Souda – Souda Marina
Liegeplätze und Versorgung im Hafen von Souda
Souda ist ein tiefer Fähr-, Handels- und Militärhafen am inneren Ende der gleichnamigen Bucht. Sportboote dürfen nicht eigenständig militärische oder kommerzielle Bereiche anlaufen. Ein Gastplatz, Einfahrtsfreigabe, zulässige Maße und Tiefgang müssen vorab über Port Control beziehungsweise Hafenbehörde bestätigt werden.
Wasser und Strom können im zivilen Hafenbereich bereitgestellt werden, sind aber nicht als Anschlüsse an jedem möglichen Sportbootplatz garantiert. Ein eigener Sanitärbereich mit verlässlich zugänglichen Toiletten und Duschen ist nicht in der offiziellen Leistungsliste ausgewiesen. Anschlussstelle und Zugang sind daher zu klären; der Ort Souda bietet rund 300 Meter vom Hafen eine vollständige Grundversorgung.
Eine feste frei zugängliche Tankstelle für Yachten ist nicht ausgewiesen, Kraftstoff kann jedoch mit mobilen Mitteln geliefert werden. Lieferant, Übergabeort und Sicherheitsfreigabe sind zwingend vorab zu vereinbaren. Hausmüll, Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser dürfen nur an die vom Hafen benannten Annahmen übergeben werden.
Offene Lagerflächen und gewerbliche Hafendienste existieren, doch Travelift, Kran, Helling, Werft und Landlager für Gastyachten sind nicht als Standardleistung zugesichert. Militärische Einrichtungen stehen nicht privat zur Verfügung. Hebearbeiten, Reparaturen, längeres Liegen und Parken benötigen Genehmigung und eine konkrete Vereinbarung mit einem zivilen Anbieter.
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Souda-Bucht: antikes Aptera, venezianische Inselburg und moderner Tiefwasserhafen
Aptera kontrollierte die Bucht von einem Hochplateau
Auf dem Hügel südlich der Bucht liegt die antike Stadt Aptera. Ihr Name erscheint möglicherweise bereits als a-pa-ta-wa auf Linear-B-Tafeln. In hellenistischer Zeit besaß die Stadt eine mehr als drei Kilometer lange Mauer und prägte eigene Münzen.
Große römische Zisternen, Bäder und ein kleines Theater sind erhalten. Die erhöhte Lage bot Kontrolle über Landwege und Häfen der Bucht, ohne dass die heutige Hafenstadt Souda mit der antiken Stadt gleichgesetzt werden darf.
Die Insel Souda blieb länger venezianisch als Kreta
Venedig befestigte die kleine Insel an der Buchteinfahrt im 16. Jahrhundert. Zusammen mit Gramvousa und Spinalonga blieb sie nach dem Fall Candias 1669 in venezianischer Hand und wurde erst 1715 an die Osmanen übergeben.
Die Festung sperrte den Zugang zu einem der sichersten natürlichen Häfen im östlichen Mittelmeer. Ihre strategische Rolle setzte sich in anderer Form in den modernen Marineanlagen fort.
Der heutige Hafen entstand aus militärischer und ziviler Nutzung
Die moderne Stadt Souda entwickelte sich am inneren Ende der Bucht als Hafen von Chania. Fähren und Fracht nutzen die zivilen Kais; griechische und alliierte Marineeinrichtungen belegen andere, kontrollierte Bereiche.
Auf dem Aptera-Hügel errichteten die Osmanen 1868 eine Festung, teils aus antiken Steinen. Damit stehen rund um die Bucht Monumente verschiedener Mächte, die denselben strategischen Naturhafen beherrschen wollten.