Mahe – Eden Island Marina

Liegeplätze und Infrastruktur der Eden Island Marina

Die Eden Island Marina liegt auf der geschützten Landseite der künstlich angelegten Insel vor Mahés Ostküste. Mehr als 1.000 Meter gerammte Schwimmstege stehen für lokale Boote, Fahrtenyachten und Superyachten bereit; 180 Meter davon sind Großyachten vorbehalten. Der Betreiber nennt Aufnahmemöglichkeiten bis 120 Meter Länge, sowohl mit Heckleinen als auch längsseits.

Das Hafenbecken ist etwa 15 bis 20 Meter tief, doch der Zufahrtskanal begrenzt den zulässigen Tiefgang auf ungefähr fünf Meter. Am Superyachtsteg stehen beim Heck-an-Manöver Bugbojen zur Verfügung. Platz, Anfahrtsweg, Tiefe, Breite und Fenderhöhe müssen wegen der stark unterschiedlichen Schiffsgrößen vorab bestätigt werden.

Die digital überwachten Versorgungssäulen liefern Wasser und Strom und rechnen die Nutzung einzeln ab. Eden Island ist nach eigener Angabe die einzige Marina der Seychellen mit Landstrom bis 400 Volt. Die Sanitär-Ausstattung umfasst Duschen und Umkleideräume nahe den Stegen. Marinaoffice, optionales WLAN, Müllabholung, ein kleiner Schlepper für Leinenarbeit und ein Landungsboot ergänzen den Betrieb.

Eine öffentlich beschriebene Tankstelle, ein Travellift, Kran oder eigenes Landlager gehören nicht zur veröffentlichten Marina-Infrastruktur. Kraftstoff, Hub, Reparatur und Refit müssen deshalb über die Marinaagentur und geeignete Betriebe auf Mahé organisiert werden. Vor einer Bestellung sind Lieferort, zulässiges Fahrzeug oder Bunkerboot, Kraftstoffart, Menge und Termin zu bestätigen.

Direkt an der Marina liegen Eden Plaza und Marina House mit Supermarkt, Restaurants, medizinischer Versorgung, Apotheke, Banken, Telekommunikation, Yachtzubehör und grundlegenden Ersatzteilen. Die Marina ist über eine rund 300 Meter lange Brücke mit Mahé verbunden; das Managementbüro ist täglich von 8:00 bis 16:00 Uhr besetzt.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Mahe – Eden Island Marina
Ansicht von Mahe – Eden Island Marina. Foto: dronepicr / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY 2.0.

Eden Island: eine neue Insel vor Mahés alter Hauptstadt

Eine Insel aus aufgespültem Land

Eden Island ist kein historisch gewachsenes Eiland, sondern eine durch Landgewinnung geschaffene Fläche. Das Projekt umfasst mehr als 40 Hektar Land und über 16 Hektar private Wasserwege. Seit Mitte der 2000er-Jahre entstanden dort fast 600 Wohnungen, Häuser und Villen, viele mit einem eigenen Bootsliegeplatz.

Die Entwicklung war als öffentlich-private Investition angelegt. Der Staat hatte das Land aufschütten lassen und verpachtete es für den Bau eines Wohn- und Marinakomplexes. Damit steht Eden Island für eine jüngere Phase der seychellischen Küstenentwicklung, in der neue Hafen-, Gewerbe- und Wohnflächen vor Mahés dicht besiedelter Ostseite ins Meer verlagert wurden.

Victoria und ein Uhrturm in neun Kisten

Nördlich der Marina liegt Victoria, eine der kleinsten Hauptstädte der Welt. Ihr bekanntestes Bauwerk ist der 1903 eingeweihte Clock Tower, eine verkleinerte Kopie des Uhrturms an der damaligen Victoria Station in London. Das gusseiserne Bauwerk wurde zerlegt verschifft: Sieben der neun Kisten trafen zunächst auf Mahé ein, zwei wurden versehentlich auf Mauritius ausgeladen und später nachgeliefert.

Der Uhrturm markiert die Kreuzung mehrerer zentraler Straßen. Wenige Schritte weiter bündelt der Sir Selwyn Selwyn-Clarke Market Fisch, Obst, Gewürze und Alltagswaren. Zusammen zeigen beide Orte die koloniale Verwaltungsgeschichte und den bis heute lokalen Charakter des kleinen Stadtzentrums.

Venn’s Town und die Geschichte befreiter Kinder

Im gebirgigen Inneren Mahés liegen die Ruinen von Venn’s Town, heute als Mission Lodge bekannt. Missionare gründeten dort nach 1861 eine Schule für Kinder von Afrikanern, die von britischen Schiffen aus dem Sklavenhandel befreit und auf den Seychellen angesiedelt worden waren.

Erhalten sind Fundamente und Mauerreste innerhalb des Morne-Seychellois-Nationalparks. Ein Aussichtspavillon wurde am 20. März 1972 von Königin Elisabeth II. und dem Duke of Edinburgh eröffnet, als die Königin zugleich zur Einweihung des internationalen Flughafens auf Mahé war. Der Ort verbindet damit Sklavereigeschichte, Missionswesen und die moderne Öffnung des Inselstaates zum internationalen Verkehr.

Restaurants und Hotels in der Nähe