Nettuno – Marina di Nettuno

Liegeplätze und Versorgung in der Marina di Nettuno

Die Marina di Nettuno schließt unmittelbar an Altstadt und moderne Innenstadt an. Der Betreiber nennt 1.000 Liegeplätze für Boote von 6 bis 40 Metern. Gäste werden an einem Steg hinter dem Vorhafen an Steuerbord sowie an einem Schwimmsteg unterhalb des Kontrollturms aufgenommen. Verfügbarkeit, zulässiger Tiefgang und der für das konkrete Boot geeignete Platz müssen vor Ankunft bestätigt werden.

Wasser und Strom gehören zur üblichen Stegversorgung der großen Marina; Anschluss, Absicherung und Verbrauchsbedingungen richten sich nach Liegeplatz und Vertrag. Sanitäranlagen sind im Hafenumfeld vorhanden, doch die aktuelle Betreiberseite veröffentlicht keine vollständige technische Matrix zu Anzahl, Barrierefreiheit und Öffnungszeiten. Zugang zu Toiletten und Duschen sollte daher bei der Reservierung geklärt werden.

Die Tankstelle liegt im Hafen und veröffentlicht nach Monaten gestaffelte Öffnungszeiten; mittwochs oder bei schlechtem Wetter kann der Dienst eingeschränkt sein. Außerhalb der regulären Zeiten nennt der Betreiber einen Notdienst erst ab einer großen Mindestmenge. Kraftstoffart und aktuelle Bedienung sind deshalb vor dem Einlaufen zu prüfen. Für Müll, Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser ist die jeweils zuständige Annahmestelle ausdrücklich zu bestätigen.

Ein Werftbereich und technische Dienstleister sind der Marina angeschlossen. Welche Hebemittel, Kran- oder Traveliftlasten, Hallenplätze und Gewerke aktuell verfügbar sind, geht aus der allgemeinen Liegeplatzseite nicht eindeutig hervor; größere Arbeiten benötigen einen separaten Auftrag. Im Hafen befinden sich außerdem Gastronomie, Schiffsausrüster und weitere Geschäfte. Zufahrt, Parken und nächtliche Geräuschlage unterscheiden sich je nach Lage im großen Becken.

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Anreise und Einkaufen

Nettuno: mittelalterlicher Küstenort, Forte Sangallo und Landung von 1944

Der mittelalterliche Borgo wuchs hinter einer Küstenbefestigung

Das historische Viertel entstand nach kommunaler Darstellung gegen Ende des 10. Jahrhunderts als Schutz gegen Überfälle vom Meer. Enge gepflasterte Gassen, Mauerzüge und Häuser aus lokalem Stein bilden noch heute einen kompakten Kern direkt über dem Hafen.

Im Palazzo Baronale residierten zeitweise die Colonna. Der Palazzo Doria-Pamphilj bewahrt Fresken von Pier Francesco Mola; die Kirche San Giovanni wurde im 18. Jahrhundert nach Plänen Carlo Marchionnis weitgehend neu errichtet.

Forte Sangallo zeigt den Wandel der Festungsarchitektur

Die quadratische Küstenfestung entstand zu Beginn des 16. Jahrhunderts zur Sicherung des Kirchenstaats. Ihre niedrigen, massiven Mauern und vorspringenden Bastionen waren für den Einsatz von Artillerie ausgelegt und unterschieden sich deutlich von hohen mittelalterlichen Wehrbauten.

Heute beherbergt die Anlage unter anderem das kommunale Antiquarium. Dort liegen Funde aus römischen Villen der Küste neben Zeugnissen späterer Epochen und machen sichtbar, dass die Siedlungsgeschichte der Gegend weit vor den erhaltenen Mauern des Borgo begann.

Die Küste wurde 1944 Teil des alliierten Brückenkopfs

Am 22. Januar 1944 landeten alliierte Verbände im Küstenraum von Anzio und Nettuno. Der Brückenkopf sollte den deutschen Verteidigungsstellungen weiter südlich ausweichen, führte aber zu monatelangen schweren Kämpfen und großen Verlusten auf beiden Seiten.

Friedhöfe und Gedenkorte in der Umgebung dokumentieren diese jüngere Geschichte. Sie gehören zu einer Landschaft, in der mittelalterliche Befestigung, päpstliche Küstenverteidigung und militärische Ereignisse des 20. Jahrhunderts auf engem Raum aufeinanderfolgen.

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