Aghios Nikolaos – Marina Aghios Nikolas
Liegeplätze und Vollservice in der Marina Agios Nikolaos
Die Marina Agios Nikolaos liegt unmittelbar südlich des Stadtzentrums und bietet nach Betreiberangaben 255 Wasserliegeplätze an festen und schwimmenden Stegen. Das Trockenlager fasst ungefähr 165 Boote. Verfügbarkeit, zulässige Maße, Tiefgang und Einweisung zum Platz sind vor der Einfahrt über das Marinabüro beziehungsweise UKW-Kanal 72 zu bestätigen.
An den Stegen stehen Trinkwasser und Strom mit 220 beziehungsweise 380 Volt zur Verfügung. Die Marina besitzt Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen sowie Wäscherei und Trockner. Anschlussleistung, Freischaltung und Verbrauchskosten richten sich nach dem Liegeplatz. WLAN, Feuerlöscheinrichtungen und eine rund um die Uhr besetzte Bewachung gehören ebenfalls zum veröffentlichten Angebot.
Eine feste Tankstelle am Steg besteht nicht, Kraftstoff und Öl werden jedoch rund um die Uhr per Minitanker geliefert. Mindestmenge, Sorte, Preis und Übergabezeit sind vorab zu vereinbaren. Abfallbehälter stehen am Rand der Marina; Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser dürfen nur nach Anweisung des Personals entsorgt werden.
Ein Travelift bis 65 Tonnen, Rampe, Stellflächen an Land sowie Wartungs- und Segelreparaturen sind verfügbar. Tragkraft, Abmessungen, Krantermin und Lagerbock müssen reserviert werden. Kostenlose Parkplätze für Autos und Trailer sowie begrenzter Raum für Container befinden sich auf dem Gelände; größere Arbeiten benötigen eine eigene technische Vereinbarung.
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Agios Nikolaos: Voulismeni-See und die antike Hafenstadt Lato pros Kamara
Der Ort entwickelte sich aus dem Hafen der Stadt Lato
Im Gebiet von Agios Nikolaos lag in der Antike Lato pros Kamara, der Hafen der weiter im Inland gelegenen dorischen Stadt Lato. Die Küstenstadt gewann später an Eigenständigkeit und blieb auch in römischer und frühbyzantinischer Zeit besiedelt.
Die Ruinen von Lato liegen oberhalb des Dorfs Kritsa. Agora, Treppenanlagen und Häuser geben dort ein ungewöhnlich geschlossenes Bild einer hellenistischen Bergstadt, deren Zugang zum Meer über Kamara führte.
Der Voulismeni-See wurde im 19. Jahrhundert mit dem Meer verbunden
Mitten in der heutigen Stadt liegt der nahezu kreisrunde Voulismeni-See. Er ist kein bodenloses Becken, wie lokale Erzählungen behaupten, sondern ein tiefer ehemaliger Süßwassersee. Ein Kanal verbindet ihn seit dem 19. Jahrhundert mit dem Hafen und dem Meer.
Die steile Felswand und die Uferbebauung machten den See zum Mittelpunkt der modernen Stadt. Kleine Fischerboote nutzen das geschützte Becken, während die eigentliche Marina südlich davon als eigenständige Anlage entstand.
Spinalonga bewahrt eine komplexe Geschichte
In der nahen Bucht von Elounda befestigten die Venezianer die Insel Spinalonga im späten 16. Jahrhundert. Sie blieb nach der osmanischen Eroberung Kretas noch Jahrzehnte venezianisch und wurde erst 1715 übergeben.
Von 1903 bis 1957 diente die Insel als Leprakolonie. Wohnhäuser, Krankenhaus, Kirchen und Festungswerke erzählen deshalb nicht nur Militärgeschichte, sondern auch von Ausgrenzung, medizinischem Wandel und dem organisierten Alltag einer besonderen Gemeinschaft.