Herceg Novi – Lazure Meljine Marina

Liegeplätze und Infrastruktur der Lazure Marina

Die Lazure Marina liegt in Meljine am nördlichen Ufer der Bucht von Kotor, unmittelbar vor dem historischen Lazarettgebäude des heutigen Hotels. Der Betreiber nennt 156 Liegeplätze für Schiffe bis 24 Meter Länge; seitliches Anlegen im Transit ist nach aktueller Angabe bis 35 Meter möglich. Für jeden Platz sind Länge, Breite und Tiefgang vorab zu bestätigen, da die veröffentlichten Kapazitätsangaben auf den Seiten des Komplexes teilweise voneinander abweichen.

Wasser und Strom stehen an den Liegeplätzen zur Verfügung. Zur Sanitär-Infrastruktur gehören eigene Toiletten und Duschen für Marinagäste; außerdem werden Wäschereiservice, WLAN, ein nautischer Fachladen, Videoüberwachung und ein rund um die Uhr besetzter Sicherheits- und Assistenzdienst genannt. Hotel, Restaurants, Strand und Wellnessbereich schließen direkt an das Hafenbecken an.

Eine Tankstelle gibt es innerhalb der Lazure Marina nicht. Die nächsten Kraftstoffmöglichkeiten am Wasser liegen in anderen Häfen der Bucht, unter anderem in Portonovi; Öffnung, Kraftstoffart und Eignung für die jeweilige Yacht sind vor der Anfahrt zu prüfen. Für Ein- und Ausklarierung liegt der Grenz- und Zollhafen Zelenika etwa eine halbe Seemeile östlich.

Die Marina selbst betreibt keinen großen Travellift. Ein Serviceareal mit einem Travellift bis 150 Tonnen liegt laut Betreiber rund eine halbe Seemeile entfernt. Termine, zulässige Abmessungen, Hubpunkte und Leistungsumfang sind direkt mit dem dortigen Betrieb abzustimmen. Kleinere Ausrüstung und Elektronikservice bietet der nautische Laden auf dem Marinagelände.

Parkmöglichkeiten befinden sich am Hotel- und Marinakomplex. Drei Lebensmittelmärkte liegen nach Betreiberangabe wenige Gehminuten entfernt. Die Uferpromenade führt von Meljine rund zwei Kilometer westwärts zum unteren Teil der Altstadt von Herceg Novi; wegen der starken Hanglage liegen viele historische Plätze deutlich oberhalb des Wassers.

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Anreise und Einkaufen

Meljine und Herceg Novi: Lazarett, Festungen und Stadtgärten

Die Marina entstand vor einem venezianischen Lazarett

Das große steinerne Gebäude hinter den Stegen wurde im 18. Jahrhundert als Lazarett errichtet. Solche Quarantänestationen kontrollierten Menschen und Waren, bevor sie einen Hafen betreten durften, und sollten die Einschleppung von Seuchen verhindern. Die Lage in Meljine vor dem damaligen Stadtzentrum war dafür bewusst gewählt.

Nach wechselnden Nutzungen wurde der Komplex restauriert und in das heutige Hotel integriert. Mauerwerk, Innenhof und historische Gebäudeteile blieben dabei ein prägender Teil der Anlage. Die Marina ist deshalb nicht lediglich einem Neubauresort vorgelagert, sondern steht an einem Ort, dessen ursprüngliche Funktion unmittelbar mit dem Schiffsverkehr in der Bucht verbunden war.

Herceg Novi wuchs als Festungsstadt am Hang

Die Stadt wurde 1382 unter dem bosnischen König Tvrtko I. gegründet. Ihre Lage am Eingang der Bucht machte sie für wechselnde Herrschaften strategisch wichtig. Forte Mare am Wasser, Kanli Kula oberhalb der Altstadt und die höher gelegene Festung Španjola markieren verschiedene Stufen dieses Verteidigungssystems.

Zwischen Ufer und Altstadt liegen zahlreiche Treppen. Durch den Uhrturm gelangt man zum Platz Belavista mit der Kirche des Erzengels Michael. Kanli Kula, deren Name aus der osmanischen Zeit als „Blutiger Turm“ überliefert ist, dient heute als Freilichtbühne. Auch Forte Mare wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt; militärische Architektur ist damit Teil des gegenwärtigen Stadtlebens.

Kloster Savina liegt zwischen Meljine und Altstadt

Westlich der Marina erhebt sich der bewaldete Klosterkomplex Savina. Er umfasst mehrere Kirchen und Klostergebäude; die kleine und die große Mariä-Himmelfahrtskirche zeigen unterschiedliche Bauphasen. Der Komplex bewahrt zudem eine bedeutende Sammlung kirchlicher Kunst und Handschriften.

Herceg Novi ist für seine ungewöhnlich üppige Vegetation bekannt. Seeleute und Händler brachten über Jahrhunderte Pflanzen aus anderen Regionen mit, während das milde Klima deren Anbau begünstigte. Mimosen wurden zu einem besonderen Stadtsymbol; das seit Jahrzehnten veranstaltete Mimosenfest fällt in die Winter- und frühe Frühlingszeit. Entlang der Promenade, in den Gärten von Savina und an den Hängen über Meljine verbindet sich diese Vegetation mit der steinernen Festungslandschaft.

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