Chania – Alter Venetianische Hafen Chania

Liegeplätze und Versorgung im venezianischen Hafen von Chania

Der alte Hafen von Chania wird von Fischer-, Ausflugs- und Sportbooten genutzt; große Fähr- und Handelsschiffe liegen in Souda. Der kommunale Hafenfonds verwaltet die Liegeplätze. Eine Reservierung ist erforderlich, da Platz, zulässige Maße und Tiefgang je nach Kai variieren und historische Hafenbereiche freigehalten werden müssen.

Wasser und Strom werden an den dafür eingerichteten Anschlüssen gegen Gebühr angeboten; der Hafenfonds veröffentlicht eigene Verbrauchstarife. Anschlussstelle, Leistung und Freischaltung müssen dem zugewiesenen Platz entsprechen. Ein garantiertes Sanitärgebäude mit Duschen und Toiletten für jeden Gastlieger ist in der veröffentlichten Tarifinformation nicht ausgewiesen und muss aktuell erfragt werden.

Eine feste Tankstelle für Yachten im historischen Becken ist nicht eindeutig dokumentiert. Kraftstoff muss gegebenenfalls per zugelassenem Lieferanten oder außerhalb beschafft werden; Ort und Zeitpunkt sind mit dem Hafenfonds abzustimmen. Hausmüll gehört in ausgewiesene Behälter, Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser nur zu bestätigten Fachannahmen.

Travelift, Kran, Helling, Werft und gesichertes Landlager gehören nicht zur klar ausgewiesenen Standardleistung des alten Hafens. Die venezianischen Arsenale sind Denkmäler und keine moderne Reparaturwerft. Technische Arbeiten und Hebevorgänge benötigen externe Anbieter und ausdrückliche Genehmigung; Parkraum in der historischen Altstadt ist knapp.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Alter Venetianische Hafen Chania
Ansicht von Alter Venetianische Hafen Chania. Foto: Dietmar Rabich / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 4.0.

Chania: venezianische Arsenale, osmanische Viertel und ein vielschichtiger Leuchtturm

Die Venezianer bauten Hafen und Schiffshäuser systematisch aus

Venedig beherrschte Chania, damals La Canea, vom 13. bis zum 17. Jahrhundert. Molen, Befestigungen und eine Reihe gewölbter Arsenale dienten Bau, Reparatur und Winterlagerung von Galeeren. Mehrere Hallen sind am östlichen Hafenrand erhalten.

Die Festung Firkas schützte die Hafeneinfahrt von Westen. Dort wurde 1913 die griechische Flagge gehisst, als Kreta offiziell mit Griechenland vereinigt wurde.

Der Leuchtturm vereint venezianische und ägyptisch-osmanische Bauphasen

Um 1595 bis 1601 errichteten die Venezianer auf dem Wellenbrecher ein erstes Leuchtfeuer. Der heutige Turm steht auf dieser Basis, erhielt seine markante Gestalt aber bei einer Erneuerung um 1839 während der ägyptischen Verwaltung Kretas.

Sein achteckiger, sechseckiger und runder Aufbau erinnert deshalb eher an ein Minarett als an einen typischen europäischen Leuchtturm. Die Form ist ein sichtbares Ergebnis wechselnder Herrschaft, keine reine venezianische Originalanlage.

Die Altstadt bewahrt jüdische, christliche und muslimische Spuren

Hinter dem Hafen liegen venezianische Häuser, osmanische Moscheen, orthodoxe und katholische Kirchen sowie die Synagoge Etz Hayyim. Diese Gebäude dokumentieren das Zusammenleben und die Konflikte verschiedener Gemeinschaften über Jahrhunderte.

Das Viertel Splantzia und die Uferzone Kum Kapi erweiterten die Stadt außerhalb ihres repräsentativen Hafenbilds. Chania ist daher nicht nur eine dekorative venezianische Kulisse, sondern ein dicht überlagerter Stadtorganismus.

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