Valletta – Marina di Valletta
Liegeplätze und Infrastruktur der Marina di Valletta
Die unter der alten URL „Marina Birgu“ geführte Seite bezeichnet tatsächlich die Marina di Valletta bei Sa Maison in Pietà; ihre gespeicherten Koordinaten liegen eindeutig dort und nicht in Birgu. Die moderne Anlage bietet mehr als 280 Plätze. Reguläre Boxen sind für Yachten von 10 bis 28 Metern ausgelegt, während längere Transitlieger bis über 50 Meter beziehungsweise 500 GT längsseits aufgenommen werden können.
Die drei Meter breiten Schwimmstege besitzen digitale Versorgungssäulen mit Wasser und Strom; beide Verbräuche werden gemessen. Rund um die Uhr sind Festmacherpersonal und Sicherheitsdienst verfügbar. Zur Sanitär-Ausstattung gehören Toiletten und Duschen, ergänzt durch WLAN, Marinaoffice, Concierge, kontrollierte Zugänge und einen privaten Parkplatz mit mehr als 90 Stellplätzen.
Schwarzwasserabsaugung, Altöl- und Abfallsammlung sowie Yachtpflege können organisiert werden. Eine eigene große Werft oder ein Travellift gehört nicht zur Anlage; Hub, Reparatur und Refit erfolgen in Zusammenarbeit mit externen Betrieben. Der Grand Harbour auf der anderen Seite Vallettas besitzt umfangreiche Werftkapazitäten, diese sind jedoch nicht Teil des Marinaaufenthalts und müssen separat beauftragt werden.
Eine Tankstelle beziehungsweise Bunkerstation arbeitet seit November 2025 nur nach Anmeldung mindestens 24 Stunden im Voraus. Die Marina nennt hierfür VHF 13 und eine eigene Rufnummer. Kraftstoffart, Menge, Zeitpunkt und die konkrete Anlegeposition müssen bestätigt sein, bevor die Versorgung eingeplant wird.
Die Marina liegt unter den Befestigungen von Floriana am Pietà Creek. Eine 120 Meter lange schwimmende Außenmole und ein Steinwellenbrecher dämpfen den Schwell. Die genaue Platzwahl richtet sich dennoch nach Länge, Breite, Gewicht und saisonaler Belegung; die Zufahrt teilt sich den Hafenraum mit der benachbarten Basis der maltesischen Streitkräfte.
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Sa Maison und Pietà unter den Mauern von Floriana
Eine Küstensiedlung vor den Toren Vallettas
Pietà entstand am inneren Ende eines tiefen Tals, das früher Wied il-Qasab, Tal des Schilfs, hieß. Nach der Großen Belagerung von 1565 und dem Baubeginn Vallettas siedelten sich ab etwa 1570 Menschen an diesem ersten Küstenabschnitt außerhalb der neuen Hauptstadt an.
Eine Pestepidemie von 1592 bis 1594 führte zur Anlage eines großen Friedhofs. 1612 entstanden eine Kapelle und ein Pfarrhaus zu Ehren der Schmerzensmutter, auf Italienisch „La Pietà“. Von dieser Widmung erhielt der Ort seinen heutigen Namen. Im 18. Jahrhundert kamen Landhäuser wohlhabender Bewohner hinzu.
Die Floriana Lines über der Marina
Direkt oberhalb der Stege verläuft der westliche Abschnitt der Floriana Lines. Der Militäringenieur Pietro Paolo Floriani entwarf zwischen 1622 und 1636 einen zusätzlichen Befestigungsgürtel vor Vallettas Landfront. Er sollte Angreifer auf größere Distanz zur Hauptstadt halten und wurde im späteren 17. Jahrhundert weiter verstärkt.
Sa Maison Bastion, Pietà Lunette und die angrenzenden Mauern prägen bis heute die steile Kante über dem Hafen. Die Marina liegt damit nicht nur in Sichtweite einer historischen Festung, sondern unmittelbar an ihrem Fuß; moderne Pontons und die restaurierten Kalksteinwände teilen sich denselben schmalen Uferraum.
Gärten auf militärischen Bastionen
Sa Maison und Tal-Milorda gehören zu einer Kette historischer Gärten in Floriana, die zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert auf oder neben den Befestigungen angelegt wurden. Sa Maison geht auf Land zurück, das Fra Giovanni Minucci kurz nach 1670 erwarb. Tal-Milorda erinnert an Lady Julia Lockwood, die Haus und Garten ab 1842 pachtete.
Terrassen, Brunnen, Zisternen und alte Bäume verbinden Gartenkunst mit militärischer Architektur. Von den Anlagen blickt man über Marsamxett Harbour, Ta’ Xbiex und die Marina. Der Gegensatz zwischen schattigem Bastionsgarten und exponiertem Küstenhang erklärt auch die unterschiedlichen Pflanzenbestände der benachbarten Gartenbereiche.