Rethymnon – Marina Rethymnon
Liegeplätze und Vollversorgung in der Marina Rethymno
Die Marina liegt im östlichen Teil des Stadthafens von Rethymno. Sie bietet 174 Plätze an Schwimmstegen sowie Seitenliegeplätze für größere Schiffe. Die veröffentlichten Bereiche reichen von Booten unter acht bis zu 40 Metern; der maximale Tiefgang wird mit 3,5 Metern angegeben. Der Platz muss vor Ankunft über Hafenbehörde und UKW-Kanal 12 bestätigt werden.
Wasser und Strom mit 220 beziehungsweise 380 Volt stehen an den Stegen zur Verfügung. Zentral in der Marina befinden sich Sanitäranlagen mit Toiletten sowie Warm- und Kaltwasserduschen. Anschluss, Verbrauch und Gebühren richten sich nach Bootslänge und Nutzungsdauer. Geschäfte, Segelzubehör, Wäscherei, Gastronomie und medizinische Versorgung liegen im unmittelbaren Stadtgebiet.
Informationen zu Kraftstoff und Schmiermitteln vermittelt die Marinaverwaltung; eine jederzeit selbst bedienbare Tankstelle am Liegeplatz darf daraus nicht abgeleitet werden. Lieferweg und Öffnungszeit sind vorab zu klären. Müll- und spezielle Altölbehälter stehen in der Anlage; Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser sind nur über die vorgesehenen Systeme zu entsorgen.
Eine Rampe, ein kommunaler Kran bis drei Tonnen und private Kräne bis etwa 20 Tonnen sind nach Vereinbarung verfügbar. Für kleine Reparaturen gibt es einen Arbeitsbereich; Fachbetriebe übernehmen Motor- und Bootsarbeiten. Bewachte Parkplätze sowie ein eingezäuntes Winterlager für Trailer und Boote gehören zur Anlage, müssen aber reserviert werden.
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Rethymno: venezianische Hafenstadt unter der Fortezza
Venedig machte Rethymno zum dritten Zentrum Kretas
Rethymno entwickelte sich unter venezianischer Herrschaft zum wichtigsten Hafen zwischen Candia und Chania. Händler und Beamte bauten Loggia, Brunnen, Kirchen und repräsentative Häuser; enge Straßen verbinden diese Bauten noch heute mit dem kleinen alten Hafen.
Der venezianische Hafen war stets kleiner und stärker von Versandung betroffen als die großen Inselhäfen. Die moderne Marina entstand deshalb östlich des historischen Beckens.
Die Fortezza reagierte auf einen verheerenden Angriff
1571 plünderte eine osmanische Flotte Rethymno. Daraufhin bauten die Venezianer die große Fortezza auf dem Hügel Paleokastro. Sie sollte Bevölkerung und Verwaltung schützen, war aber bei der osmanischen Belagerung von 1646 nicht dauerhaft zu halten.
Innerhalb der Mauern stehen Magazine, Zisternen und die Sultan-Ibrahim-Moschee, die aus der venezianischen Kathedrale hervorging. Die Festung zeigt damit beide Herrschaftsphasen.
Die Altstadt bewahrt gemischte Architektur
Venezianische Portale erscheinen neben osmanischen Erkern, Minaretten und Brunnen. Die Neratzes-Moschee, ursprünglich eine Kirche, dient heute als Konservatorium und Konzertsaal. Der Rimondi-Brunnen versorgte seit dem 17. Jahrhundert das Stadtzentrum mit Wasser.
Diese Überlagerung ist das Wesentliche an Rethymno: Hafen, Festung und Wohnhäuser wurden nicht als einheitliches Ensemble geschaffen, sondern über Jahrhunderte umgenutzt und an neue Bewohner angepasst.