Messina – Marina del Nettuno
Liegeplätze und Versorgung in Marina del Nettuno Messina
Marina del Nettuno liegt zentral am Messina-Ufer hinter einer schwimmenden Stahlbeton-Schutzmole. Der 1998 eröffnete Betreiber nennt 160 Liegeplätze für Boote bis 40 Meter und beschreibt keine feste Tiefgangsbegrenzung im tiefen Becken. Verfügbarkeit, Platzbreite und tatsächlicher Tiefgang müssen dennoch reserviert werden.
Wasser und Strom sind an den Aluminium-Schwimmstegen verfügbar, Anschlussleistung und Verbrauch richten sich nach Bootsgröße und Tarif. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten und Duschen. Anlegehilfe durch qualifiziertes Personal arbeitet rund um die Uhr; Bar und Restaurant liegen in der Anlage.
Eine Tankstelle wird in der aktuellen übersichtlichen Betreiberbeschreibung nicht eindeutig als eigener Marina-Dienst genannt. Kraftstoffabgabeort, Sorten und Öffnungszeiten müssen daher vorab bestätigt werden. Auch Pumpen für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser sowie Altöl-, Batterie- und Sonderabfallannahme sind anzumelden.
Travelift, Kran und Landlager werden nicht mit einer aktuellen Traglast als eigene Leistung der Stadtmarina ausgewiesen. Größere Reparaturen und Heben müssen deshalb über einen bestätigten Fachbetrieb organisiert werden. Strömung, Fährverkehr und schnelle Wetterwechsel in der Straße von Messina erfordern eine abgestimmte Anfahrt.
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Messina: Naturhafen, Erdbebenstadt und die Strömungen der Meerenge
Eine sichelförmige Landzunge schuf den Hafen
Der antike Name Zankle bedeutet Sichel und beschreibt die Form der Halbinsel San Raineri. Sie schützt ein tiefes Naturbecken an der engsten Verbindung zwischen Tyrrhenischem und Ionischem Meer.
Griechische, römische, byzantinische, arabische und normannische Herrschaften nutzten den Hafen. Seine Lage machte Messina reich, aber auch militärisch und politisch umkämpft. An der Spitze der Halbinsel steht heute die goldene Madonna della Lettera als weithin sichtbares Hafenzeichen.
Die Meerenge besitzt ein ungewöhnliches Strömungssystem
Unterschiedliche Wasserstände und Gezeitenphasen erzeugen starke, wechselnde Ströme sowie Wirbel. Die antiken Bilder von Skylla und Charybdis verarbeiteten die reale Schwierigkeit dieser Passage in Mythologie.
Auch moderne Fähren und Lotsen richten ihre Manöver nach Strömung, Wind und dichtem Querverkehr. Der zentrale Sportboothafen liegt unmittelbar in diesem dynamischen Verkehrsraum. Die kurzen Fährlinien nach Kalabrien erfüllen bis heute eine Funktion, die Brückenplanungen nicht ersetzt haben.
1908 wurde die Stadt fast vollständig zerstört
Ein schweres Erdbeben und anschließender Tsunami verwüsteten Messina am 28. Dezember 1908. Zehntausende Menschen starben; große Teile der historischen Bausubstanz gingen verloren.
Beim Wiederaufbau entstanden breitere Straßen und erdbebensicherere Gebäude. Der Dom wurde rekonstruiert, sein Glockenturm erhielt eine große astronomische Uhr. Das heutige Hafenpanorama ist daher wesentlich eine Stadt des 20. Jahrhunderts vor einem sehr viel älteren Naturhafen.