Solenzara – Port de Solenzara
Liegeplätze und Werftservice im Port de Solenzara
Der Port de Solenzara liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen Bastia und Bonifacio an der korsischen Ostküste. Der Betreiber nennt 450 Liegeplätze an acht Stegen und fünf Kais. Das 2,5 Hektar große Becken ist für höchstens 2,70 Meter Tiefgang angegeben und besonders gegen Wind aus Nord, Nordost und West geschützt. Die tatsächliche Zuweisung erfolgt durch die Capitainerie.
Wasser und Strom werden an den Liegeplätzen angeboten; Anschlusswerte und Absicherung sind für den konkreten Steg zu bestätigen. Der Sanitär-Bereich liegt bei der Capitainerie und ist in der Sommersaison während der langen Hafenöffnungszeiten zugänglich. Geschäfte, Restaurants und Parkflächen befinden sich unmittelbar am westlichen Rand des Beckens. Eine allgemeine Garantie freier Parkplätze gibt es in der Hochsaison nicht.
Die Tankstelle liegt im Hafen und verkauft nach den offiziellen Angaben auch bleifreies Benzin. Im Sommer ist sie täglich von 8 bis 20 Uhr besetzt; im Winter wird ein Bereitschaftskontakt genannt. Eine feste Pumpe für Schwarz- oder Grauwasser beschreibt die aktuelle Betreiberseite nicht eindeutig. Ihre Verfügbarkeit sowie die Annahme von Altöl, Farbresten und anderen technischen Abfällen sind vorab mit dem Hafenpersonal zu klären.
Die 4.000 Quadratmeter große technische Zone besitzt ein acht Meter breites Hebebecken und einen Travelift mit 85 Tonnen Traglast. Eine zusätzliche Vorrichtung erlaubt das Legen von Masten. Heben, Hochdruckreinigung, Standplatz und Reparaturarbeiten sind terminpflichtig; Gewicht und Abmessungen müssen vorher geprüft werden. Der Hafen arbeitet nach Umweltstandards für saubere Häfen und unterhält getrennte Sammelbehälter für problematische Werftabfälle.
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Sari-Solenzara: Holzhandel, Flusslandschaft und Granitberge der Alta Rocca
Solenzara entstand aus einem Hafenplatz des 19. Jahrhunderts
Der Küstenort ist jünger als viele korsische Dörfer. Im 19. Jahrhundert wurde Holz aus den Wäldern der Alta Rocca über den Fluss und neu angelegte Wege zur Küste gebracht. Ställe, Lager und ein kleiner Verschiffungsplatz bildeten den Kern der Siedlung. Die Kirche Saint-Paul ging nach örtlicher Überlieferung aus einem Stall für die Zugtiere des Holztransports hervor.
Der Glockenturm kam 1920 hinzu, das Kirchendach wurde 1970 erhöht. Auch der kleine Fischereihafen wurde schrittweise zum heutigen Freizeithafen ausgebaut. Diese Entstehung erklärt, warum Solenzara kein dichtes genuesisches Altstadtgefüge besitzt: Der Ort wuchs mit Verkehr, Holzwirtschaft und Küstenhandel und erst später mit dem Tourismus.
Der Fluss verbindet die Küstenebene mit den Aiguilles de Bavella
Die Solenzara entspringt im Granitmassiv der Alta Rocca und durchschneidet auf dem Weg zum Meer enge Schluchten. Wasser hat dort helle Felsbecken und Kaskaden ausgeschliffen. Oberhalb erhebt sich der Col de Bavella mit seinen gezackten Granittürmen, den Aiguilles de Bavella, deren Formen durch Klüfte, Frost und Erosion geprägt wurden.
Das Flusstal war Verkehrsweg und Arbeitsraum zugleich. Holz, Holzkohle und landwirtschaftliche Produkte gelangten aus den Bergdörfern an die Küste. Heute macht der schnelle Wechsel von Meereshöhe zu Kiefernwald und Hochgebirge sichtbar, wie eng die kleine Küstensiedlung mit der Landschaft des Inselinneren verbunden blieb.
Sari bewahrt den älteren Siedlungskern über der Küste
Das Dorf Sari liegt auf einem Hang über Solenzara und blickt weit über das Tyrrhenische Meer. Seine Steinhäuser, Brunnen und die Pfarrkirche gehören zum älteren kommunalen Zentrum. Die Doppelbezeichnung Sari-Solenzara hält die Verbindung zwischen diesem Bergdorf und dem später entstandenen Küstenort fest.
Seit 1988 errichteten Schwestern der monastischen Familie von Bethlehem in einem Pinienwald das Kloster Assunta Gloriosa. Die schlichte moderne Anlage nimmt Formen und Materialien der felsigen Umgebung auf. Von dort reicht der Blick nach Westen zu den Bavella-Spitzen und nach Süden über die Küste; das Kloster ergänzt die älteren Dorfkirchen um ein bewusst zeitgenössisches Stück religiöser Architektur.