Ragusa – Marina di Ragusa

Liegeplätze und Hafenservice in Marina di Ragusa

Porto Turistico Marina di Ragusa ist eine moderne Anlage an Siziliens Südküste. Der Betreiber nennt 700 Liegeplätze für Boote bis 50 Meter und ganzjährige Anlegehilfe. Platzbreite und zulässiger Tiefgang sind abhängig vom Steg und müssen reserviert werden; größere Einheiten benötigen eine abgestimmte Einfahrt und Versorgung.

Wasser und Strom stehen an den Liegeplätzen bereit; Anschlussleistung und Verbrauch richten sich nach Bootsgröße und Tarif. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten und Duschen. Bewachung, WLAN, Parken, Wäscherei und weitere landseitige Leistungen werden angeboten. Einzelne Einrichtungen und Geschäfte können saisonale Öffnungszeiten haben.

Eine Tankstelle gehört zum Hafengebiet; Kraftstoffsorten und Bedienzeiten sind aktuell zu bestätigen. Der Hafen führt Umwelt- und Abfalldienste, doch Pumptermine für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser sowie die Annahme von Altöl und Batterien müssen bei der Marina angemeldet werden.

Werft- und Hebedienste sind vorhanden. Die aktuelle öffentlich sichtbare Marina-Kurzseite nennt jedoch keine eindeutige maximale Travelift-Traglast; jeder Hub benötigt daher eine technische Bestätigung mit Maßen, Gewicht und Hebepunkten. Reparaturen, Landlager und Ersatzteile sollten rechtzeitig bestellt werden, insbesondere außerhalb der Hauptsaison.

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Anreise und Einkaufen

Marina di Ragusa: vom Fischerdorf Mazzarelli zum modernen Hafen

Mazzarelli war der Seezugang des Ragusaner Hinterlands

Der Küstenort hieß bis 1928 Mazzarelli. Fischer, kleine Handelsschiffe und Lagerplätze verbanden die Küste mit Ragusa und den landwirtschaftlichen Gebieten des südöstlichen Sizilien.

Johannisbrot, Getreide, Asphalt und andere Erzeugnisse wurden über den Küstenplatz bewegt. Die offene Reede setzte dem Verkehr jedoch enge Grenzen, bevor größere Schutzbauten entstanden.

Der Name änderte sich mit dem Ausbau zum Badeort

Die Umbenennung in Marina di Ragusa stellte die Verbindung zur Provinzhauptstadt heraus. Im 20. Jahrhundert wuchs der Ort entlang des Sandstrands; Ferienhäuser, Promenade und Gastronomie ergänzten die ältere Fischersiedlung.

Der heutige Yachthafen wurde erst im 21. Jahrhundert eröffnet. Er ist daher kein historisches Hafenbecken, sondern ein umfangreicher moderner Eingriff in die Küstenlinie.

Barockstadt und Küstenort gehören zu unterschiedlichen Landschaften

Ragusa Ibla und Ragusa Superiore liegen weit landeinwärts in einer tief eingeschnittenen Kalklandschaft. Nach dem Erdbeben von 1693 entstanden dort bedeutende barocke Kirchen und Paläste, die Teil des UNESCO-Welterbes Val di Noto sind.

Marina di Ragusa besitzt eine jüngere, flachere Stadtstruktur am Meer. Beide Orte sind administrativ verbunden, sollten inhaltlich aber nicht vermischt werden: Der Hafen erzählt von Küstenhandel und Tourismus, die Oberstadt von Wiederaufbau und Barock.

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