Mgarr – Mgarr harbour

Liegeplätze und Infrastruktur der Mġarr Marina

Mġarr ist der wichtigste Verkehrshafen Gozos: Autofähren, Schnellfähren, Fischerei, kleinere Frachter und Sportboote nutzen dasselbe geschützte Hafenareal. Die Yachtliegeplätze werden als Mġarr Marina separat betrieben. Der Betreiber nennt 240 Plätze; eine Reservierung kann über sein Buchungssystem angefragt werden. Liegeplatz und Zufahrt sind strikt von den Manövrierflächen der Linienfähren freizuhalten.

An den Marinastegen stehen Frischwasser und Strom zur Verfügung; Guthaben wird über ein Bezahlsystem geladen. Moderne Sanitär- und Umkleideräume, Kameraüberwachung sowie die Entsorgung von Schwarzwasser gehören zur ausgewiesenen Ausstattung. Welche Anschlüsse, Stromstärke und Wassertiefe am konkreten Platz gelten, muss mit der Platzzusage bestätigt werden.

Eine Marine-Tankstelle für Benzin und Diesel liegt innerhalb des Hafens. Sie ist ein eigener Betrieb und nicht automatisch Bestandteil der Liegeplatzgebühr. Öffnungszeiten, Kraftstoffverfügbarkeit, Anlegeposition und Größenbeschränkungen sind deshalb direkt mit dem Tankstellenbetreiber abzustimmen.

Die Marina selbst weist keinen großen Travellift, keine eigene Werfthalle und kein umfangreiches Landlager als Teil ihres veröffentlichten Liegeplatzangebots aus. Hub- und Reparaturarbeiten müssen bei einem geeigneten Betrieb auf Gozo oder Malta separat organisiert werden. Geschäfte, Gastronomie, Busse und Mietverkehr befinden sich am Fährterminal und im ansteigenden Ort Għajnsielem; die Wege im Hafengelände können durch den Fährbetrieb geprägt sein.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Mgarr harbour
Ansicht von Mgarr harbour. Foto: Sudika / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 3.0.

Mġarr: Gozos Tor zwischen Fähren und Festung

Der Verkehrsknoten einer Insel

Mġarr ist für Gozo weit mehr als ein Yachthafen. Die regelmäßige Fährverbindung nach Ċirkewwa transportiert Einwohner, Besucher, Fahrzeuge, Waren und Post und bildet damit eine zentrale Lebensader der Insel. Seit 2021 ergänzen Schnellfähren zum Grand Harbour von Valletta die Verbindung; Fischerei und kleinere Frachter bleiben zugleich Teil des Hafenalltags.

Diese Mischung erklärt die ungewöhnliche Anlage: Marina und alte Hafenpier liegen neben einem großen Fährterminal, dessen Schiffe feste Fahrwege und breite Manövrierräume benötigen. Der Ort ist dadurch kein stiller Ferienhafen, sondern Gozos unmittelbarster Übergang zwischen Seeverkehr und Landtransport.

Fort Chambray über der Hafeneinfahrt

Auf der westlichen Höhe dominiert Fort Chambray die Zufahrt. Der Johanniterorden ließ die Festung im 18. Jahrhundert anlegen; sie sollte zum Kern einer befestigten Stadt und zu einer Alternative zur Zitadelle im Inselinneren werden. Der ehrgeizige Stadtplan wurde jedoch nie vollständig verwirklicht.

Die Lage blieb militärisch bedeutsam, weil sie den Gozo-Kanal und den Hafen kontrollierte. Heute ist das Fort ein privater Wohnkomplex, doch Mauern und Bastionen prägen weiterhin die Silhouette über Xatt l-Aħmar. Unterhalb liegen aufgegebene Salinenfelder, die an eine weitere historische Küstennutzung erinnern.

Għajnsielem und die Lourdes-Kapelle

Der Hafen gehört zur Gemeinde Għajnsielem, deren Name als „friedliche Quelle“ gedeutet wird. Großmeister Ramón Perellós ließ um 1700 an einer Quelle öffentliche Waschbecken und Wasserausläufe errichten. Das Dorf wuchs später vom Hang in Richtung Hafen und ist heute eng mit dessen Arbeitsplätzen und Verkehrswegen verbunden.

Unmittelbar über Mġarr steht die neugotische Lourdes-Kapelle. Nachdem 1879 eine Marienfigur in einer natürlichen Felsnische aufgestellt worden war, begann 1888 der Bau; 1893 wurde die Kapelle eröffnet. Ihr schlanker Turm, Fort Chambray und der deutlich weiter landeinwärts sichtbare Glockenturm der Pfarrkirche bilden die drei markanten Höhenpunkte über dem Hafenbecken.

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