Andijk – Jahthaven Andijk
Liegeplätze und Vollservice in der Jachthaven Andijk
Die Jachthaven Andijk liegt am westlichen IJsselmeer und bietet rund 500 Liegeplätze für Boote von sieben bis 20 Metern Länge. Gäste melden sich am Steg direkt steuerbord hinter der Einfahrt über Gegensprechanlage, Telefon oder UKW-Kanal 31. Freier Platz, Boxenmaß und aktueller Tiefgang sind vor beziehungsweise bei Ankunft mit dem Hafenmeister zu bestätigen.
An allen Stegen stehen Wasser und Strom mit 230 Volt bereit; Landstrom ist im Sommerzeitraum im Liegegeld enthalten. Moderne Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen, Wäscherei und WLAN befinden sich im Hafengebäude. Ein Wassersportladen, Gastronomie, Leihfahrräder und beleuchtete Stege ergänzen die Versorgung.
Eine Tankstelle verkauft Diesel. Auf dem Gelände gibt es außerdem Pumpen für Fäkalien- und Bilgenwasser sowie ein Umweltdepot für Öl, Batterien und Farben. Hausmüll und Glas gehören in die gekennzeichneten Behälter; andere problematische Stoffe dürfen nur nach Anweisung des Hafenpersonals abgegeben werden.
Ein Bootslift hebt bis zu 20 Tonnen. Sliprampe, Waschplatz, Werkstätten, Schiffszimmerei sowie Innen- und Außenwinterlager sind vorhanden. Tragkraft, Abmessungen und Termin müssen reserviert werden. Parkplätze, Trailerflächen und eine Bootshalle ergänzen die Anlage; größere Arbeiten sind mit Hafenmeister und Fachbetrieb abzustimmen.
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Andijk: ein Dorf auf dem Deich zwischen Zuiderzee und Polderland
Der Name verweist unmittelbar auf den Deich
Andijk entwickelte sich als langgestreckte Siedlung „am Deich“ der früheren Zuiderzee. Häuser und Höfe folgten der erhöhten Linie, die Menschen, Vieh und Ackerflächen vor Sturmfluten schützte. Die Landschaft entstand nicht hinter einer einzigen Mauer, sondern durch jahrhundertelange Verstärkung und Entwässerung.
Der Westfriese Omringdijk verbindet Andijk mit einem großen historischen Ringsystem um Westfriesland. Seine Form macht alte Küstenlinien und ehemalige Durchbruchsstellen noch heute lesbar.
Der Proefpolder bereitete den Wieringermeer-Polder vor
In den 1920er Jahren legten Ingenieure bei Andijk einen kleinen Versuchspolder an. Dort testeten sie Entwässerung, Bodenentwicklung und landwirtschaftliche Nutzung, bevor große Flächen der Zuiderzee trockengelegt wurden.
Die gewonnenen Erfahrungen flossen in den Wieringermeer-Polder ein. Andijk wurde damit zu einem praktischen Labor der niederländischen Landgewinnung, lange bevor moderne Modellrechnungen solche Projekte bestimmten.
Gartenbau ersetzte Teile der älteren Fischereiwirtschaft
Fruchtbare Böden, Wasserwirtschaft und gute Verkehrswege förderten Saatzucht, Blumenzwiebeln und Gemüsebau. Nach dem Abschluss des Afsluitdijk 1932 wandelte sich das salzige Zuiderzee-Gewässer schrittweise zum süßen IJsselmeer, wodurch sich Fischerei und Ökologie grundlegend veränderten.
Der heutige Yachthafen gehört zu dieser jüngsten Phase. Er nutzt die geschützte Wassersportlandschaft eines Sees, dessen Ufer zugleich Ergebnis jahrhundertelanger Deicharbeit und staatlicher Großprojekte sind.