Enkhuisen – Oosterhaven
Liegeplätze und Versorgung im Oosterhaven Enkhuizen
Der Oosterhaven ist eines der drei kommunalen Sportbootbecken Enkhuizens und liegt östlich der historischen Innenstadt. Gäste müssen sich beim Hafendienst melden und den zugewiesenen Platz über i-Marina abrechnen. Verfügbarkeit, Liegeweise, Bootslänge und Tiefgang sind über UKW-Kanal 12 zu bestätigen.
Wasser und Strom werden mit einer SEP-Karte an den vorhandenen Säulen freigeschaltet. Kostenloses WLAN steht bereit. Gäste nutzen die zwei zentralen Sanitär-Standorte der kommunalen Häfen mit Toiletten, Duschen sowie Waschmaschine und Trockner; Teile sind saisonal geöffnet. Altstadt und Geschäfte liegen wenige Schritte entfernt.
Eine Tankstelle befindet sich nicht im Oosterhaven. Diesel und Benzin sind nur bei bestätigten Nachbarbetrieben erhältlich. Das kommunale Pumpensystem nimmt Fäkalien-, Grau- und Bilgenwasser auf. Restmüll, Papier und Glas gehören in die verteilten Container; Altöl, Batterien und Chemikalien dürfen nur fachgerecht abgegeben werden.
Travelift, Kran, Helling, Werft und Winterlager werden im historischen kommunalen Becken nicht angeboten. Reparatur- und Hebearbeiten sind wegen enger Ufer und städtischer Lage mit externen Betrieben zu organisieren. Parken ist auf den ausgewiesenen Flächen hinter Bahnhof und am Dirck Chinaplein möglich, nicht unmittelbar an jedem Liegeplatz.
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Oosterhaven Enkhuizen: ein Ausbau aus der Blütezeit der Hafenstadt
Die wachsende Flotte brauchte 1567 ein neues Becken
Binnenhaven und Vissershaven reichten in der wirtschaftlichen Blüte Enkhuizens nicht mehr aus. Deshalb ließ die Stadt 1567 den Oosterhaven graben. Seine Lage näher an der damaligen Zuiderzee verkürzte Wege für ein- und auslaufende Schiffe.
Das Becken war Teil einer gezielten Stadterweiterung, nicht ein zufällig genutzter Naturhafen. Kais, Straßen und angrenzende Grundstücke wurden auf Handel, Fischerei und Schiffsdienste ausgerichtet.
VOC-Schiffe und lokale Fischer nutzten dieselbe Hafenstadt
Enkhuizen besaß eine eigene Kammer der Ostindien-Kompanie. Sie finanzierte und bemannte Fernsegler, während eine große Heringsflotte auf Nordsee und Zuiderzee arbeitete. Beide Wirtschaftszweige benötigten Werften, Seilereien, Speicher und viele Arbeitskräfte.
Der Fernhandel schuf Wohlstand, beruhte aber auch auf kolonialer Eroberung und Ausbeutung. Eine sachliche Stadtgeschichte muss diese Seite neben den repräsentativen Gebäuden benennen.
Das Peperhuis bewahrt maritime Sammlungen
Das ehemalige Kompanie-Lagerhaus Peperhuis ist heute Teil des Zuiderzeemuseums. Sammlungen zu Schiffen, Fischerei, Kleidung und Handwerk erklären die Lebenswelt der Orte rund um das frühere Binnenmeer.
Seit dem Afsluitdijk wandelten sich Ökologie und Nutzung grundlegend. Der Oosterhaven blieb als Stadtbecken bestehen, doch Freizeitfahrt ersetzte einen großen Teil der alten Arbeitsflotte.