebende Meeresgebiet wurde 1979 Nationalpark, die Insel selbst erhielt 2025 ebenfalls offiziell Nationalparkstatus.