Sitia – Marina Sitia

Liegeplätze und Versorgung im Hafen von Sitia

Der Hafen von Sitia ist Fähr-, Handels-, Fischer- und Sportboothafen an der Ostküste Kretas. Die Anlage wurde 2008 umfassend umgebaut. Eine aktuelle offizielle Aufstellung fester Gastplätze, Bootslängen und Tiefgänge ist nicht öffentlich zugänglich; Bereich, Platz und Einfahrt müssen daher bei der Hafenbehörde bestätigt werden.

Wasser und Strom sind nicht als garantierte Anschlüsse an jedem möglichen Yachtplatz dokumentiert. Auch ein eigener Sanitärbereich mit jederzeit zugänglichen Toiletten und Duschen wird in den verfügbaren Hafeninformationen nicht eindeutig ausgewiesen. Anschlüsse und Zugang sind ausdrücklich zu erfragen; das Stadtzentrum mit Geschäften und Dienstleistungen beginnt direkt hinter der Uferstraße.

Eine feste Tankstelle am Sportbootliegeplatz ist nicht verlässlich belegt. Kraftstofflieferung kann über örtliche Agenten organisiert werden, muss aber hinsichtlich Menge, Übergabeort und Sicherheitsregeln vorab bestätigt werden. Entsorger bieten die Annahme von Bilgenwasser an; Hausmüll, Altöl, Batterien sowie Grau- und Schwarzwasser dürfen nur an zugelassene Stellen übergeben werden.

Travelift, Kran, Helling, Werft, gesichertes Landlager und bewachte Yachtparkplätze sind nicht als Standardleistung veröffentlicht. Gewerbliche Einrichtungen des Fähr- und Handelshafens dürfen nicht ohne Genehmigung genutzt werden. Reparaturen, Hebearbeiten und längere Liegezeiten benötigen eine separate Vereinbarung mit Hafenbehörde und aktuellem Dienstleister.

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Anreise und Einkaufen

Sitia: eine neu gegründete Stadt unter der mittelalterlichen Kazarma

Die heutige Stadt entstand erst im späten 19. Jahrhundert neu

Das mittelalterliche Sitia wurde durch Erdbeben, Piratenangriffe und Aufstände wiederholt beschädigt. 1651 zerstörten die Venezianer die Stadt schließlich selbst, bevor sie das Gebiet aufgaben. Über lange Zeit blieben an der Küste nur Lagerhäuser für landwirtschaftliche Produkte.

Unter osmanischer Verwaltung wurde die Stadt ab 1870 nach einem neuen Plan wieder aufgebaut und zeitweise Avnie genannt. 1881 lebten dort erst 570 Menschen; Hafen, Wasserversorgung und Handel ließen Sitia im 20. Jahrhundert rasch wachsen.

Die Kazarma überstand die Aufgabe der venezianischen Stadt

Über dem Hafen steht die Kazarma, abgeleitet von Casa di arma. Sie war Verwaltungs- und Militärzentrum einer spätbyzantinischen und venezianischen Befestigung. Die Stadtmauern wurden nicht wiederhergestellt, doch die Osmanen reparierten den Kernbau und ergänzten Wachkuppeln.

Heute dient die restaurierte Anlage als Aussichtspunkt und Veranstaltungsort des Kornaria-Festivals. Sie ist das sichtbarste erhaltene Monument der untergegangenen älteren Stadt.

Petras führt die Geschichte bis in die minoische Bronzezeit zurück

Östlich der modernen Stadt liegt Petras mit einem minoischen Palast, Siedlungsresten und einer bedeutenden Nekropole. Die Besiedlung reicht vom späten Neolithikum durch mehrere Phasen der Bronzezeit.

Sitia wird außerdem mit dem Renaissance-Dichter Vitsentzos Kornaros verbunden, dem Verfasser des Versromans Erotokritos. Archäologie, venezianische Festung und die geplante Neustadt gehören somit zu klar getrennten historischen Ebenen.

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