Valletta – Kalkara Marina

Liegeplätze und Infrastruktur der Kalkara Marina

Die Kalkara Marina liegt im geschützten Kalkara Creek auf der östlichen Seite des Grand Harbour. Der Betreiber veröffentlicht keine belastbare aktuelle Gesamtzahl oder pauschale Maximallänge seiner Plätze. Für jede Anfrage werden Länge über alles, Breite und Tiefgang des Schiffes abgefragt; erst die individuelle Bestätigung belegt, dass ein passender Platz verfügbar ist.

An jedem Liegeplatz stehen Wasser und Strom zur Verfügung und werden nach Verbrauch berechnet. Angeboten werden 230 bis 240 Volt bei 50 Hertz sowie Dreiphasenstrom. Die Sanitär-Anlagen umfassen Toiletten und Duschen. Kostenloses Internet, elektronisch gesicherte Pontontore, Mülltrennung und umfangreiche Feuerlöscheinrichtungen ergänzen die Stegausstattung.

Marinapersonal ist täglich von 7:00 bis 15:30 Uhr vor Ort; der Betreiber nennt darüber hinaus eine durchgehende Präsenz von Sicherheitskräften und eine 24-Stunden-Videoüberwachung. Die Marina wird auf VHF 13 gerufen. Weil der Grand Harbour zugleich Berufs-, Werft- und Verkehrshafen ist, muss die Platzzuteilung vor dem Einlaufen geklärt sein.

Eine Tankstelle, einen eigenen Travellift, Kran, Werkhof oder ein Landlager weist die Marina nicht als Teil ihres aktuellen Angebots aus. Kraftstoff, Hub, Reparatur und längere Arbeiten müssen daher bei geeigneten Betrieben im Grand Harbour separat organisiert werden. Vor der Planung sind Lieferweg, Liegeposition, Termin und etwaige Hafenfreigaben ausdrücklich zu bestätigen.

Kalkara Creek liegt zwischen Birgu und der Halbinsel Bighi. Geschäfte und Gastronomie verteilen sich entlang des Ortsufers; größere Einkaufsangebote befinden sich unter anderem bei SmartCity. Parkraum und Zufahrt sind städtisch geprägt und gehören nicht automatisch zum Liegeplatzvertrag.

Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!

Anreise und Einkaufen

Ansicht von Valletta – Kalkara Marina
Ansicht von Valletta – Kalkara Marina. Foto: Zairon / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 3.0.

Kalkara zwischen Hospital, Wissenschaft und Küstenartillerie

Ein Dorf an einem eigenen Seitenarm

Kalkara entwickelte sich als kleine Küsten- und Fischereisiedlung um den gleichnamigen Creek. Der schmale Hafenarm liegt direkt neben Birgu, gehört aber nicht zu den historischen „Three Cities“ Birgu, Bormla und Senglea. Seine Ufer blieben stärker von kleineren Booten, öffentlichen Einrichtungen und militärischen Anlagen geprägt.

Vom Marinasteg öffnet sich der Blick über den Grand Harbour zu Fort St Angelo und Vallettas Bastionen. In der Gegenrichtung schließen die Halbinseln Bighi und Ricasoli den Creek gegen den großen Hafenraum ab. Diese Geografie erklärt den geschützten Charakter des Beckens ebenso wie seine unmittelbare Nähe zu jahrhundertelanger Hafenverteidigung.

Villa Bighi wird Marinehospital

Auf der Anhöhe östlich der Marina ließ Fra Giovanni Bichi 1675 eine Sommervilla nach Plänen des maltesischen Architekten Lorenzo Gafà bauen. Unter britischer Herrschaft genehmigte König Georg IV. 1827 die Umwandlung des Geländes in ein Marinehospital; dessen Grundstein wurde am 23. März 1830 gelegt.

Das Royal Naval Hospital Bighi versorgte Verwundete und Erkrankte aus dem Mittelmeerraum, darunter während des Krimkriegs sowie beider Weltkriege. Bombensplitterspuren sind in Teilen des Gebäudes noch sichtbar. Heute nutzt das interaktive Wissenschaftszentrum Esplora die restaurierten Hospitalbauten und die ursprüngliche Villa; mehr als zweihundert Exponate und ein Planetarium ersetzen die früheren Krankenstationen.

Eine Kanone als Antwort auf Italiens Flotte

Weiter östlich entstand zwischen 1878 und 1886 Fort Rinella. Großbritannien reagierte damit auf die neuen italienischen Panzerschiffe Duilio und Dandolo, deren schwere Bewaffnung das maritime Kräfteverhältnis im Mittelmeer veränderte. Malta und Gibraltar erhielten jeweils zwei Batterien für Armstrong-Kanonen von 100 Tonnen.

Rinellas Geschütz traf 1882 aus Woolwich ein und wurde mit etwa hundert Soldaten über Monate von der Bucht zur Batterie bewegt. Wegen seines Gewichts arbeiteten Richt- und Ladevorrichtung hydraulisch; damit war Rinella die erste Batterie mit mechanisch bedientem Geschütz. 1906 galt das System bereits als überholt, ohne je im Kampf geschossen zu haben. Die erhaltene Kanone und Festung werden heute als Museum bewahrt.

Restaurants und Hotels in der Nähe